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Energieadvent - Politische Windrichtung für PV-Kleinanlagen

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Energieadvent - Politische Windrichtung für PV-Kleinanlagen

18.12.13  13:30 | Artikel: 956258 | News-Artikel (Red)

Energieadvent - Politische Windrichtung für PV-Kleinanlagen
Dr. Christian Drepper
Pressesprecher von E.ON
Bild: Bonner Akadmie
Mit den Plänen aus dem Koalitionsvertrag der zukünftigen Bundesregierung im Hinterkopf, wird die Integration von Photovoltaik-Kleinanlagen leichter oder eher schwieriger?

Für die Integration von PV-Kleinanlagen in den Markt und in das System sind im Koalitionsvertrag aus unserer Sicht gute Ansätze vorhanden.

Hauptthema für die Integration der kleinen PV-Anlagen ist der Eigenverbrauch. Gerade weil der Verbrauch von selbsterzeugtem Strom ein wesentlicher Teil der Energiewende sein wird, muss er nachhaltig geregelt werden. Jetzt ist es so, dass der Eigenverbrauch zu einer massiven Entsolidarisierung und einer Lastenverteilung von oben nach unten führt. Grund: Nur derjenige, der es sich finanziell leisten kann, kann eine Eigenverbrauchsanlage errichten.

Für den eigenverbrauchten Strom zahlt er aber keine Netzentgelte, keine Umlagen und keine Steuern – alleine dadurch rechnet sich die Anlage im Vergleich zum Netzbezug. Aber die Eigenständigkeit ist ja bei Lichte betrachte noch eine scheinbare, denn auch der "Eigenverbraucher" benötigt ja nach wie vor die gesamte Energieinfrastruktur und verursacht vielleicht sogar noch zusätzlichen Netzausbau, weil er den überschüssigen Strom weiter ins Netz einspeisen möchte. Diese Kosten bzw. Mindereinnahmen müssen alle anderen Verbraucher, auch die, die nicht das Kapital haben, eine eigene Anlage zu errichten, ausgleichen, sie müssen verhältnismäßig mehr zahlen.

So kann es unseres Erachtens und aus Sicht vieler Institutionen (Verbraucherzentralen, Gewerkschaften etc) nicht weitergehen. Daher ist es sehr positiv, dass in der Koalitionsvereinbarung vorgesehen ist, dass bei den Netzentgelten der Leistungspreisanteil erhöht werden soll. Damit zahlt dann wieder jeder für das Netz, das er auch braucht. Dagegen sehen wir es als komplett falsches politisches Signal an, dass es bei der Mindestbeteiligung von Eigenverbrauchsanlagen an der EEG-Umlage eine Bagatellgrenze für kleine Anlagen geben soll. Gerade hier findet nämlich der große Aufwuchs statt. Daher sollten sich die Kleinanlagen mit einem unbürokratischen Pauschalbetrag an der Finanzierung der Energiewende beteiligen – von der sie ja am meisten profitieren!

Sehr positiv zu werten ist grundsätzlich auch der Ansatz im Koalitionsvertrag, dass die Netze nicht mehr für die letzte erneuerbare Kilowattstunde ausgebaut werden muss. Manchmal ist es einfach effizienter, Anlagen abzuregeln, als die Infrastruktur für extrem wenige Fälle sehr teuer auszubauen. Bei PV-Anlagen sollte die Anschlussleistung generell auf 70% der Anlagenleistung begrenzt werden. Dadurch würden wir die sehr selten auftretenden Spitzen vermeiden, für die das Netz aber trotzdem vorgehalten werden muss. Dadurch würde nur 2-3% der Energiemenge verloren gehen, gleichzeitig würden wir uns aber bis zu 30% Netzausbau sparen.


«Energieadvent» ist eine Artikelserie von blog.stromhaltig.de




(Autor: Dr. Christian Drepper | E.ON SE)


1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Klaus somberg Samstag, 29. Oktober 2016 um 14:23

Sehr geehrter Dr. Drepper, Sie fordern also das der Produzent von Eigenverbrauch einen Ausgleich zahlt weil mit der Eigenproduktion die Gemeinschaft geschädigt werde. Ich habe 7 Hühner in meinem Garten und auch ein paar Obstbäume. Da nun nicht jeder in der Lage ist einen Garten zu besitzen oder zu pachten muss ich also damit rechnen Steuern oder Abgaben auf mein Obst und den Eiern der Hühner zu entrichten weil ich ja die Luft und das Regenwasser der Allgemeinheit brauche. Ich glaube eher das der gewerbliche Eierproduzent oder der gewerbliche Obstproduzent ein Interessen hat mir die Produktion zu verbieten oder mit Strafgeld ( Steuer - Abgaben ) zu belegen. Des weiteren würde mich Interessieren welche Gewerkschaften sich Ihrer Meinung anschliessen. Mfg Klaus Somberg


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Advent | Photovoltaik

Schlagworte:

Bundesregierung (121) | Photovoltaik-Kleinanlagen | Eigenverbrauch (37) | Entsolidarisierung | Lastenverteilung (3)




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