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E-Mobilität als Gewinner des EEG 2.0?

21.03.14  14:30 | Artikel: 961313 | News-Artikel (Red)

E-Mobilität als Gewinner des EEG 2.0?Windkraft: Abgewürgt. Photovoltaik? Eigenverbrauch? Über einer gewissen Anlagengröße auch unrentabel. Ein neues E-Mobil könnte helfen.

Auch auf dem Dach bei blog.stromhaltig soll irgendwann Strom erzeugt werden. Am besten einen Teil dieses Stroms selbst nutzen, doch schnell landet man über den 10 kWp Bagatellgrenze bei der zukünftig eine Abgabe für selbst erzeugten Strom anfallen soll.

Es ist eine wilde Diskussion über das entstanden, was da irgendwann um/nach Ostern 2014 kommen soll. Mit einer Apfelbaumsteuer wurde der Entwurf verglichen, also einer Abgabe auf Äpfel vom eigenen Baum (wenn dieser zu groß wird). Wirklich viel Einsprüche sind allerdings an offizieller Stelle (BMWi) noch nicht eingegangen, wie auch der Sonnenflüsterer in einem aktuellen Beitrag bemerkt.

Ein Grund? Vielleicht, dass man es so macht wie die Unternehmen. Es gibt eine Änderung und man versucht schnellstens die neuen Chancen zu erkennen. Die Chance bei der Novelle könnte die E-Mobilität sein.

Im letzten Jahr hatte ich noch geplant eine PV-Anlage auf das Dach. Eventuell sogar etwas Kleinwind. Dann kam die Wahl und weg war das Kapital wie ein scheues Reh. Die Gegenfinanzierung war zu unsicher geworden und deutlich unter 10% Rendite auch eher als Risiko-Entschädigung anzusehen. Lustig, dass zwei Solarteure es dennoch versuchten und schwub in die Renditefalle getappt sind.

Nach genauerer Betrachtung könnte der Traum vom Zweitwagen mit Elektromotor anstelle Dinosaurier-Verbrennung wieder an Bedeutung gewinnen. Im Frühjahr 2015 steht der Austausch unseres Kleinwagens an. Würde es mir gelingen bis dahin auch eine Stromerzeugungs-Einrichtung aufzubauen (erst einmal Solar), dann könnte der Zweitwagen mit nur wenigen 10km am Tag zu 100% mit Sonnenstrom geladen werden.

Eine lustige Lücke in der aktuellen Novelle macht es eventuell möglich, dass auf die Betankung mit Solar-Strom keine EEG-Vergütung gezahlt werden muss, denn der Strom wird nicht in “unmittelbarer Nachbarschaft” zur Anlage verbraucht, sondern transportiert…

Braucht man dann 4 Stromzähler? Die Frage wird richtig spannend, denn nicht die gesamte elektrische Energie wird für das KFZ benötigt.

Der Rest könnte im Haus verbraucht werden. Wenn auch dort nicht, dann tendiere ich persönlich zum “Erden” (also Vernichten der Energie).

Gesellschaftsfähig ist aber das Einspeisen in das öffentliche Stormnetz, damit handelt es sich aber wieder um eine Netzkopplung, wofür ein Entnahme- und ein Einspeisezähler sowie eein Eigenstromzähler verbaut werden muss. Einen weiteren Zähler braucht ohnehin schon die Wärmepumpe. Macht insgesamt 5 Stromzähler für eine Wohneinheit.
Den Gedanken, dass die Zählerhersteller bei der Novelle mitgeschrieben haben, verwerfe ich lieber…

Richtig kompliziert dürfe es spätestens auf Seiten der Energieversorger werden. Mit meinen aktuell 2 Zählern ist der Verteilnetzbetreiber bereits überfordert. Lustig werden die Zählernummern vertauscht und unterschiedliche Lastprofile angewendet. Im Haushalt sind solche Fehler noch irgendwie nachweisbar, aber muss in Zukunft dann auch der Kilometerstand des Fahrzeugs zur Beweisführung protokolliert werden?




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | eMobilität

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Windkraft (99) | Photovoltaik (210) | Eigenverbrauch (37) | E-Mobilität (2) | EEG (377)




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