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Zukunft der Geothermie

21.02.14  09:00 | Artikel: 961235 | News-Artikel (e)

Zukunft der Geothermie
Franz Untersteller,
Umweltminister
Baden-Württemberg
©baden-wuerttemberg.de
Umweltminister Franz Untersteller hat bei der Eröffnung der Messe GeoTHERM in Offenburg auf die Bedeutung der Geothermie hingewiesen:

«Wir wollen den Anteil der erneuerbaren Energien in der Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2020 auf rund 21 Prozent verdoppeln. Dies gelingt uns aber nur, wenn wir die Geothermie weiterhin nutzen können.»

Hierzu müssten die Bohrungen mit großer Sorgfalt vorgenommen und die vom Umweltministerium überarbeiteten Leitlinien zur Qualitätssicherung eingehalten werden, so Minister Untersteller mit Blick auf die sechs im Land bekannten Schadensfälle der oberflächennahen Geothermie in Staufen, Schorndorf, Leonberg, Renningen, Wurmlingen und Rudersberg sowie den aktuellen Verdachtsfall in Böblingen.

Zwar seien die Bohrungen in diesen Orten allesamt vor dem Inkrafttreten der verschärften Qualitätsleitlinien im Jahr 2011 vorgenommen worden und stünden derzeit über 30.000 unauffälligen Erdwärmesonden im Land gegenüber, aber jeder Schaden sei ein Schaden zu viel, betonte Franz Untersteller.

"Wir müssen alles daran setzen, dass im Zusammenhang mit einer Erdwärmesondenbohrung kein neuer Schadensfall entsteht", mahnte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die anwesenden Branchenvertreter. Keinesfalls dürfe daher an der Qualitätssicherung oder der Überwachung der Bohrungen gespart werden.

Auch das Land investiere in die Qualität der Geothermie, sagte Franz Untersteller. So laufe aktuell ein Forschungsprojekt zum Rückbau von Bohrstellen, um bei künftigen Problemen, so sie denn trotz allen Vorsichtsmaßnahmen doch nochmals auftreten sollten, deutlich schneller als bisher reagieren und den Eintritt eines Schadens damit möglichst verhindern oder zumindest begrenzen zu können.

Ein weiteres Forschungsprojekt des Landes beschäftige sich mit Verbesserungen bei den eingesetzten Baustoffen und der anzuwendenden Mischtechnik. Die Laufzeit der Projekte beträgt zwei Jahre, erste Zwischenergebnisse werden Anfang 2015 erwartet.

Umweltministerium: Oberflächennahe Geothermie




(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Geothermie

Schlagworte:

GeoTHERM (10) | Geothermie (10) | Wärmeerzeugung (3) | Bohrungen | Qualitätssicherung | Erdwärmesondenbohrung | Vorsichtsmaßnahmen (2)




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