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Orkan Xaver reist Schneise durch den europäischen Strommarkt

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Orkan Xaver reist Schneise durch den europäischen Strommarkt

06.12.13  08:06 | Artikel: 956193 | News-Artikel (Red)

Für den Tagesverlauf des 5. 12. rechnen die Meteorologen mit dem Durchzug des Sturmtiefs “Xaver” in Deutschland. In der Folge werden auch die Börsenstrompreise auf dem EPEX-Spotmarkt nach unten gehen.

Den Höhepunkt im Stromnetz hat der Orkan im Zeitfenster zwischen 23:00 und 24:00 Uhr, in der der Preis auf 14.35€/MWh zurück geht. Zum Vergleich wurde am Dienstag im gleichen Zeitraum noch 33.41€/MWh gehandelt.

Ein Phänomen, welches allerdings auf den Deutsch/Österreichischen Markt beschränkt bleibt, denn in Frankreich (66,25€) und der Schweiz (65,04€) wird deutlich mehr gezahlt.

Preiselastizität am Beispiel

Unter Preiselastizität versteht man den Zusammenhang aus Angebotsmenge/Verbrauchsmenge und dem damit verändernden Preis. Da es durch die aktuell vorherrschenden Standardlastprofilen des BDEW nicht gelingt die Verbrauchsmenge zu beeinflussen, genügt es die Angebotsmenge zu einer Näherung zu betrachten. Da der Zeitraum zwischen den beiden Vergleichstagen sehr nahe bei einander liegt, wird der OTC/EEX Handel mit langfristigen Bezügen zunächst ignoriert. Ferner werden Blöcke (Base/Peak) nicht berücksichtigt.

23:00-24:00 Uhr03.12.201305.12.2013
Preis33.41€/MWh14.35€/MWh
Volumen26.371 MWh33.891 MWh
Umsatz (Preis*Volumen)881.055 €486.336 €

Für diesen Stichprobenvergleich gilt somit, dass die von der EPEXSpot Börse bezogene Strommenge in Deutschland zurück geht, wenn die Angebotsmenge ansteigt. Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass auch am 05.12.2013 die Stromhändler bereit sein müssten 26.371 für den Preis von 33.41€ zu beziehen, stattdessen wird 28% mehr Strom gekauft und je Einheit 43% weniger gezahlt.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Daniel Hölder Samstag, 7. Dezember 2013 um 09:29

Die Käufer des EEG-Stroms am Spotmarkt sind die konventionellen Kraftwerksbetreiber. Sie verkaufen ihre geplanten Stromerzeugung langfristig (bis 3 Jahre) am Terminmarkt und sichern damit ihre Margen. Wenn sie dann am Spotmarkt den Strom billiger kaufen als sie ihn selbst produzieren können, dann schalten sie ihre Kraftwerke ab und bedienen die Terminkontrakte mit dem zugekauften statt mit dem eigenerzeugten Strom. ("Make-or-Buy-Entscheidung") Durch die Abschaltung generieren sie dann eine zusätzliche Marge.

Die Stromvertriebe, die die Kunden versorgen, können den EE-Strom auch bei sehr niedrigen Spotpreisen nicht kaufen, weil sie ihren Bedarf bereits auf dem Terminmarkt, ebenfalls mit bis zu 3 Jahren Vorlauf, gedeckt haben.

Angesichts dieses Zusammenhangs wird klar, dass bei einem niedrigeren Preis eine größere Strommenge gehandelt wird: Je niedriger der Preis, desto mehr KW-Betreiber entscheiden sich zu "buy". Der Strombedarf verändert sich dadurch nicht.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Netze | Handel

Schlagworte:

Sturmtief (2) | Xaver | Strommenge (21) | EPEXSpot (9) | Börse (48) | Orkan




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