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Hintergrund: Vorratsdaten-Speicherung oder «Ausziehen!»

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Hintergrund: Vorratsdaten-Speicherung oder «Ausziehen!»

21.05.14  10:45 | Artikel: 961526 | Proteus Statement

Hintergrund: Vorratsdaten-Speicherung oder «Ausziehen!»Befragt man Politiker und Beteiligte zum Thema Vorratsdatenspeicherung, so kommt man relativ schnell zu der Erkenntnis, dass sich diese mit einfachen Mitteln umgehen lässt. Trotzdem wird das nur eine geringe Minderheit tun, der Rest der Bürger lebt dann im Rahmen der vollständigen Überwachung.

In diesem Artikel geht es um die Betrachtung, warum der Durchschnittsbürger immer noch ahnungslos ist und sich nicht genug mit dem Thema auseinandersetzt.

Bürger: "Ich habe ja nichts zu verbergen" ...

ist ein oft zitierte Antwort von einer Masse an Internetusern, wenn man das Thema Datenschutz anspricht. Katharina Nocun, hatte dazu einen schönen Tweet vor ein paar Wochen veröffentlicht:



Ja, der gesetzestreue Bürger hat nichts zu verbergen ... Obwohl ... gibt's da nicht ein Techtelmechtel mit dem Tennislehrer? Rufe ich nicht jede Woche zwei Mal meinen Arzt an, weil ich AIDS habe. Warum will ich keine Webcam in meiner Dusche haben?

Jeder von uns hat etwas zu verbergen. Und das ist auch gut so, denn dafür steht eigentlich unser Grundgesetz. Allein mit der Speicherung von Handydaten (mit wem habe ich telefoniert und wo war ich) lässt sich nach ein paar Tagen schon relativ genau das Leben eines Bürgers abbilden - inkl. Seitensprung, Krankheit, Hausbank, bevorzugter Supermarkt, Stammlokal und Puff.

Will ich, dass nette Beamte dem Lebenspartner erzählen, dass ich wohl krank bin und ich gerade verdächtig werde, eine alte Dame umgebracht zu haben, nur weil die neben meinem Arzt gewohnt hat und ich öfter dort war?

Kommen dann noch andere Daten hinzu, wie EC- oder Kreditkarte oder die Internetnutzung, dann kann das ganze soweit führen, das meine Kreditwürdigkeit darunter leidet. (Siehe Artikel: Die kommenden Techniken von Handel und Payment-Dienstleistern?)

Vielleicht sollte der eine oder anderen nochmal über den - unüberlegten - Ausspruch nachdenken ... "Ich habe ja nichts zu verbergen"

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Alle Hintergrundartikel sind auch im aktuellen Buch «Netzpolitik & Sicherheit» vorhanden.

Andere Artikel zum Themenkomplex:

20.05.14: Grundkurs: Kommunikation für Terroristen
16.05.14: Kommentar: Terroristen und Kriminelle sind pauschal blöd
07.04.14: Peter Schaar: Vorratsdatenspeicherung: Notwendigkeit nicht nachgewiesen!
30.01.12: Vorratsdatenspeicherung: politische Aussagen und technische Alternativen
22.06.12: Kommentar: fixe Idee: Minister Friedrich und die Vorratsdatenspeicherung
19.02.13: Peter Schaar: Das falsche Spiel mit der Vorratsdatenspeicherung
19.02.14: Kattascha: Sex, Lies and Cybercrime Politics
02.11.12: Globales Problem: Wir sind alle Terroristen



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Rainer Samstag, 24. Mai 2014 um 16:52

„so kommt man relativ schnell zu der Erkenntnis, dass sich diese mit einfachen Mitteln umgehen lässt“

Ganz toll „diese Einfachen Mittel“ erlauben es dem Überwacher „die Streu vom Weizen zu trennen“ Wer sich „absichert“ hängt sich ein Schild um „Hier ist einer der glaubt etwas verbergen zu müssen / zu können“ Erst ab einer bestimmten (gleichförmigen) Menge entsteht die gewünschte Anonymität. Wenn alle den „gelben Stern“ tragen, wird es schwierig das Opfer auszuwählen.

„Mein Verhängnis“ (metaphorisch) ist der Idiot von nebenan, der sein ganzes unbedeutendes Dasein durch jede nur mögliche Information über sich und sein „bedeutendes Tun“ der Welt mitteilen muss. Weil „ich“ das nicht oder nur dort tun möchte wo es tatsächlich „positive Wirkung“ haben könnte, bin ich der „Außenseiter“. Die blaue Ameise mit dem roten Hut.

Wen es interessiert mal dies : panopticlick.eff.org näher betrachten oder bei browserspy.dk staunen – was eine gute Vorstellung gibt, was es neben den beiden Guten „da draußen wohl an Bösem“ geben mag.

Das Sie kein HTML (wie erstaunlicherweise einige andere Blogger hier) erlauben, ist sehr verständlich – warum auch kein „BBCode“ für die Gestaltung ist eher unverständlich....

Vielen Dank für Ihre Kommentare.

Die Nutzung von BBCode ist keine Frage des Zulassens, da wir kein Standard-Content-Management-System verwenden. Diese Funktionalität müsste dann erst implementiert werden. Ich denke aber mal darüber nach, das umzusetzen.


Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Internet | VDS

Schlagworte:

Vorratsdatenspeicherung (89) | Grundkurs (2) | Kommunikation (47) | Terroristen (9) | Netzpolitik (31) | Alternativen (9) | kattascha | Katharina Nocun (2)




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