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Kommentar: Das Schoßhündchen der atomar-fossilen Energieversorger

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Kommentar: Das Schoßhündchen der atomar-fossilen Energieversorger

31.01.14  10:00 | Artikel: 961184 | Proteus Statement

Kommentar: Das Schoßhündchen der atomar-fossilen EnergieversorgerAuch in der GroKo scheint es nach dem bereits in der Vergangenheit bewährten System zu gehen: Die konventionellen Energieversorger pfeifen und unsere gewählten Volksvertreter machen brav Männchen oder andere lustige Kunststücke.

Bereits seit über 12 Monaten scheint es eine systematisch geplante Zerstörung der Branche der Erneuerbaren Energien zu geben; genügend Unternehmen haben auch in dieser Zeit den Gang zum Amtsgericht beschreiten müssen.

Erst vor ein paar Tagen sagte unser Bayern-Amigo Host Seehofer:

"Ich werde nichts mittragen, was bei energieintensiven Betrieben zur Abwanderung von Investitionen ins Ausland und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen führt."


Klasse Aussage! Aber seit wann sind denn Jobs der energieintensiven Industrien mehr Wert, als die aus der Branche der Photovoltaik oder Windkraft? Bekommen arbeitslose Industriearbeiter mehr Hartz IV? Wohl eher nicht.

Es ist schon extrem befremdlich, welche Macht Großkonzerne heute in unserer Gesellschaft haben. Geht es einer Branche gut und die Politik mischt sich ein, dann heißt es "wir brauche keine staatlichen Regelungen". Wird eine Gefahr für den Aktienkurs, die Dividende oder den Porsche sichtbar, dann wird wieder die Spielkarte Jobs, Ausland und Investitionen ausgespielt - und das scheint dann der Horror für unsere Volksvertreter zu sein. Arbeitslose erschweren die Wiederwahl.

Allerdings denkt wohl kein Politiker darüber nach, dass auch z.B. die ehemaligen Beschäftigten einer aufblühenden Solarindustrie Wähler sind.

Und damit wird wohl der Kernpunkt unseres Problems sichtbar: wir leben mittlerweile in einer parlamentarischen Diktatur. Im 4-Jahres-Zyklus wird das stimmberechtigte Wahlvieh mit Lügen zugemüllt, darf sich an die Urne schleppen und das Kreuzchen machen. Danach können die Gewählten wieder durchatmen und sich ihre Aufträge bei der Industrie abholen.

Und selbst wenn dann mal ein Ehemaliger zu Straftaten (Steine auf Solaranlagen zu werfen) aufruft, wie vor ein paar Monaten Ex-Ministerpräsident und Bilfinger-Vorstandschef Roland Koch, dann kommt gleich ein entsprechendes Pressestatement, das das Gegenteil behauptet.

Da sollte mal einer der unbescholtenen Bürger dazu aufrufen, den Reichstag anzuzünden ...

Bundeshund
Der Bundeshund: Von seinen Herrchen wohl behütet. Wedelt mit dem Schwanz und macht lustige Kunststücke, wenn Herrchen ruft.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Oliver Hamann Freitag, 7. März 2014 um 08:54

Hallo Herr Kuhn,

wenn die Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren akzeptablere Bedingungen böten als momentan (ich denke da u. a. an den Streik bei Repower) gäbe es mit der SPD viel weniger Probleme. Als Gewerkschafter darf man eigentlich nicht pro EE sein.

Beste Grüße, Oliver Hamann


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Schoßhündchen | Energieversorger (64) | Politik (54) | GroKo (16) | Volksvertreter | Korruption (20) | Photovoltaik (210) | Roland Koch (3) | Straftat (9)




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