Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Baden-Württemberg: Für strengere Regeln bei Scoring und Transparenz bei Internetverbindungen

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Baden-Württemberg: Für strengere Regeln bei Scoring und Transparenz bei Internetverbindungen

16.05.14  11:09 | Artikel: 961523 | News-Artikel (e)

Baden-Württemberg: Für strengere Regeln bei Scoring und Transparenz bei Internetverbindungen
Alexander Bonde
Minister für Ländlichen
Raum und Verbraucherschutz
Bild: bw.de
«Ein schneller Internetzugang ist zwingend notwendig. Eine aktuelle Qualitätsstudie der Bundesnetzagentur zeigt, dass zwischen den vermarkteten und den erreichten Übertragungsraten häufig Welten liegen. Deshalb fordert Baden-Württemberg gemeinsam mit anderen Ländern, dass Anbieter die Bandbreite einer Internetverbindung transparent und realistisch darstellen müssen», sagte Verbraucherminister Alexander Bonde zum Auftakt der Verbraucherschutzminister-Konferenz in Rostock-Warnemünde.

Bonde wies auf einen weiteren baden-württembergischen Antrag hin: "Ob überhaupt ein Mobilfunk- oder Internetvertrag abgeschlossen werden kann und zu welchen Konditionen ein Kredit gewährt wird, hängt immer mehr von sogenannten Score-Werten ab, die mithilfe mathematisch-statistischer Verfahren berechnet werden. Score-Werte dienen zur voraussichtlichen Bonitätsbewertung und sind daher für die Teilnahme der Bürgerinnen und Bürgern am Wirtschaftsleben von enormer Bedeutung. Es steht außer Frage, dass Verbraucherinnen und Verbraucher das Recht haben sollten zu erfahren, wie Auskunfteien zu ihren Score-Werten kommen", sagte Minister Bonde.

Fehlende Transparenz bei Scoring

Der Bundesgerichtshof urteilte im Januar 2014, dass Bürgerinnen und Bürger nach geltender Gesetzeslage keinen Anspruch darauf hätten, sich über die genaue Berechnung des Score-Wertes sowie die Gewichtung der zur Berechnung verwendeten Daten zu informieren. "Diese mangelhafte Transparenz ist nicht mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung vereinbar", kritisierte Bonde.

Allein mit der von Bundesverbraucherminister Heiko Maas angekündigten Meldepflicht für Auskunfteien bei den zuständigen Behörden sei es nicht getan. Vielmehr müssten die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wie Auskunfteien zum jeweiligen Score-Wert kämen. Auch bei neueren Formen der automatisierten Bonitätsbewertung hinke das geltende Datenschutzrecht deutlich hinterher.

Bonde kritisierte insbesondere, dass bei Bestellungen im Internet oft unbemerkt automatisierte Bonitätsprüfungen im Hintergrund liefen. "Durch das sogenannte E-Scoring wird beispielsweise in Sekundenschnelle darüber entschieden, ob die bestellte Ware auf Rechnung oder nur gegen Vorkasse geliefert wird", so der Minister.

Auch Social Scoring, bei dem unter anderem Daten aus sozialen Netzwerken ausgewertet würden, sei auf dem Vormarsch. "Social Scoring ist intransparent und hat erhebliches Diskriminierungspotenzial, beispielsweise wenn man vermeintlich nicht die richtigen Freunde im Netz hat oder nicht mit dem neuesten Gerät surft. Deshalb fordern wir für solche Praktiken strenge gesetzliche Schranken und eine effektive Durchsetzung der Datenschutzvorschriften", sagte Bonde.

Klarheit und Kontrolle über die Qualität von Internetverbindungen

"Die Anbieter werben mit schnellen Internetverbindungen. Die versprochenen Geschwindigkeiten werden häufig nicht eingehalten. Jedoch haben Verbraucherinnen und Verbrauchern meist nicht die Möglichkeit, die tatsächlichen Übertragungsraten zu messen. Baden-Württemberg fordert deshalb, dass Anbieter die Bandbreite einer Internetverbindung transparent und realistisch darstellen müssen", sagte Minister Bonde.

