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Studie: CO2-Emissionen aus der Kohleverstromung in Deutschland

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Studie: CO2-Emissionen aus der Kohleverstromung in Deutschland

25.03.14  10:00 | Artikel: 961322 | News-Artikel (e)

Studie: CO2-Emissionen aus der Kohleverstromung in DeutschlandIm Jahr 2013 ist die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Zentraler Hintergrund ist, dass der Emissionshandel zurzeit nicht die notwendige Steuerungswirkung entfalten kann. Denn aktuell sind die Preise für Emissionsberechtigungen im EU ETS zu niedrig, um einen Brennstoffwechsel zwischen Braunkohle, Steinkohle und Erdgas herbeizuführen. Dafür würden bei aktuellen Brennstoffpreisen CO 2 -Preise von über 40 € / t CO2 benötigt.

Unter den zehn Kraftwerken mit den höchsten CO 2 -Emissionen in Deutschland befinden sich 9 Braunkohlekraftwerke und nur ein Steinkohlekraftwerk. Braunkohlekraftwerke haben im Vergleich deutlich höhere spezifische CO 2 -Emissionen als Steinkohlekraftwerke. Je älter die Kraftwerke, desto höher die spezifischen Emissionen.


Die Karte zeigt die zehn Kraftwerke in der Europäischen Union mit den höchsten absoluten CO2-Emissionen. Fünf der klimaschädlichsten Kraftwerke stehen in Deutschland – alles Braunkohlekraftwerke.

Die Analyse der Wirtschaftlichkeit zeigt aber, dass Braunkohlekraftwerke im Vergleich zu Steinkohlekraftwerken oder Erdgaskraftwerken besonders wirtschaftlich sind. Damit verbleibt auf absehbare Sicht die Verstromung von Braunkohle am Strommarkt am attraktivsten, gefolgt von der Stromerzeugung mit Steinkohle.

Erdgas-Kraftwerke werden absehbar nur nachrangig eingesetzt. Braunkohlekraftwerke emittieren also nicht nur pro Kilowattstunde besonders viel CO 2 , sondern sie laufen auch in besonders vielen Stunden und produzieren deshalb auch absolut gesehen viel Strom und damit hohe Emissionen.

Die ältesten und damit ineffizientesten Braunkohlekraftwerke werden von RWE in Nordrhein-Westfalen betrieben. Viele dieser Kraftwerksblöcke haben bereits ein Alter von über 40 Jahren erreicht und sollten aus klimapolitischen Gründen stillgelegt werden.

Die neue Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag verpflichtet, die Treibhausgasemissionen Deutschlands bis zum Jahr 2020 national um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren. Soll dies durch den Emissionshandel geschehen, müsste dieser massiv gestärkt werden: Nur wenn schon weit vor 2020 Preise von über 40 € / t CO 2 generiert werden, wäre dieses Ziel noch zu erreichen.

Sollte eine ambitionierte Stärkung des Emissionshandels nicht gelingen, müssen ordnungsrechtliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Eine Verkürzung der Lebensdauer von Kohlekraftwerken auf z.B. 40 Jahre kann einen erheblichen Beitrag zur Erreichung des 40%-Ziels leisten.

Die Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit zeigen dabei, dass ordnungsrechtliche Maßnahmen insbesondere für Braunkohlekraftwerke notwendig sein werden, um die Ziele zu erreichen. Eine Beschränkung der Lebensdauer von Braunkohlekraftwerken würde darüber hinaus durch Abbau von Überkapazitäten und Verbesserung der Marktbedingungen für flexible Kraftwerke zur Umsetzung der Energiewende beitragen.


Die Karte zeigt die 30 Kraftwerke in der Europäischen Union mit den höchsten absoluten CO2-Emissionen. Darunter sind neun deutsche Kraftwerke. Von ihnen sind acht Braunkohlekraftwerke und ein Steinkohlekraftwerk.

Gesamte Studie als PDF





(Quelle: Öko-Institut e.V.)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Klima | Kraftwerke

Schlagworte:

CO2-Emissione (7) | Kohleverstromung (8) | Emissionshandel (39) | Kraftwerke (69) | Braunkohlekraftwerke (10) | Koalitionsvertrag (8) | Lebensdauer (2)




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