Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Verbraucherzentrale: Umfrage: Verbraucher sehen Energiepläne der Großen Koalition skeptisch

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Verbraucherzentrale: Umfrage: Verbraucher sehen Energiepläne der Großen Koalition skeptisch

19.12.13  11:30 | Artikel: 956268 | News-Artikel (e)

Verbraucherzentrale: Umfrage: Verbraucher sehen Energiepläne der Großen Koalition skeptischRegierung muss umdenken – EU-Beihilfeverfahren erhöht den Druck

Die EU hat gestern ein Beihilfeverfahren eröffnet, um die Unternehmensprivilegien bei der Ökostrom-Umlage zu prüfen. Damit steigt der Druck auf die neue Bundesregierung, die Energiewende zu reformieren. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher sehen die bisherigen Pläne der Großen Koalition rund um die Energiewende skeptisch. Eine Mehrheit von 59 Prozent bezweifelt, dass es der neuen Regierung gelingen wird, die Energiewende erfolgreich und bezahlbar fortzuführen. Das zeigt eine vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid.

"Die große Koalition ist eine Chance, um große gesellschaftliche Aufgaben zu meistern. Eine bezahlbare Energiewende gehört dazu. Doch noch stehen die Zeichen nicht auf Entlastung der Verbraucher", sagt Holger Krawinkel, Bereichsleiter Verbraucherpolitik und Energieexperte beim vzbv. Und auch nur 39 Prozent der Befragten glauben, dass die Große Koalition ihr Versprechen halten kann, den Kostenanstieg bei der Energiewende spürbar zu bremsen. Die neue Regierung ist daher aus Sicht des vzbv gut beraten, das EU-Beihilfeverfahren sowie die EU-Leitlinien zur Förderung der erneuerbaren Energie als wichtigen Anstoß anzunehmen

Umfrage: Energieplaene der GroKo (vzbv)

Offshore-Ausbauziele reduzieren

Ein Problem ist vor allem die Verlängerung des Stauchungsmodells für Offshore-Windenergie um zwei weitere Jahre. Es ermöglicht Anlagenbetreibern, statt der üblichen Vergütung von 15 Cent pro Kilowattstunde über zwölf Jahre auch 19 Cent über acht Jahre zu erhalten. Eine Verlängerung dieses Modells treibt die Kosten der Energiewende weiter in die Höhe. Auf Verbraucher kommen jährliche Offshore-Kosten von rund 75 Euro zu. Die EEG-Umlage könnte nach aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in den nächsten vier Jahren sogar auf 8,1 Cent pro Kilowattstunde ansteigen.

Holger Krawinkel: "Das Ziel, die Strompreise stabil zu halten und Verbraucher vor den steigenden Kosten des Ökostrom-Ausbaus zu schützen, wird damit deutlich verfehlt." Die Offshore-Ausbauziele und das Ausbautempo müssten deshalb spürbar reduziert werden. Die Technologieentwicklungskosten dürften ohnehin nicht dem Stromverbraucher angelastet werden, sondern müssten aus dem Haushalt bezahlt werden, etwa durch die Einrichtung eines Altlastentilgungsfonds. Außerdem sollte der Fördermechanismus der erneuerbaren Energien mittelfristig auf technologieneutrale Ausschreibungsmodelle umgestellt werden, wie sie auch von der EU gefordert werden. Die Vergütungssätze würden auf diese Weise im Wettbewerb ermittelt. Der vzbv fordert zudem, dass entsprechende Pilotprojekte in größerer Zahl und früher als von der Koalition geplant durchgeführt werden müssten.

Industriebefreiungen überprüfen

Schließlich müssten auch die Industriebefreiungen auf den Prüfstand. Hier bleibe der Koalitionsvertrag zu unkonkret: "Es wäre wünschenswert gewesen, dass die Industrieausnahmen reduziert und die privilegierten Unternehmen stärker an den Kosten beteiligt werden", sagt Krawinkel. Auch hier spreche die EU-Kommission eine deutlichere Sprache. Offenbar brauche die Regierung diesen Druck aus Brüssel.
Kein Zwang zum intelligenten Stromzähler

Was die geplante Umstellung auf intelligente Stromzähler beziehungsweise Strommesssysteme betrifft, darf es aus vzbv-Sicht keinen Zwangs-Rollout geben auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher geben. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass drei Viertel der Befragten (76 Prozent) einen solchen Zwang zum Austausch der Zähler ablehnen. Denn er wäre mit Zusatzkosten von bis zu 170 Euro im Jahr verbunden – mit kaum erkennbaren Nutzen.

Die digitalen Stromzähler, auch Smart Meter genannt, sollten stattdessen marktbasiert eingeführt werden. Immerhin zeigt die Umfrage, dass mindestens 20 Prozent der Verbraucher bereit wären, für Smart-Metering-Systeme zu zahlen.




(Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | international

Schlagworte:

stromintensive Unternehmen (11) | Wettbewerb (54) | EEG-Umlage (123) | EU-Kommission (18) | Industriebefreiung (6) | Holger Krawinkel (3) | Umfrage (99)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@956268







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

22.6.16 | Artikel: 970053
Solarspeicher-Preise um ein Drittel gefallen

Die Nachfrage nach Heimspeichern für die Rund-um-die-Uhr-Versorgung von Gebäuden mit Solarstrom wird sich mindestens bis 2020 im Zweijahresturnus verdoppeln.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
2.8.16 | Artikel: 970068
30 Prozent Zuschuss für Heizungsoptimierung seit 1. August

Das Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst mit einem neuen Förderprogramm den Einbau effizienter Pumpen und die Optimierung der Heizungsanlage.

23.6.16 | Artikel: 970056
Fell: EnKLIP Gutachten: Kritik am EEG wenig belastbar und zu pauschal

Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung haben die Autoren Uwe Nestle, Gründer von EnKLIP, Luca Brunsch und Craig Morris Aspekte, die angeblich gegen das EEG sprechen, kritisch beleuchtet.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
18.7.16 | Artikel: 970063
Wer will ein Wasserwerk fernsteuern? Jeder kann!

Zwei Sicherheitsleute der Webseite Internetwache.org untersuchten Milliarden Internet-Adressen und haben dabei allein 80 ungeschützte Anlagen des gleichen Herstellers ausfindig gemacht.

28.9.16 | Artikel: 970084
Südwest Presse: Kommentar zu Energienetz Unter Strom

Im Norden bläst der Wind, so kräftig, dass viel mehr Ökostrom produziert werden kann, als vor Ort benötigt wird. Im Süden dagegen droht elektrische Energie zur Mangelware zu werden, weil hier die letzten Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden.