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EuPD: Der deutsche Solarstrom-Markt 2013/14 - Überblick und Prognosen

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EuPD: Der deutsche Solarstrom-Markt 2013/14 - Überblick und Prognosen

14.03.14  08:00 | Artikel: 961292 | News-Artikel (e)

EuPD: Der deutsche Solarstrom-Markt 2013/14 - Überblick und PrognosenEinen ausführlichen Überblick zur aktuellen Situation auf dem deutschen PV-Markt boten die zwei Vorträge der EuPD Research Experten Dr. Thomas Olbrecht, Leiter der Abteilung Marktforschung und Martin Ammon, Senior Analyst EuPD Research, auf dem 7. German PV Market Briefing in Frankfurt am 5. Februar 2014.

Übereinstimmend betonten die Experten, dass die Entwicklungsmöglichkeiten auf dem deutschen Solarstrom-Markt, ebenso wie die der europäischen Nachbarn, zukünftig stark von Entscheidungen aus Brüssel abhingen. "Für Deutschland, den weiterhin führenden Markt Europas, bedeuteten die Maßnahmen eine starke Zunahme von Vorgaben und Richtlinien", betont Olbrecht.

Auf den deutschen Markt fokussiert, könnten die Entwicklungen im Bereich des gesamten Photovoltaik-Zubaus ab Beginn 2013 als abruptes Ende einer Rekordjagd zusammengefasst werden. Mit einem Wert von 3.304 MW neu installierter Leistung liegt der Zubau 2013 um 57% unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang um über die Hälfte wurde mit 3.471 MW bereits ein Jahr zuvor von EuPD-Research prognostiziert.

Trend geht weiter zu Kleinanlagen

Für das kommende Jahr sehen die Experten Tendenzen weg von Großprojekten über 1 MWp, hin zu Kleinanlagen. Der Anteil am Gesamtmarkt von Installationen bis 10 kWp verdoppelte sich von 2012 auf 2013 von 9% auf 18%. Diese Tendenz wird 2014 fortgesetzt.

Eine mögliche Begründung für das stabile Kleinanlagen-Segment, für das EuPD Research einen leichten Zuwachs ankündigt, liegt im Motivationsprozess: Mit 54% stellen Eigenverbrauch sowie Energieunabhängigkeit nun das ausschlaggebende Motiv für eine Kaufentscheidung dar. Eine sichere Geldanlage liegt mit 21% nach Umweltbewusstsein (44%) und Rendite (24%) an letzter Stelle. Auffällig ist hierbei, dass der Wunsch nach Unabhängigkeit bis 2012 um 88% stieg – sicherlich ein Resultat der stetig steigenden Strompreise.

Im Kleinanlagensegment spielt der Installateur für die Kaufentscheidung die wichtigste Rolle – seine Empfehlungen haben mehr Einfluss, als beispielsweise günstige Preisangebote oder das Markenimage. Großes Potential besteht hier für eine neue Entwicklung der Branche – die PV Speicher. Bis Ende 2013 stieg in Deutschland die Zahl installierter PV-Speichersysteme von unter 2.000 in 2012 auf knapp 5.000 im vergangenen Jahr an. Sie werden als zukünftiger Trend der Solarindustrie gewertet.

Speicherlösungen für viele noch zu teuer

Bereits 94% der Kunden haben von Speicherlösungen gehört, jedoch wird nur bei 3% von ihnen ein Speicher installiert. Hier bremst bislang vor allem der hohe Preis die Nachfrage noch aus. Um das neue Potential ausschöpfen zu können, müssten Installateure verstärkt auf die Leistungsvorteile eingehen und Bedenken gegenüber mangelnder Qualität ausräumen. Werden diese Faktoren berücksichtigt, prognostiziert EuPD Research für Retrofit-Installationen ebenso wie für Neuinstallationen einen stetigen Anstieg. 2014 wird die Gesamtzahl 10.000 Installationen an Speicher überschreiten, für 2016 könnte die Zahl von 40.000 Systemen erreicht werden.

Die EuPD Research Interviews mit über 200 Installateuren ergaben, dass 71% der befragten Betriebe 2013 Speichersysteme im Angebot hatten und weitere 17% die Aufnahme ins Sortiment für 2014 planen. Für die Auswahl der Produkte spielen hier vorwiegend die technologische Reife und die Garantiebestimmungen eine Rolle. Ähnlich verhält es sich mit den Gründen für den Kauf von PV-Modulen. Qualität und Lieferbedingungen stellen für Installationsbetriebe wesentlich wichtigere Merkmale da, als niedrige Preise und das Markenimage.

Ein erfolgreicher Vertrieb von Solartechnik läuft somit vorwiegend über die Installateure. Diese müssen von den Herstellern kontaktiert und überzeugt werden – eine engere Zusammenarbeit ist maßgeblich und ausdrücklich von Seiten der Installateure gewünscht. Der Endkunde als Adressat für Marketingmaßnahmen spielt dagegen für Hersteller eine geringe Rolle.


Neben einer Zusammenfassung der zentralsten Ergebnisse des 7. German PV Market Briefings haben wir folgende Experten interviewt:

  • Florian Abel | Mitglied der Geschäftsleitung | FR-Frankensolar GmbH

  • Alexander Gerlach | Senior Specialist im Bereich Global Market Intelligence
    Hanwha Q Cells GmbH

  • Dr. Holger Krawinkel | Mitglied der Geschäftsleitung
    Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Berlin

  • Anita Priller | Umweltschutztechnikerin & Solarteurin | April-Solar

  • Dr. Sabine Schulte-Beckhausen | Rechtsanwältin
    Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Köln

  • Dr. Nico Storz | Berater für Bürgerenergieprojekte
    Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.

Die Zusammenfassung sowie die Interviews finden Sie nachfolgend als PDF-Download.

7. German PV Market Briefing:
Experten im Gespräch - Interviews und Markteinschätzungen




(Quelle: EuPD Research)


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Themenbereiche:

erneuerbare EnergienPhotovoltaik | Veranstaltung | Speicher

Schlagworte:

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