Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Agora Energiewende: Mehr Energieeffizienz macht Energiewende deutlich günstiger

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Agora Energiewende: Mehr Energieeffizienz macht Energiewende deutlich günstiger

20.03.14  10:04 | Artikel: 961307 | News-Artikel (e)

Agora Energiewende: Mehr Energieeffizienz macht Energiewende deutlich günstiger20 Milliarden Euro Einsparungen jährlich möglich. Netzausbau kann deutlich verringert werden.

Mehr Ehrgeiz beim Energiesparen kann die Kosten des Stromsystems deutlich senken. Wenn der Stromverbrauch in den nächsten 20 Jahren um 10 bis 35 Prozent gegenüber heute reduziert wird, senkt das Deutschlands Stromrechnung um jährlich steigende Milliardenbeträge. Im Jahr 2035 wären Einsparungen zwischen 10 und 20 Milliarden Euro möglich. Die Einsparungen kommen durch geringere Investitionen in fossile und erneuerbare Kraftwerke sowie durch geringere Ausgaben für Brennstoffe und für den Netzausbau zustande.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie der Prognos AG und des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen für Agora Energiewende. Das Projekt wurde in Kooperation mit der European Climate Foundation (ECF) und dem Regulatory Assistance Project (RAP) durchgeführt. In der Studie wurden die Stromgestehungs- und Systemkosten innerhalb Deutschlands berechnet, um Effizienzgewinne beziffern zu können.

Der Studie zufolge zahlt sich mehr Energieeffizienz von Jahr zu Jahr stärker aus. Demnach könnten im Jahr 2050 sogar zwischen 15 und 28 Milliarden Euro eingespart werden. Zudem könnte der Netzausbau im Übertragungsnetz bis 2050 um mehr als die Hälfte von etwa 8.500 Kilometer auf etwa 4.000 Kilometer reduziert werden.

Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende: "Energie, die nicht verbraucht wird, muss nicht produziert, transportiert und bezahlt werden. Würde das Stromsparziel aus dem Energiekonzept von 2010 umgesetzt, führte dies zu jährlich steigenden Einsparungen, die im Jahr 2035 insgesamt zwölf Milliarden Euro erreichen."

Bisher fehlten jedoch konkrete Maßnahmen, um den Stromverbrauch im Jahr 2020 um zehn Prozent und im Jahr 2050 um 25 Prozent unter das Niveau von 2008 zu senken. Diese Zielmarken sieht das Energiekonzept vor. "Die Studie ist ein Plädoyer dafür, der Energieeffizienz mehr Bedeutung beizumessen", so Graichen. "Auf der politischen Tagesordnung stehen 2014 die sachgerechte Umsetzung der EU-Effizienzrichtlinie sowie ein ambitionierter Energieeffizienzaktionsplan."

In der Studie wurde außerdem erstmals ein Wert für jede eingesparte Kilowattstunde ermittelt. "Die eingesparte Kilowattstunde ist die günstigste. Erstmalig können wir dieser Aussage jetzt auch einen Preis beimessen: Demnach bewirkt jede eingesparte Kilowattstunde Strom eine Kosteneinsparung im Stromsystem zwischen 11 und 15 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2035", sagt Friedrich Seefeldt von der Prognos AG. Die Kosten, um diese Einsparungen zu erzielen, seien bei vielen Effizienzmaßnahmen hingegen wesentlich niedriger – in diesen Fällen ist eine Umsetzung damit auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sinnvoll.

Ein effizientes und schlankes Stromsystem senkt zudem den Ausbaubedarf bei Stromnetzen. Christopher Breuer vom IAEW: "Dem Effizienzpfad des Energiekonzepts folgend kann unter bestimmten Umständen der in Deutschland bis 2050 erforderliche Übertragungsnetzausbau um bis zu 50 Prozent reduziert werden – im Vergleich zu einem Effizienzpfad ohne große Stromsparambitionen." Die Einsparungen beim Ausbau des Übertragungsnetzes sind unter anderem davon abhängig, ob der hierzulande erzeugte Strom aus Erneuerbaren auch in Nachbarländer transportiert werden soll.

Die Studie beziffert darüber hinaus die Einsparpotenziale bei CO2-Emissionen und bei Importkosten für Brennstoffe. Demnach können im Jahr 2020 die CO2-Emissionen um neun Millionen Tonnen reduziert werden, wenn der Stromverbrauch entsprechend dem Energiekonzept-Ziel um zehn Prozent sinkt. Die Importabhängigkeit verringert sich nachhaltig. Deutschland kann im Jahr 2020 Kohle- und Gasimporte von 1,2 Milliarden Euro sparen.

"Mehr Energieeffizienz bedeutet weniger Kosten, größere Unabhängigkeit von Energieimporten und mehr Klimaschutz. Die Energiewende-Ziele werden so schneller und günstiger erreicht", bilanziert Graichen die Studie.

Die Studie "Positive Effekte von Energieeffizienz auf den deutschen Stromsektor" finden Sie im Internet hier.




(Quelle: Agora Energiewende)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Energieeffizienz | Studie

Schlagworte:

Energieeffizienz (63) | Energiewende (372) | Netzausbau (52) | Stromverbrauch (50) | Studie (123) | Prognos AG




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961307







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!