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4,5 Mrd. Euro pro Jahr weniger Subvention - Dank Energiewende. Ja aber…

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4,5 Mrd. Euro pro Jahr weniger Subvention - Dank Energiewende. Ja aber…

16.01.14  10:15 | Artikel: 961135 | News-Artikel (Red)

Investitionen zeigen ihre Wirkungen in der Zukunft. Subventionen sind staatliche Instrumente zum Setzen von Investitionsanreizen. Nach dieser vereinfachten Definition ist die EEG-Umlage tatsächlich eine Subvention. Doch wie rentabel ist sie?

Die Deutschen zahlten 4,5 Mrd. Euro mehr Subvention für Atom/Kohle als für die Erneuerbaren.

In den Jahren 1970 bis 2012 hatte die Stromgewinnung wurden die Zukunft der Stromerzeugung aus Kohle- und Atomstrom zementiert. Insgesamt 611 Mrd. Euro wurde in diesem Zeitraum subventioniert (entspricht 14,5 Mrd Euro jedes Jahr). Wie die Zeitung für kommunale Wirtschaft mitteilt betrug die EEG-Förderung im Jahre 2013 rund 22,9 Mrd Euro – und summieren sich für den Zeitraum 2002 bis 2014 auf 120 Mrd Euro (entspricht 10,0 Mrd Euro jedes Jahr).

Ja aber…

Natürlich ist dieser Vergleich nicht fair, denn die Betriebskosten für 1 MWh Strom aus einem konventionellen Kraftwerk sind deutlich teurer als die Betriebskosten einer PV- oder Windanlage. Man kann das Produkt somit nicht vergleichen.

Ja aber – wir zahlen noch 20 Jahre für EE-Anlagen
Für alle EE-Anlagen mit einer Einspeisegarantie zahlt der inländische Letztverbraucher mit seiner Stromrechnung 20 Jahre nach dem Netzanschluss. So ist die Garantie, die hinter dem Investitionsanreiz EEG konzipiert wurde. Damit sind auch die Betriebskosten zu decken.

Die klassische Abschreibung eines herkömmlichen thermischen Kraftwerkes beträgt 30 Jahre. In dieser Zeit wird man auch die Rahmenbedingungen für den Betrieb so gestalten, dass es rentabel betrieben werden kann. Im Klartext bedeutet dies, dass der Strompreis so gesteuert/beeinflusst wird, dass er die Betriebskosten deckt.

Des weiteren ist der Peak bei den Zubaukosten bereits seit einigen Jahren überschritten, d.h. für die ersten Anlagen, die kurz nach der Jahrtausendwende gebaut wurden, läuft in 10 Jahren die Einspeisevergütung aus.

Ja aber – wir haben doch letztes Jahr soviel bezahlt
Richtig, im Jahre 2013 wurden fast 23 Mrd. über die EEG-Umlage gewälzt. Ein großer Teil dieser Kosten ging allerdings in den Aufbau eines Marktplatzes für den Stromhandel. Die Kosten für die Marktintegration von Kohle und Atomstrom wurden damals nicht ermittelt oder umgelegt.

Auch wenn die Inflationsrate im Moment niedrig ist. So sei an dieser Stelle bedacht, dass 23 Mrd. Euro im Jahre 2013 in etwa 14.5 Mrd. Euro im Jahre 1992 entsprechen. Exakt der Wert, der durchschnittlich in den Jahren 1970-2012 für fossile und nukleare Kraftwerke ausgegeben wurde.

Ja aber…
Genau, an dieser Stelle fehlt eine Aussage, die man nicht findet. In wie weit wird eigentlich Atomstrom oder Braunkohle in Deutschland noch immer subventioniert. Die Förderung der Braunkohle ist zumindest zum Teil schon einmal von der EEG-Umlage befreit…




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Subvention (38) | Atom/Kohle | Energiewende (372) | Stromgewinnung | Stromrechnung (20) | Investitionsanreize




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