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BSW: Schwächster Solarstromzubau seit 2008

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BSW: Schwächster Solarstromzubau seit 2008

07.02.14  08:00 | Artikel: 961200 | News-Artikel (Red)

BSW: Schwächster Solarstromzubau seit 2008

  • Fördereinschnitte lassen Nachfrage einbrechen
  • Solarwirtschaft warnt vor Stopp solarer Energiewende und fordert Reparatur der EEG-Förderung sowie Verzicht auf Solarstrom-Abgabe

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. meldet den schwächsten Photovoltaik-Zubau seit fünf Jahren: 2013 sind in Deutschland lediglich 124.000 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von zusammen 3.304 Megawattpeak (MWp) neu installiert worden. Das ist ein Einbruch von mehr als 56 Prozent gegenüber 2012. Dies geht aus jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur hervor. "Die extreme Kappung der Solarförderung hat die Nachfrage geradezu einbrechen lassen (vgl. Infografik).

Innerhalb weniger Monate sind dadurch zigtausende Arbeitsplätze in der Solarbranche geopfert worden. Wenn die Politik jetzt nicht eingreift, droht in wenigen Monaten ein Stopp der solaren Energiewende", warnt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Die Interessenvertretung von rund 1.000 Solarunternehmen fordert im Rahmen der EEG-Novelle eine Reparatur des Fördermechanismus und einen Verzicht auf die geplante Abgabe auf solare Eigenstrom-Erzeugung in Höhe von rd. 4,4 Cent je Kilowattstunde.

Die Solarbranche fürchtet einen weiteren Rückgang der Nachfrage. Die Preise von Solarstromsystemen können schon seit Monaten nicht mehr mit der zu schnell sinkenden Solarstromförderung Schritt halten. Der BSW-Solar rät in seinem aktuellen Positionspapier deswegen, dringend einen Fehler im sogenannten "atmenden Deckel" des EEG zu beheben (http://bsw.li/1aCveWL). Dieser verhindere zwar erfolgreich eine Überförderung, nicht jedoch eine Unterförderung und einen von der Bundesregierung gleichermaßen ungewollten weiteren Einbruch der Nachfrage unter die gesetzliche Mindestzielmarke von 2.500 Megawatt im Jahr. Die Absenkung der Förderung müsse wieder an der technologischen Lernkurve orientiert werden und der Fördermechanismus im Falle eines anhaltenden Markteinbruchs schneller und stärker gegensteuern, so die Forderungen der Solarwirtschaft.

Zwar werde schon im jetzigen Gesetzesmechanismus die Degression der Fördersätze für Neuinvestitionen gebremst, wenn der Zielkorridor unterschritten wird. Simulationen haben jedoch ergeben, dass die Nachfrage durch die bestehende Regelung erst zweieinhalb Jahre nach dem Beginn des Markteinbruchs wieder anzieht und sogar ein Marktstillstand nicht verhindert werden kann. Dies hätte katastrophale Auswirkungen auf die heimische Solarbranche mit ihren über 60.000 Beschäftigten in Produktion Handwerk und Zuliefererbetrieben.

Spürbare Mehrkosten seien mit dieser EEG-Korrektur ebenso wenig verbunden wie mit dem von Solarbranche, Verbraucherschutz- und Umweltverbänden gleichermaßen geforderten Verzicht auf die geplante EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch von Solarstrom. Die Politik solle sicherstellen, dass der mittlerweile kostengünstige Ausbau der Photovoltaik zur solaren Selbst- und Nahstromversorgung weitergeht. "In ersten Marktsegmenten wird in Kürze erreicht, was immer politisches Ziel war: Solarstrom wettbewerbsfähig zu machen. Es wäre absurd, die EEG-Förderabhängigkeit von Solaranlagen jetzt durch eine Abgabe auf selbst genutzten Solarstrom künstlich zu verlängern", sagt Körnig.

Hintergrund

Die Solarstromförderung für Neuinvestitionen wurde in den letzten Jahren zu schnell reduziert wie die nachfolgenden Zahlen belegen: So sanken die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährten Einspeisetarife für neue Solarstromanlagen in den vergangenen zwei Jahren um 56 Prozent, während die durchschnittlichen Preise für neue schlüsselfertige Solarstromsysteme nur um 25 Prozent reduziert werden konnten (vgl. Infografik).

In der Folge sind 2013 in Deutschland nach aktuellen Statistiken der Bundesnetzagentur lediglich 124.000 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von zusammen 3.304 Megawattpeak (MWp) neu installiert worden. Das ist ein Einbruch von mehr als 56 Prozent gegenüber 2012, als noch Solaranlagen mit einer Leistung von 7.604 MWp errichtet wurden. Im Jahr 2008 hatte der Solarmarkt zuletzt einen schwächeren Zubau (rd. 1.950 MWp). Besonders stark eingebrochen sind Investitionen in Gewerbe und Industrie (vgl. Infografik).

Aufgrund der Tatsache, dass die Preise schlüsselfertiger Solarstromanlagen seit 2006 durch technologischen Fortschritt und einen harten internationalen Wettbewerb um zwei Drittel gesunken sind, verursacht auch ein starker zukünftiger Solarstromzubau keinen spürbaren Anstieg der Stromkosten mehr. So lässt die Inbetriebnahme neuer Solarstromanlagen mit einem Gigawatt Leistung die Verbraucher-Strompreise inzwischen nur noch um 0,019 Cent je Kilowattstunde ansteigen. Die Photovoltaik zählt deshalb auch nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums inzwischen im Neubau zu den günstigsten Energieformen überhaupt (vgl. Infografik).




(Autor: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Solarstromzubau | Energiewende (372) | EEG-Förderung | Fördereinschnitte | Arbeitsplätze (31) | Photovoltaik (210)




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