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Ensys AG: Energiepolitik nach dem Koalitionsvertrag - Energiewende darf nicht auf der Strecke bleiben

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Ensys AG: Energiepolitik nach dem Koalitionsvertrag - Energiewende darf nicht auf der Strecke bleiben

04.12.13  09:45 | Artikel: 956186 | News-Artikel (e)

Ensys AG: Energiepolitik nach dem Koalitionsvertrag - Energiewende darf nicht auf der Strecke bleiben Die neuen Regierungsparteien haben in Bundestag und Bundesrat komfortable Mehrheiten. Sie könnten der Energiewende neuen Schub geben. Davon ist im Koalitionsvertrag aber nichts zu sehen, meint Andreas Hergaß, Vorstand des Energiedienstleisters Ensys AG.

Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht. CDU, CSU und SPD haben sich auf Basis zahlreicher Kompromisse zusammengerauft. Doch kaum jemand jubelt auf. Vor allem in Energiefragen fehlt es dem schwarz-roten Zweckbündnis an einer klaren politischen Linie. Vielmehr gehen teils recht demotivierende Signale vom neuen Regierungsprogramm aus: So soll es zum Beispiel keine steuerliche Entlastung für Häuslebauer und Eigentümer geben, die ihre Gebäude energieeffizient sanieren wollen. Zwar ist beabsichtigt, die Anzahl der Betriebe, die von der EEG-Umlage befreit werden, zu reduzieren.

Zugleich aber sollen diejenigen, die zumindest teilweise ihren Strom selbst erzeugen, ebenfalls zur Zahlung der Umlage herangezogen werden. Betreiber von Windkraftanlagen an Land erhalten künftig weniger Förderung, die Offshore-Windparks hingegen etwas länger. Und zwar bei Bedarf bis 2019 und nicht, wie zuvor festgelegt, nur bis 2017.

Ausdrücklich im Koalitionsvertrag vermerkt ist, dass der energieintensiven Industrie keine Nachteile entstehen sollen. Betreiber von konventionellen Kraftwerken sollen in Zukunft sogar eine Prämie dafür erhalten, dass sie nicht vom Netz gehen, um die Versorgung in Deutschland zu jeder Zeit sicherzustellen. Es war klar, dass die Energiewende unter dem Kompromisszwang der Großkoalitionäre Abstriche würde hinnehmen müssen. Allerdings läuft die Bundesrepublik nun Gefahr, nicht nur eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte aufs Spiel zu setzen. Sie ist auch im Begriff, ihre Rolle als Energiewende-Pionier in Europa zu verlieren. Das wird allein deshalb passieren, weil kleine und mittelständische Unternehmen und die Bürger selbst sich nicht mehr motiviert sehen, in eine nachhaltige Stromerzeugung zu investieren.

Zum Thema Strompreise selbst hat sich die Regierungskoalition auch noch nicht eindeutig geäußert. Erst im Frühjahr 2014 soll über die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verhandelt werden. Dann wird die EEG-Umlage vermutlich stark reduziert, weil die Kosten schlichtweg aus dem Ruder gelaufen sein werden. Das ist aus Sicht der Bürger einerseits erfreulich - schließlich hatte eine Umfrage der Ensys AG unter 1.000 Bürgern erst im Juli 2013 ergeben, dass faire und bezahlbare Strompreise für 70 Prozent der Deutschen mit Abstand die wichtigste energiepolitische Aufgabe sind. Allerdings geht aus dem Koalitionsvertrag nicht hervor, welche konkreten Ziele bei der Gesetzesreform verfolgt werden sollen.

Vor dem Hintergrund all dieser Herausforderungen zeigt sich, dass die Energiewende an Fahrt verliert. Der Koalitionsvertrag gibt keine neuen Antworten auf die anstehenden Fragen. Er enthält zwar einige fällige Korrekturen, bleibt jedoch konkrete Lösungen schuldig.


Über die Ensys AG:
1998 - mit der Liberalisierung des Energiemarktes - nahm die Ensys AG als reines Stromhandelsunternehmen ihre Arbeit auf. Heute zählt sie zu den bundesweit tätigen, mittelständischen Energieunternehmen im B2B-Bereich. Gemeinsam mit ihren Filial-, Immobilien-, Gewerbe-, Geschäfts- und Industriekunden entwickelt die Ensys AG branchenspezifische Lösungen in den Bereichen Beschaffung, Versorgung und Energieeffizienzmanagement. Die Ensys AG hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und beschäftigt rund 65 Mitarbeiter.




(Quelle: Ensys AG)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Koalitionsvertrag (11) | Energiepolitik (33) | Energiewende (372) | Mehrheiten | Ensys AG (4)




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