Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

bne zu vorläufigen Netzentgelten: «Nachteile für unabhängige Lieferanten abstellen»

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










bne zu vorläufigen Netzentgelten: «Nachteile für unabhängige Lieferanten abstellen»

29.04.14  13:00 | Artikel: 961462 | News-Artikel (e)

bne zu vorläufigen Netzentgelten: «Nachteile für unabhängige Lieferanten abstellen»Rund die Hälfte aller Netzbetreiber in Deutschland veröffentlichen nur vorläufige und nicht verbindliche Gebühren für die Nutzung ihrer Leitungen. Für unabhängige Energielieferanten, die auf Grundlage der Netzentgelte ihre Tarife kalkulieren, ist dies mehr als ein Ärgernis: Sie müssen oft sehr kurzfristig ihre Preise anpassen, wenn der Netzbetreiber von seiner ursprünglichen Aussage abweicht.

"Mit kleinen gesetzgeberischen Maßnahmen könnte die Politik hier für Klarheit sorgen und den Wettbewerb stärken", betont der Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V. (bne), Robert Busch. Der bne fordert, dass alle Änderungen bei Netzentgelten, Umlagen und Abgaben, die zum 1. Januar wirksam werden, bis spätestens bis zum 15. Oktober des Vorjahres verbindlich veröffentlicht werden müssen.

Netzbetreiber erhalten für das Durchleiten von Strom und Gas von den Lieferanten ein Netzentgelt. Die Energie liefernden Unternehmen beziehen diese Entgelte bei der Kalkulation ihrer Tarife mit ein. "Für die Lieferanten ist es daher sehr wichtig, verbindliche Angaben zu den Netzentgelten zu bekommen. Das ist leider häufig nicht der Fall", kritisiert Busch. Die Netzbetreiber sind zwar verpflichtet, die Gebühren bis zum 15. Oktober eines Jahres für das Folgejahr bekanntzugeben; mehr als die Hälfte der Unternehmen macht aber von der Möglichkeit Gebrauch, die Entgelte vor dem 1. Januar noch einmal anzupassen. "Die Preiskalkulation der betroffenen Lieferanten ist dann auf den Kopf gestellt", so Busch.

Die derzeitige Situation benachteiligt aus bne-Sicht vor allem netzunabhängige Energielieferanten. "Bei verbunden Unternehmen besteht immer die Möglichkeit, dass sie schneller an die Information aus dem Netzbetrieb herankommen als unabhängige Dritte", so Busch. Fairer Wettbewerb werde so verhindert.

Fristvorgaben ändern

Nach Ansicht des bne liegt der Grund für die immer häufiger nur vorläufig veröffentlichen Netzentgelte in den engen Fristvorgaben bei der Berechnung und Genehmigung der Gebühren. Die Entgelte berechnen die Netzbetreiber aus den Erlösobergrenzen, die die Regulierungsbehörden jedes Jahr auf Grundlage der Daten der Netzbetreiber genehmigen beziehungsweise entsprechend der Anträge anpassen.

Die Netzbetreiber müssen diese Daten und Anträge laut den geltenden Fristen der Anreizregulierungsverordnung bis zum 30. Juni eines Jahres übermitteln. Die Regulierungsbehörden haben dann nur wenige Wochen Zeit, die Daten und Anträge von bis zu 1600 Unternehmen aus dem Strom- und Gasbereich zu prüfen und Genehmigungen zu erteilen. "Dieser Zeitraum ist unnötig eng gefasst", betont Busch. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass etwa die Bundesnetzagentur bei der Bekanntgabe der Erlösobergrenzen in Verzug geraten ist.

"Mit einer Veränderung der Fristvorgaben in der Anreizregulierung ließe sich die Situation für alle Marktteilnehmer deutlich entspannen. Statt zum 30. Juni sollten die Netzbetreiber ihre Daten und Anträge bereits zum 30. April übermitteln", schlägt Busch vor. Die anstehende Evaluierung der Anreizregulierung könnte für eine Änderung genutzt werden. "Ziel muss sein, dass bis zum 15. Oktober jeweils alle Netzentgelte und Umlagen für das Folgejahr verbindlich bekanntgegeben werden", fordert bne-Geschäftsführer Busch. Der bne hat seine Vorstellungen dazu in einem Positionspapier konkretisiert.

Positionspapier des bne zu vorläufigen Netzentgelten






(Quelle: Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Netze

Schlagworte:

Netzentgelte (27) | Lieferanten (3) | Gebühren (6) | Wettbewerb (54) | Umlagen (7) | Abgaben (4) | Netzbetreiber (34) | Anreizregulierung (2)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961462







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

4.11.16 | Artikel: 970091
Stromanbieter sind nur die Monetarisierung des Marketing-Mix

Wirtschaftsunterricht, 11. Klasse, auf dem Lehrplan seht das Geheimnis, wie aus Marketingstrategien konkrete Aktionen abgeleitet werden können. Die Schüler lernen, dass man scheinbar überhaupt nichts produzieren muss, um am Markt erfolgreich zu sein.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
1.10.16 | Artikel: 970088
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu automatisiertem Fahren

Es ist eine verführerische Vision: Vollautomatische Autos chauffieren uns sicher ans Ziel, während wir Passagiere uns anderen Dingen zuwenden.

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …