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Brennstoffkosten - die Pest des Strommarktes

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Brennstoffkosten - die Pest des Strommarktes

15.05.14  09:20 | Artikel: 961517 | News-Artikel (Red)

Brennstoffkosten - die Pest des StrommarktesBrennstoffkosten sind schuld daran, dass die Stromwende zwar an der Börse durch fallende Kurse, nicht aber bei den Bürgern durch fallende Strompreise ankommt. Brennstoffkosten sind der Exodus für die Winkdraft und Photovoltaik Industrie in Deutschland, obwohl Sonne und Wind keine Rechnung stellen.

Es werden Kraftwerke vom Netz genommen, Stadtwerke singen ein Klagelied und das Wort Ökostrom-Dumping liefert schon fast 10.000 Treffer bei Google. Doch Ross und Reiter werden nicht genannt: Brennstoffkosten.

Der Bundesrat will die Bagatellgrenze für die Sonnensteuer deutlich anheben (siehe Meldung bei Solarserver). Eine Umlage/Steuer auf den Eigenverbrauch, da es tatsächlich einige Erzeugungsarten schaffen die Elektronen in Bewegung zu bringen (Liebhaber sprechen sogar von “Arbeit”), ohne für einen Brennstoff Geld auszugeben. Wo bleibt der Aufschrei gegen diese Profitsuchtler in Ökosandalen? Würdigen sie nicht die Leistung, die von den mühsam zu Größe gelangten Kraftwerken ausgeht?

Kraft-Werk. Darin steckt Power, Kraft, Energie. Es macht Arbeit, die 90kg Kohle jede Sekunde in die Glut zu werfen, bevor man überhaupt ein Elektron in Wallung bringt. Ja! Sobald man den Hunger an Brennstoff anfängt zu befriedigen, muss man auch kontinuierlich leisten. Die Experten werden von einem Giga-Watt-Pro-Stunde als Quantum des Glücks sprechen. Ein Glück, welches nur durch die Kosten der Kohle getrübt wird, die Brennstoffkosten.

“Sektorweiten Wirtschaftlichkeitsdruck” nennt es die Vebund AG in einer Meldung über Kraftwerksschließungen. Ist es nicht ein Schauspiel, wenn der Industrieroboter ohne müde zu werden die Kohlen in das Feuer befördert. Power!

Ein Ende des Preisverfalls ist aber nicht in Sicht. Denn erneuerbare Energien haben keine Brennstoffkosten – immer dann, wenn sie liefern können, ist ihr Strom wesentlich billiger als Strom aus konventionellen Kraftwerken. (Indotco PR)

Und das wirklich schlimme ist, dass unkonventionelle Kraftwerke immer häufiger liefern. 100% Vollversorgung der privaten Stromkunden , ganz ohne Brennstoffkosten. Was aber das eigentlich schlimme ist, wer profitiert?

Hedging als EEG finanzierte Heißreserve hatte es blog.stromhaltig bereits bezeichnet. Konventionelle Kraftwerker machen Geld, ganz ohne Brennstoffkosten. Ohne Arbeit, ohne Leistung. Sie gehen Lieferzusagen ein, erfüllen diese aber nicht selbst, sondern kaufen sich den Strom ohne Kosten aus Wind und PV.

Ökostrom-Dumping wird es in einer aktuellen Meldung genannt. Darin auch die Behauptung, dass ein Drittel des eingespeisten Stroms aus thermischen Großkraftwerken stammen muss, damit die Netzfrequenz gehalten wird. Komisch, dass bei Stromausfällen in jüngster Zeit das exakte Gegenteil in der Praxis bewiesen wurde. Dank vieler PV-Anlagen bildete sich bei einem Ausfall des Stromnetzes eine Insel aus. Die PV-Anlagen waren in der Lage die Frequenz und die Spannung zu halten – ganz ohne rotierende Masse – ganz ohne Brennstoffkosten.

Verbrannt? Hier geht es zu Geldverbrennung.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Strommarkt

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Brennstoffkosten (3) | Strommarkt (81) | Winkdraft | Photovoltaik (210) | Dumping (5) | Preise (16)




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