Darüber hinaus fordere die grün-rote Landesregierung ein verbindliches Produkt-informationsblatt zur transparenten Kundeninformation sowie ein unabhängiges und objektives Instrument zur Geschwindigkeitsmessung, das die Bundesnetzagentur unter finanzieller Beteiligung der Anbieter zur Verfügung stellen solle.

"Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich nicht nur vor Vertragsschluss, sondern während der gesamten Vertragsdauer über die Qualität ihres Internetanschlusses informieren können. Wenn die Verbindungsgeschwindigkeit mithilfe eines anbieterunabhängigen und objektiven Instruments gemessen werden kann, haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit Qualitätsdefizite aufzudecken", so Bonde. Werde die vertraglich vereinbarte Surfgeschwindigkeit regelmäßig nicht erreicht, müsse den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Sonderkündigungsrecht zustehen. "Niemand sollte für leere Versprechungen bezahlen müssen", so Bonde abschließend.

Verbraucherschutzministerkonferenz 2014

Die Verbraucherschutzministerkonferenz 2014 findet vom 14. bis 16. Mai in Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) statt. Die Verbraucherschutzministerkonferenz ist eine Fachministerkonferenz für verbraucherpolitische Themen, in der die für Verbraucherschutz zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder und des Bundes als Mitglieder vertreten sind. Die Verbraucherschutzministerkonferenz fand anlassbezogen zur BSE-Krise erstmals im Jahr 2001 statt und wurde im Dezember 2006 als offizielles Gremium mit eigener Geschäftsordnung ins Leben gerufen.




(Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Internet | Wirtschaft | Netzpolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Regeln (8) | Social Scoring | Transparenz (27) | Internetverbindungen | Qualitätsstudie | Übertragungsraten | Bandbreite | Datenschutzvorschriften | Bonitätsprüfungen




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961523







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
24.8.17 | Artikel: 980022
Übersichtlich, intuitiv und sicher: Online-Banking-Nutzer sind zufrieden

Die Bankgeschäfte bequem vom heimischen Sofa aus erledigen, per Video-Chat über die Finanzen beraten lassen und unterwegs schnell eine Überweisung tätigen: 73 Prozent der Internetnutzer setzen auf Online-Banking (2016: 70 Prozent).

12.9.17 | Artikel: 980023
Kunden zahlen lieber an der Kasse als im Online-Shop

Ob Fernseher, Bücher oder Schuhe: Die meisten Verbraucher können sich ein Leben ohne Online-Shopping nicht mehr vorstellen. Schließlich ist das Angebot riesig und störende Öffnungszeiten gibt es nicht.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
2.12.16 | Artikel: 970096
EAID wendet sich gegen die Aufweichung des Europäischen Datenschutzes durch deutsche Gesetze

Die Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID) befürchtet eine deutliche Verschlechterung des Datenschutzes …

25.12.16 | Artikel: 970100
Alle Jahre wieder: «Ich mag Schnee» - eine lustige Geschichte

Das Jahr ist fast vorbei und die Feiertage geben die Gelegenheit mal ein wenig auszuspannen. Grund genug nicht nur Artikel über Tagesgeschehen und Fachtehmen zu veröffentlichen.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
28.12.16 | Artikel: 970103
Unglaublich leichtsinnig: Wenn der elektronische Datenschutz unterschätzt wird

Bei dem Begriff Compliance denken die meisten Menschen an Korruptionsaffären, unlautere Geschäfte und Verwicklungen von Politik und Wirtschaft, die hierzulande eigentlich verpönt sind.

29.11.16 | Artikel: 970095
Cyber-Angriffe auf Telekom: BSI fordert Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen

Am 27. und 28. November 2016 sind über 900.000 Kundenanschlüsse der Deutschen Telekom von Internet- und Telefonieausfällen betroffen gewesen.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
16.5.17 | Artikel: 980011
Update: Weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware

Die Gefährdungslage durch die aktuellen Cyber-Angriffe mit der Ransomware «WannaCry» ist unverändert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet die Lage weiterhin intensiv und unterstützt Betroffene in Deutschland bei der Bewältigung der Vorfälle. …

13.6.17 | Artikel: 980015
Ransomware: Früher, jetzt und künftig

Alleine im Jahr 2016 erpressten Hacker über eine Milliarde US-Dollar durch Ransomware-Angriffe. Die Angriffe zielten zumeist auf kleinere und größere Unternehmen und Organisationen ab.