Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

BITKOM: Fast ein Drittel der Unternehmen verzeichnet Cyberangriffe

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










BITKOM: Fast ein Drittel der Unternehmen verzeichnet Cyberangriffe

12.03.14  09:20 | Artikel: 961278 | News-Artikel (e)

BITKOM: Fast ein Drittel der Unternehmen verzeichnet Cyberangriffe

  • Mehrheit der IT-Sicherheitsvorfälle ereignet sich vor Ort in den Betrieben
  • Ein Viertel erhöht infolge der NSA-Affäre Investitionen in IT-Sicherheit

Nahezu jedes dritte Unternehmen in Deutschland (30 Prozent) hat in den vergangenen zwei Jahren Angriffe auf seine IT-Systeme verzeichnet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 403 Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Danach sagen 58 Prozent der betroffenen Unternehmen, dass die Angriffe «vor Ort» erfolgten und zum Beispiel gezielt Daten gestohlen oder Schadprogramme per USB-Stick eingeschleust wurden.

30 Prozent der Unternehmen berichten, dass die Angriffe über das Internet erfolgt sind. "Cyberattacken können zum Verlust von Geschäftsgeheimnissen führen und gefährden die Arbeitsfähigkeit eines Unternehmens", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf auf der CeBIT in Hannover. "Wir gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, da Daten häufig unbemerkt abfließen oder kompromittiert werden."

Laut Umfrage hat sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit infolge der NSA-Affäre erhöht. Fast drei Viertel (74 Prozent) der Unternehmen sehen Angriffe auf ihre Computer und Datennetze durch Cyberkriminelle oder ausländische Geheimdienste als reale Gefahr. Bei einer vergleichbaren BITKOM-Umfrage im Jahr 2012 waren es erst 63 Prozent.

Die Studie zeigt, dass 36 Prozent der Unternehmen die NSA-Affäre darüber hinaus zum Anlass genommen haben, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Zwei Drittel der Unternehmen, die aktiv geworden sind, haben organisatorische Verbesserungen eingeführt, zum Beispiel ein Zugriffsmanagement für bestimmte Daten oder physische Sicherheitskontrollen. 43 Prozent haben Firewalls und 35 Prozent Virenschutzprogramme eingeführt oder bestehende Systeme erneuert. Ein Drittel der Unternehmen hat die Schulungen für Mitarbeiter intensiviert. Darüber hinaus haben fast ein Viertel (23 Prozent) aller befragten Unternehmen infolge der NSA-Affäre ihre Ausgaben für IT-Sicherheit erhöht.

Kempf: "Die gute Nachricht zur NSA-Affäre lautet: Die Wirtschaft nimmt das Thema IT-Sicherheit ernst und investiert."

Eine positive Entwicklung zeigt sich in diesem Sinne auch bei der Verbreitung von Notfallplänen für den Fall eines Datenverlustes. Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) haben inzwischen einen solchen Notfallplan. Vor zwei Jahren waren es bei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern erst 63 Prozent. Bezieht man kleinere Unternehmen ab 3 Mitarbeitern ein, war es sogar nur die Hälfte.

"Bei Angriffen auf IT-Systeme ist Zeit immer ein kritischer Faktor", sagte Kempf. "Ein Notfallplan listet die wichtigsten Geschäftsprozesse des Unternehmens auf und beschreibt, was im Schadensfall zu tun und wer zu informieren ist." Wer ein klares Vorgehen festgelegt hat, könne den Schaden eines IT-Sicherheitsvorfalls deutlich begrenzen.

Angesichts der Abhöraffäre fordert der BITKOM politische Konsequenzen. "Bei der Aufarbeitung der NSA-Affäre durch die Politik stehen wir noch ganz am Anfang", sagte Kempf. "Notwendig sind unter anderem neue Verhandlungen über internationale No-Spy-Abkommen." Auch innerhalb der EU solle man sich auf entsprechende Vereinbarungen einigen, um die Grundrechte der Bürger zu schützen und Wirtschaftsspionage durch Geheimdienste zu verhindern. Weitere wichtige Themen sind Regelungen für internationale Datentransfers und die rechtlichen Voraussetzungen, wann Unternehmen Kundendaten an staatliche Stellen herausgeben müssen.

