Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

BUND-Delegierte appellieren an Parteispitzen: Energiewende und biologische Vielfalt retten

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










BUND-Delegierte appellieren an Parteispitzen: Energiewende und biologische Vielfalt retten

25.11.13  07:30 | Artikel: 956150 | News-Artikel (e)

BUND-Delegierte appellieren an Parteispitzen: Energiewende und biologische Vielfalt retten
Prof. Dr. Hubert Weiger,
BUND-Vorsitzender
Foto: Julia Puder / BUND
Bei ihrer Jahresversammlung im hessischen Bad Hersfeld haben die Delegierten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Spitzen von Union und SPD aufgefordert, den Koalitionsvertrag zugunsten von mehr Umwelt- und Naturschutz zu verbessern. In seiner derzeitigen Form sichere der Vertrag nicht die natürlichen Lebensgrundlagen, sondern drohe sogar zum Gegenteil zu führen, sagte der wiedergewählte BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Die Energiewende werde blockiert statt engagiert fortgeführt, in der Agrarpolitik gehe es keinen Schritt voran und auch in der Verkehrspolitik drohten hoffnungsvolle Schritte zunichte gemacht zu werden. In einem Appell an die Vorsitzenden von CDU/CSU und SPD, Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel, forderten die rund 130 Delegierten der Umweltorganisation unter anderem die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf mindestens 45 Prozent bis 2020 und 75 Prozent bis 2030.

"Die bisherigen Verhandlungsergebnisse gefährden die Energiewende und beim Klimaschutz vermissen wir jeglichen Ehrgeiz. Die künftigen Koalitionäre müssen in der verbleibenden Zeit bis zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages alles daran setzen, eine soziale und ökologische Energiewende für Deutschland sicherzustellen", sagte Weiger. Unter keinen Umständen dürften Kohlekraftwerke neue Subventionen erhalten. Statt wie vorgesehen die Flugverkehrssteuer zu streichen, müssten umweltschädliche Subventionen in Höhe von jährlich 51 Milliarden Euro abgebaut werden. Um den Umwelt- und Naturschutz voranzubringen, seien zudem die Bürgerbeteiligung und damit auch die Informationsrechte der Bürgerinnen und Bürger sowie das Klagerecht der Verbände zu stärken.

Die BUND-Delegierten kritisierten, dass sich in der Agrarpolitik eine Rolle rückwärts zulasten des Verbraucher- und Tierschutzes sowie des Ökolandbaus ankündige. Merkel, Seehofer und Gabriel müssten stattdessen sicherstellen, dass künftig Agrargelder aus Brüssel zugunsten des ökologischen Hochwasserschutzes, des Ökolandbaus und für Naturschutzmaßnahmen umgeschichtet würden. Der vorgesehene Tierschutz könne nur dann Wirkung zeigen, wenn im Koalitionsvertrag zusätzliche Maßnahmen zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes, strengere Regeln gegen Megaställe und die Überdüngung sowie das Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände verankert würden.

Die Delegierten bestätigten den bisherigen BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger und seinen Stellvertreter Klaus Brunsmeier jeweils mit großen Mehrheiten in ihren Ämtern. Die bislang stellvertretende Vorsitzende Ulrike Mehl gab aus eigenem Wunsch ihr Amt auf. Als neuer stellvertretender Vorsitzender wurde das bisherige Vorstandsmitglied Jörg Nitsch gewählt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verband mit rund 480.000 Mitgliedern und Unterstützern. Der BUND hat 16 Landesverbände, seine Mitglieder sind in einem flächendeckenden Netz von ca. 2000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Der BUND ist Mitglied des internationalen Netzwerks Friends of the Earth (FoE) und hat Partnerorganisationen in rund 70 Ländern.

Appell der BUND-Delegiertenversammlung an die Spitzen von CDU/CSU und SPD




(Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Klimaschutz | Veranstaltung

Schlagworte:

Energiewende (541) | Jahresversammlung | BUND (387) | Koalitionsvertrag (8) | Umwelt- und Naturschutz




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@956150







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.