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Kommentar: Die neue Amazon Prime Mitgliedschaft: Vorteil oder Verarsche?

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Kommentar: Die neue Amazon Prime Mitgliedschaft: Vorteil oder Verarsche?

12.03.14  09:43 | Artikel: 961281 | Proteus Statement

Kommentar: Die neue Amazon Prime Mitgliedschaft: Vorteil oder Verarsche?
Amazon-Mantra:
«Prime Instant Video ist mit mehr als
12.000 herausragenden Filmen und
Serienepisoden ein tolles Angebot»
Die Meinungen über Amazon gehen in der Bevölkerung weit auseinander. Auf der einen Seite werden Angestellte schlecht entlohnt und behandelt, auf der anderen Seite steht Amazon für ein hohes Maß an Dienstleistung bei der Bestellabwicklung.

Seit 26.2.2014 hat Amazon die Leistungspalette der Prime-Mitgliedschaft verändert.
Jedoch ... Ist wirklich alles Gold was glänzt?

Ich gebe ja offen zu, dass normalerweise alles, was nur amerikanisch aussieht bei mir eher Abscheu auslöst; und das nicht erst seit NSA und Co. Trotzdem ist Amazon ein Laden, der das Einkaufen in der Vergangenheit eher einfach und unkompliziert gemacht hat. Vermutlich bin ich deshalb auch seit Jahren dort Kunde und bestelle viele Dinge des täglichen Lebens bei Amazon - allein schon wegen der einfachen Garantieabwicklungen.

Prime Mitgliedschaft jetzt mit «Prime Instant Video»

Doch vor ein paar Tagen hat Amazon den Leistungsumfang der Prime Mitgliedschaft geändert. Ursprünglich war das Prime Programm dafür gedacht, einen festen Jahresbeitrag zu zahlen und dafür bei Prime-Artikeln keine Versandkosten zu bezahlen. Kein schlechter Deal, wenn man öfter bestellt.

Doch nun wurde die Prime Mitgliedschaft um das neue «Prime Instant Video» erweitert. Mitglieder haben damit die Möglichkeit kostenlos und unbegrenzt Filme und Serien auf die heimischen Endgeräte zu streamen. Eigentlich Kinogenuss pur, so könnte man meinen. Dafür sind jedoch statt den früher berechneten 29,00 EUR jetzt 49,00 EUR pro Jahr fällig.

Amazon selbst rechnet vor, dass auf Grund der Zusammenlegung - Prime-Mitgliedschaft und ehemals LoveFilm - jetzt eher eine Ersparnis von 59,00 EUR im Vergleich zu beiden Mitgliedschaften zu sehen sei.

Ich hatte die Info über die Änderung der Prime Mitgliedschaft gelesen und mein erster Gedanke war: So ein Bullshit!

Das ist ja, als ob meine Kfz-Versicherung jetzt fast 70% teurer wird, nur weil ich pro Jahr eine Gratis-Waschmaschine bekomme. Beide Programme haben per se nichts miteinander zu tun. Da drängt sich schnell der Gedanke auf, das das wohl eine tolle Möglichkeit war, die Beiträge zu erhöhen und noch was draufzulegen. Doch nach außen hin verkauft Amazon das Ganze als einen großartigen Erfolg. Eine Dienstleistung, die viele Kunden schon immer so haben wollten.

Journalistischer Grundsatz: Nachfragen statt pauschal urteilen

Bevor ich nochmal Bullshit sage, hatte ich der Pressestelle von Amazon vier einfache, sachliche Fragen gestellt.

Nur die Frage, ob denn eine Mitgliedschaft wie früher - ohne das Video-Gekröse - möglich sei, wurde definitiv beantwortet:

Prime und Prime Instant Video werden nur noch kombiniert angeboten und zwar als günstige und komfortable jährliche Mitgliedschaft. Die Leistungen des Amazon Prime Pakets – Gratis-Lieferung am nächsten Tag für Millionen von Artikeln und über 500.000 kostenlose Bücher in der Kindle-Leihbücherei wurde um unbegrenztes Streaming von mehr als 12.000 Filmen und Serienepisoden erweitert, das alles für nur 49€ im Jahr – das ist ein großartiges Angebot.

Allerdings kam die Antwort wohl eher nicht von einer Pressestelle. In der Signatur stand was von PR ... 444 Zeichen für eine Antwort, bei der es auch 66 (kursiv dargestellt) getan hätten. Und jede Menge Füllmaterial, das eigentlich ja schon klar und damit völlig unnötig war. Wenn man sowas liest, dann gehen da schon ein paar Alarmglocken an.

Im Folgenden wollte ich noch wissen, welche belastbaren Fakten der Aussage 'Publikums-Liebling' in Bezug auf die Amazon-Produktion «Alpha House» zu Grunde liegen. Weiterhin, wie sich denn die Aktualität der über 12.000 Filme und Serien zusammensetzt und wie viele Mitglieder denn beide Programme zum Zeitpunkt der Umstellung hatten.

PR statt Antworten - Marketing müllt Journalisten zu

Auch diese drei weiteren Fragen wurden mit knapp 2000 Zeichen plattgemacht. Die allerdings nur aus leeren Worthülsen bestanden und die Fragen nicht konkret beantworteten. Im Gegenteil. Man verwies für weitere Information nochmals auf die bereits bekannte Pressemitteilung, die ja mit ein Grund für meine Nachfrage war.

Da fragt man sich, für wie blöd die Pressestelle PR-Abteilung Marketing-Abteilung von Amazon Journalisten hält. Allein die Pressemitteilung ist ein Meisterwerk der Dummheit und Verblödung. Auf knapp drei Seiten werden immer wieder die gleichen Informationen stetig wiederholt. Gut sechs Mal findet man z.B. Formulierungen wie "Prime Instant Video ist mit mehr als 12.000 herausragenden Filmen und Serienepisoden ein tolles Angebot".

Diese Art von Schreibstil kannte ich bisher eher aus Multi-Level-Marketing-Veranstaltungen (auch da bluten einem die Ohren vor so viel Müll).
Aufdringlich, für normal denkende Menschen fast schon peinlich, manipulierend und voller haltloser Behauptungen - sprich Lügen.

Sorry, Amazon! Redet euch den Erfolg in die eigene Tasche und kommuniziert bloß nicht mit anderen - schon gar nicht wahrheitsgemäß.

Fazit: Kündigung der persönlichen Mitgliedschaft und Warnung vor der Marketingabteilung und der Strategie des Unternehmens.

... und so bestätigt sich mein Vorurteil wieder einmal aufs neue. US-Unternehmen gehören einfach in die Wüste geschickt.

Andere Artikel, die zum Thema passen:

CM-Blogger: Weniger PR-Bullshit-Bingo, please!

18.12.13: Imagefilm ad absurdum: Obststandl Didi (Video)
10.10.13: Fundstück der Woche - Kundenfreundlichkeit bei airberlin
03.08.11: Dienstleistungsgedanke bei GMX



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Kundenerfahrung (3) | Servicegedanke (2) | Abzocke (13) | Mitgliedschaft | Kosten (126) | Marketing (34)




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