Die Bedeutung der IT-Sicherheit reicht aus Sicht des BITKOM weit über die Abhöraffäre hinaus. "Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen die Gefahren durch Cyber-Kriminelle, die sich immer professioneller organisieren", sagte Kempf. Die Unternehmen müssten sich so aufstellen, dass sie in der Lage sind, ihre Organisation bestmöglich zu schützen. Das fängt mit der Identifizierung sicherheitskritischer Daten an, reicht über die Sensibilisierung und Qualifizierung der Mitarbeiter durch Weiterbildungsmaßnahmen bis zur regelmäßigen Überprüfung aller technischen Maßnahmen.

Notwendig sei zudem eine neue Sicherheitskultur, die einen offenen Umgang mit dem Thema zulässt. "Aktuell wagt es kaum ein Unternehmen öffentlich über Sicherheitsprobleme zu sprechen, weil die Angst vor einem Reputationsverlust groß ist", sagte Kempf. Die Informationen der IT-Anwender über Sicherheitsvorfälle tragen dazu bei, ein aktuelles Bild der Bedrohungslage zu erhalten. Unternehmen und andere Organisationen könnten dann frühzeitig gewarnt werden.

Kempf: "Wir fordern alle Unternehmen auf, Informationen zu IT-Sicherheitsvorfällen freiwillig auf anonymer Basis zu teilen." Unter dem Dach der "Allianz für Cybersicherheit" hat der BITKOM zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein entsprechendes Meldesystem aufgebaut. Zudem könnten IT-Anwender von den Erfahrungen anderer lernen. Kempf: "Die Allianz für Cybersicherheit mit ihren aktuell rund 700 Mitglieder ist eine ideale Plattform, über die sich IT-Sicherheitsexperten austauschen können."

Hinweis zur Methodik: Im Auftrag des BITKOM sind 507 IT-Verantwortliche und Geschäftsführer von Unternehmen ab 50 Mitarbeiter befragt worden. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Für die Durchführung waren Bitkom Research und ARIS Umfrageforschung verantwortlich.




(Quelle: BITKOM)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Internet | Wirtschaft | Sicherheit | Datenschutz | Studie

Schlagworte:

Cyberangriffe (5) | Sicherheit (137) | IT-Systeme | NSA-Affäre (5) | Cyberkriminelle (2) | Geheimdienste (27) | Notfallplan




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961278







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
3.8.16 | Artikel: 970070
Telekom-Umfrage: Internetnutzer wollen Datenhoheit zurück

Die Menschen trauen dem Schutz ihrer Daten im Internet nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung zur digitalen Selbstbestimmung, die das Cologne Center for ethics, rights, economics, and social sciences of health (ceres) unter Leitung von Prof.

30.9.16 | Artikel: 970087
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung kommt!

Ab dem 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Betroffene müssen dann in einfacher Sprache bei der Erhebung von personenbezogenen Informationen transparent darüber aufgeklärt werden …

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
4.8.16 | Artikel: 970071
PIRATEN: Fluggastdaten: Wir brauchen endlich sicheren Datenschutz

Nicole Britz, Vorsitzende der Piratenpartei Bayern, zum Skandal um die öffentlich einsehbaren Fluggastdaten:…

16.5.17 | Artikel: 980011
Update: Weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware

Die Gefährdungslage durch die aktuellen Cyber-Angriffe mit der Ransomware «WannaCry» ist unverändert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet die Lage weiterhin intensiv und unterstützt Betroffene in Deutschland bei der Bewältigung der Vorfälle. …

3.3.17 | Artikel: 980005
Frühjahrsputz für das Smartphone

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Checkliste für mehr Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones veröffentlicht.

29.11.16 | Artikel: 970095
Cyber-Angriffe auf Telekom: BSI fordert Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen

Am 27. und 28. November 2016 sind über 900.000 Kundenanschlüsse der Deutschen Telekom von Internet- und Telefonieausfällen betroffen gewesen.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
30.1.17 | Artikel: 980003
America First: Datenschutz nur noch für (US-)Inländer

Die amerikanischen Technologie-Giganten Google, Facebook, Microsoft, Twitter und Amazon werden womöglich die ersten Opfer der von Präsident Trump verfolgten «America First»- Politik sein.

11.8.16 | Artikel: 970077
Peter Schaar: Terrorismusbekämpfung: Hände weg von der ärztlichen Schweigepflicht

Wenn es nach dem Willen der Innenminister geht, die der CDU/CSU angehören, soll es also schon wieder ein neues «Anti-Terror-Paket» geben, das zweite in diesem Jahr.