Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Paul Nemeth - Kommunikationsverweigerung mangels Kompetenz?

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Paul Nemeth - Kommunikationsverweigerung mangels Kompetenz?

13.12.13  11:13 | Artikel: 956229 | News-Artikel (Red)

Paul Nemeth - Kommunikationsverweigerung mangels Kompetenz?
Paul Nemeth, energiepolitischer
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion
Baden-Württemberg
Bild: CDU-Landtagsfraktion
Am 28.11.2013 erreichte uns folgende Meldung des baden-württembergischen Landtagsabgeordneten und energiepolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion Paul Nemeth (CDU):

"Wir halten nichts von den Äußerungen von Ministerpräsident Kretschmann, die Regelungen im Koalitionsvertrag für die neue große Koalition im Bund gefährdeten den Windkraftausbau in Baden-Württemberg", sagte der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Paul Nemeth MdL heute (28. November) in Stuttgart.

"Ministerpräsident Kretschmann versucht mit einem Ablenkungsmanöver vom eigenen Versagen beim Windkraftausbau in Baden-Württemberg abzulenken", so Nemeth. Wahr sei, dass der Windkraftausbau in Baden-Württemberg wegen der handwerklich miserablen Änderungen im Landesplanungsrecht nicht vorankomme und deswegen in den letzten beiden Jahren so gut wie kein Windrad im Land gebaut worden sei. Es sei billig, dieses eigene Versagen der großen Koalition in Berlin vorzuwerfen. Deren geplante Regelungen, Mindeststandards für den Ertrag von Windkraftstandorten festzulegen, sei sinnvoll. "Wir wollen, dass Windkraftanlagen dort gebaut werden, wo sie am effektivsten sind", so Nemeth. Alles andere würde zu einer höheren EEG-Umlage und höheren Strompreisen führen und ginge damit zu Lasten der Stromkunden. Die Landesregierung müsse jetzt die offensichtlichen Fehler im Landesplanungsgesetz korrigieren und Kommunen, Landkreise und Regionalverbände bei den Planungs- und Genehmigungsverfahren stärker unterstützen, anstatt reflexhaft auf Berlin einzuschlagen.


Dass Herr Nemeth die Effektivität von Windkraftanlagen mit der Erhöhung der EEG-Umlage und höheren Strompreisen in Verbindung brachte, war für uns überraschend, denn der Strompreis steigt in keiner Weise, wenn Unternehmer Windkraftanlagen an Standorten bauen würden, die nicht so effektiv sind. Und auch die EEG-Umlage wäre in keiner Weise davon betroffen.

Wir fragten am gleichen Tag nach, ob Herr Nemeth als Energieexperte diese Aussage konkretisieren bzw. erläutern könne. Doch trotz späterer telefonischer Nachfrage ist bis heute keine Antwort eingegangen. Schließlich ist diese Aussage ja auch nicht faktisch belegbar sondern eher im Bereich der Parteipolitik und Polemik anzusiedeln.

Herr Nemeth täte gut daran sich mehr um sein Fachwissen im Bereich Energie zu kümmern, als sich mit parteipolitischen Ränkespielchen zu befassen. Schnell könnte man den Eindruck gewinnen, dass hier der Bürger vorsätzlich in die Irre geführt werden soll.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Paul Nemeth Montag, 16. Dezember 2013 um 12:23

Lieber Herr Kuhn,

vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag zu meiner Pressemitteilung.

Leider liegen sie damit inhaltlich falsch.

Windkraftanlagen an windschwachen Standorten erhalten derzeit über einen längeren Zeitraum eine erhöhte Anfangsvergütung als solche an guten Standorten. Die erhöhte Vergütung für Windkraftanlagen an windschwachen Standorten wird über die EEG-Umlage bezahlt. Deswegen stimmt die Rechnung, je mehr Windkraftanlagen an schlechten Standorten desto höher die EEG-Umlage desto höher der Strompreis.

Nachzulesen ist dies in § 29 EEG, der folgendes regelt: Für die ersten fünf Jahre nach Inbetriebnahme erhält der Betreiber jeder Windklraftanlage eine Anfangsvergütung in Höhe von 8,80 ct/kWh. Der Zeitraum der Anfangsvergütung kann sich aber nach dem bisherigen EEG je nach Windaufkommen am Anlagenstandort bis auf 20 Jahre verlängern, um somit auch weniger windhöffige Gebieten bessere Wirtschaftlichkeitsvoraussetzungen zu bieten. Erst im Anschluss an die hohe Anfangsvergütung erhält der Betreiber bis zum Ablauf der 20 Jahre eine niedrigere Grundvergütung in Höhe von 4,80 ct/kWh.

Mit freundlichen Grüßen
Paul Nemeth
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
Wahlkreis Böblingen - Sindelfingen - Schönbuch

Sehr geehrter Herr Nemeth,

sehr gerne :-)
Ich dachte mir schon, dass es ggf. eine Reaktion provoziert, wenn ich das hier so veröffentliche.
Danke für die Erklärung.

Jetzt stellt sich die Sache doch ein wenig anders da. Diese Information fehlte mir bis dato.

Und dankbarer Weise haben die Leser jetzt auch was, um den Zusammenhang besser zu verstehen.
Diese Stelle im EEG ist nämlich gar nicht so bekannt.

Björn-Lars Kuhn


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Windkraft

Schlagworte:

Kommunikationsverweigerung | Paul Nemeth (2) | MdL | Windkraftanlagen (21) | EEG-Umlage (123) | Strompreis (146)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@956229







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

13.9.16 | Artikel: 970082
Trendmonitor: 68 Prozent der Deutschen kennen Energieverbrauch im eigenen Haushalt nicht

Den Bundesbürgern fehlt elementares Wissen, wenn es um den Energieverbrauch zuhause geht: 68 Prozent haben den eigenen Heizungskeller als größten privaten Energieschlucker nicht auf der Rechnung.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
8.8.16 | Artikel: 970072
neues deutschland: zum Erdüberlastungstag

Auf Mallorca sind die Trinkwasserreservoirs stark geschrumpft. Die Behörden haben den Verbrauch in einigen Gegenden rationiert - für Bewohner.

3.8.16 | Artikel: 970069
Preise für Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe auf breiter Front gesunken

Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch sinkende Preise an den Energiemärkten. Davon konnten sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen profitieren.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

26.9.16 | Artikel: 970083
Tennet: «Strompreis Erhöhung von 80%»

Die Kollegen des Mediums «Die Zeit» haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht: «Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent». Da bekommt man gleich Mut zum Lesen .