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BSW: Solarwirtschaft verliert jeden zweiten Job

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BSW: Solarwirtschaft verliert jeden zweiten Job

27.05.14  09:45 | Artikel: 961562 | News-Artikel (e)

BSW: Solarwirtschaft verliert jeden zweiten JobAktuelle Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigen Branchenschätzungen - Verband befürchtet weitere starke Jobverluste, falls EEG-Reform nicht nachgebessert wird und «Sonnensteuer» wie geplant kommt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat mit seiner gestrigen Veröffentlichung vorläufige Schätzungen der Solarbranche bestätigt, nach denen inzwischen jeder zweite Job in der Solarbranche vernichtet wurde. Die Photovoltaikbranche zählt danach derzeit rd. 50.000 Beschäftigte in Deutschland.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft erklärt dazu: "Die Bilanz ist bitter und größtenteils Resultat überzogener Fördereinschnitte in den letzten Jahren. Die Solarjobs werden sich nochmals halbieren, wenn die Politik jetzt nicht das Ruder rumreißt. Nur eine schnelle Rückkehr zu verlässlichen Rahmenbedingungen und ein Verzicht auf die geplante "Sonnensteuer" kann den derzeit anhaltenden Markteinbruch stoppen."

Die Bundesregierung plant künftig eine EEG-Umlage auf Solarstrom zu erheben, der für die Selbst- und Mieterstromversorgung genutzt wird. Dieses Vorhaben wird nach einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid von 73 Prozent der Bevölkerung abgelehnt und trifft auf den scharfen Widerstand zahlreicher Verbände u.a. aus den Bereichen Verbraucherschutz, Umweltschutz, Land- und Immobilienwirtschaft und Mietern. Am letzten Freitag hat auch der Bundesrat mehrheitlich und parteiübegreifend für deutliche Nachbesserungen in dieser Frage votiert.

Solarstrom ist in Deutschland kein Stromkostentreiber mehr und günstiger als in den meisten übrigen Ländern der Erde. Während die Preise schlüsselfertiger Solarsysteme seit Anfang 2012 um beachtliche 25 Prozent gesenkt werden konnten, wurde die Förderung gleichzeitig um über 50 Prozent gekappt und sinkt in rasantem Tempo monatlich weiter. In der Folge brach die Photovoltaik-Nachfrage 2013 um knapp 60 Prozent ein.

Sollte es zu keiner Nachbesserung im Rahmen der aktuellen EEG-Novelle kommen, droht nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft ein weitgehender Photovoltaik-Marktstillstand und ein Verfehlen der von der Politik selbst gesetzten Ausbauziele. Dies hätte den Verlust weiterer tausender Arbeitsplätze in der Solarbranche zur Folge. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurde nach Angaben der Bundesnetzagentur 46 Prozent weniger Solarleistung in Deutschland neu installiert als zu Jahresbeginn des Vorjahres.




(Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

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EEG (477) | Beschäftigte (5) | Arbeitsplätze (31) | Beschäftigungsniveau (2) | Photovoltaikbranche (3)




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