Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Karte: Re-Dispatch Maßnahmen im Februar 2014 - Stromspeicher zur Netzstabilität

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Karte: Re-Dispatch Maßnahmen im Februar 2014 - Stromspeicher zur Netzstabilität

11.03.14  15:00 | Artikel: 961275 | News-Artikel (Red)

Karte: Re-Dispatch Maßnahmen im Februar 2014 - Stromspeicher zur Netzstabilität
Eingriffe in das Stromnetz
im Februar 2014 | Karte
Unter einem Re-Dispatch versteht man eine Art des Eingriffes in das Stromnetz, um dessen Stabilität zu gewährleisten. Aus dem Handel mit Strom ergibt sich ein primärer Fahrplan für Kraftwerke jeglicher Art, der zunächst den Bedarf und die Erzeugung hinsichtlich der Menge und Zeitpunkt vereint. Aufgabe des Übertragungsnetzes ist es die entstehenden räumlichen Unterschiede auszugleichen. Da die Leitungen des Übertragungsnetzes physikalische Grenzen haben, sind die Betreiber berechtigt eine Umverteilung vorzunehmen – also ein Kraftwerk aufzufordern die Wirkleistung zu reduzieren, ein anderes die Wirkleistung zu erhöhen. Man spricht von einem Re-Dispatch.

Im Februar 2014 wurden nach Angaben der Betreiber 388 Umverteilungen vorgenommen, die 35 der mehr als 1300 Kraftwerke (>10MW) in Deutschland betraf.

Insgesamt wurde die Anweisung gegeben die Wirkleistung um 38,9 GWh zu reduzieren und 62,4 GWh zur Erhöhung. Wie bereits im Mai 2013 beschrieben, sollte eigentlich eine Mengengleichheit zwischen der Anforderung zur Erhöhung und der Reduzierung gegeben sein. Auf der Seite der 4 Übertragungsnetzbetreiber steht dazu:

Durch die Absenkung der Wirkleistungseinspeisung eines oder mehrerer Kraftwerke bei gleichzeitiger Steigerung der Wirkleistungseinspeisung eines oder mehrerer anderer Kraftwerke bleibt in Summe die gesamte Wirkleistungseinspeisung nahezu unverändert bei gleichzeitiger Entlastung eines Engpasses.


In den Werten von 2014 ist auch das mengenmäßig größte Re-Dispatch Ziel berücksichtigt, der für den gesamten Februar 2014 eine Erhöhung von 19,3 GWh bei den Vorarlberger Illwerke AG angefordert wurde. Schaut man auf die Kraftwerksliste des Unternehmens, dann stellt man fest, dass es sich hierbei um eine Vielzahl von Speicherseen handelt.

Die bereits heute wichtige Rolle von Speichertechnologien wird damit vielleicht ein bisschen weiter greifbar, allerdings lässt sich die Mengendifferenz auch weiterhin nicht erklären.

Ärgerlich ist die beobachtete Mengendifferenz, da sich dadurch eine Verfälschung des gehandelten Marktvolumens ergibt. Im Falle einer stärkeren Erhöhung als Reduktion, wie sie im Februar 2014 bestanden hat, deutet dies darauf hin, dass mehr Strom real benötigt wurde, als über den Handel eingekauft wurde. Diese Nachfrage, die rein über einen Re-Dispatch befriedigt wurde, führt zu potentiell niedrigeren Preisen am Spot-Markt. Kritisch, da es hier eine direkte Kopplung mit dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz gibt und somit sich auf die Strompreise der Letztverbraucher auswirkt.

Betrachtet man Deutschland isoliert, dann kann man auch für den Februar 2014 feststellen, dass es eine räumliche Umverteilung von Nord-Ost nach Süd-West gibt. Für die Planung von neuen Kraftwerksstandorten, oder auch Leitungstrassen sollte dies berücksichtigt werden, denn es ist ein Indiz für ein permanentes Ungleichgewicht zwischen Handel und Physik, welches nur bedingt ausgeglichen werden kann.

Auch wenn so nicht erreichbar – sollte trotzdem das Ziel eine 0-Re-Dispatch Strategie sein. Schwankende Erzeugung und Prognosefehler werden immer für zu eine solche Maßnahme notwendig machen, können sie aber minimiert werden, so geht die Schere zwischen Handel und Realität nicht weiter auseinander. Letztendlich ist ein Re-Dispatch ein Eingriff in den freien Markt, der als letzte Instanz zur Sicherung der Netzstabilität zu sehen ist.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Re-Dispatch (6) | Karte (11) | Stromspeicher (16) | Netzstabilität (19) | Fahrplan (5) | Kraftwerke (69) | Wirkleistung (2) | Mengendifferenz




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961275







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.