Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Spotmarkt: Weiterer Schritt zur Marktintegration erneuerbarer Energie

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Spotmarkt: Weiterer Schritt zur Marktintegration erneuerbarer Energie

06.06.14  10:50 | Artikel: 961596 | News-Artikel (e)

Noch in 2014 wird es eine Nachmittagsauktion für deutsche 15-Minuten-Kontrakte geben, meldet die Europäische Strombörse nach einer Sitzung des Börsenrates am gestrigen Donnerstag. Bislang wurden Stundenkontrake gehandelt, welche zum Beispiel durch Sprünge der Netzfrequenz an der Stundengrenze zur Folge hatte. Auch wenn dieses Phänomen hauptsächlich in den lastschwachen Nachtstunden auftritt, sind kürzere Zeiteinheiten ein Schritt in die richtige Richtung.

In den Nachmittagsstunden wird es mit den 15-Minuten-Kontrakten nun möglich synchron mit den Verbrauchsprofilen zu planen und keine Umrechnung auf Stundenkontrakte vornehmen zu müssen. Eine positive Entwicklung für die Netzstabilität.

Der Börsenrat der EPEX SPOT hat auf seiner jüngsten Sitzung in Leipzig seine Unterstützung für ein neues Marktsegment signalisiert und die aktuellen Perspektiven des Integrationsprozesses der europäischen Strommärkte besprochen.

Auf Basis einer internen Studie und Feedback von Handelsteilnehmern wird die Europäische Strombörse EPEX SPOT eine Nachmittagsauktion für 15-Minuten-Kontrakte im deutschen Marktgebiet starten. Diese Kontrakte werden bei der Feinabstimmung von Portfolios helfen und den Handel für geplante oder prognostizierte innerstündliche Variationen in Erzeugung oder Verbrauch vereinfachen. Die Auktion wird täglich (Montag bis Sonntag) um 15 Uhr abgehalten werden – im Anschluss an die tägliche Day-Ahead-Auktion für Stundenkontrakte und parallel zur Öffnung des kontinuierlichen Intraday-Markts.

Die Mitglieder des Börsenrats unterstützen den Start einer Nachmittagsauktion für 15-Minuten-Kontrakte.

"Liquidität ist eine Grundvoraussetzung für jedes neue Marktsegment. Von EPEX SPOT durchgeführte Studien haben ein Interesse seitens einer Mehrheit der Börsenmitglieder zutage gefördert. Liquidität sollte also kein Hindernis sein", sagt Peter Heydecker, Vorsitzender des Börsenrats. "Das ist ein ergänzendes Instrument zur Flexibilisierung welches den Handel von fluktuierenden Stromquellen weiter vereinfachen wird. Auktionen für 15-Minuten-Kontrakte sind auch äußerst nützlich im Hinblick auf Stunden mit starken Schwankungen im Verbrauch, insbesondere morgens und abends."

Die Nachmittagsauktion wird im Laufe des Jahres eingeführt. EPEX SPOT wird das Startdatum zu gegebener Zeit bekannt geben.

Der gesamteuropäische Strommarkt ist zum Greifen nahe. Auf dem Forum für Elektrizitätsregulierung in Florenz am 20. und 21. Mai begrüßte die Generaldirektion Energie der EU-Kommission den erfolgreichen Start der NWE- und SWE-Preiskopplungsinitiativen. Auch der Börsenrat zeigte sich mit den letzten Fortschritten in der Strommarktintegration ausdrücklich zufrieden. Märkte von Portugal bis Finnland sind nun gekoppelt – anhand eines gemeinsamen Sets von Programmen und basierend auf dezentralisierter Steuerung, welche von der Strombörsen-Initiative "Price Coupling of Regions" (PCR) entwickelt und bereitgestellt wird. Süd- und osteuropäische Regionen sind gleichfalls auf dem besten Wege, sich anhand der PCR-Lösung mit dem bereits gekoppelten Gebiet zu verbinden.

"Die PCR-Märkte decken mittlerweile Länder ab, die für rund 75 Prozent des europäischen Stromverbrauchs stehen. PCR ist die eine Lösung, sie alle zu koppeln – und sie ist konform mit den zukünftigen Netzkodices für Kapazitätszuteilung und Engpassmanagement", sagt Jean-François Conil-Lacoste, Vorstandsvorsitzender der EPEX SPOT. "Wir sind näher denn je an der Vollendung des EU-Energiebinnenmarkts."

Die Netzkodizes sind verbindliche europäische Regulierung und sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt werden.

Die zweite Sitzung des Börsenrats der EPEX SPOT im laufenden Jahr fand am 4. Juni 2014 in Leipzig statt und wurde von Peter Heydecker, Head of Origination Gas & Power bei Vitol, geleitet.

Der Börsenrat der EPEX SPOT ist ein offizielles Börsenorgan. Die 16 Mitglieder und sieben permanenten Gäste bilden die Vielfalt der Wirtschaftskreise und Unternehmensprofile unter den Börsenmitgliedern angemessen ab: Sie umfassen Produzenten, Stromhandelsunternehmen, Übertragungsnetzbetreiber, Regionalversorger und Finanzdienstleister sowie gewerbliche Verbraucher und Vertreter der Wissenschaft. Die Aufgaben des Börsenrats umfassen insbesondere die Verabschiedung der Börsenordnung und des Verhaltenskodex von EPEX SPOT sowie dessen Änderung. Der Börsenrat gibt seine Zustimmung zu neuen Handelssystemen, Kontrakten und Marktgebieten. Überdies genehmigt er die Ernennung des Leiters der Handelsüberwachungsstelle. Der Börsenrat trifft sich vierteljährlich.

Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE betreibt die Strom-Spotmärkte für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz (Day-Ahead und Intraday). Diese Länder machen zusammen mehr als ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs aus. EPEX SPOT ist eine Gesellschaft europäischen Rechts (Societas Europaea) mit Sitz in Paris und Niederlassungen in Leipzig, Bern und Wien. Im Jahr 2013 wurden 346 TWh auf den Märkten der EPEX SPOT gehandelt.






(Quelle: EPEX SPot)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Börse | Stromhandel

Schlagworte:

Spotmarkt (18) | Marktintegration (6) | erneuerbare Energien (146) | 15-Minuten-Kontrakte | Strombörse (28) | Nachmittagsauktion




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961596







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

8.8.16 | Artikel: 970072
neues deutschland: zum Erdüberlastungstag

Auf Mallorca sind die Trinkwasserreservoirs stark geschrumpft. Die Behörden haben den Verbrauch in einigen Gegenden rationiert - für Bewohner.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
13.9.16 | Artikel: 970082
Trendmonitor: 68 Prozent der Deutschen kennen Energieverbrauch im eigenen Haushalt nicht

Den Bundesbürgern fehlt elementares Wissen, wenn es um den Energieverbrauch zuhause geht: 68 Prozent haben den eigenen Heizungskeller als größten privaten Energieschlucker nicht auf der Rechnung.

20.6.16 | Artikel: 970051
Strom DAO - Einfach(er) erklärt

Nachdem einige Leser zum Beitrag "Ein Stromanbieter aus der Blockchain – Strom DAO" kommentiert haben, dass sie eine etwas andere Erklärung wünschen ein zweiter Versuch.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
8.8.16 | Artikel: 970072
neues deutschland: zum Erdüberlastungstag

Auf Mallorca sind die Trinkwasserreservoirs stark geschrumpft. Die Behörden haben den Verbrauch in einigen Gegenden rationiert - für Bewohner.

25.8.16 | Artikel: 970080
Fell: Bundessicherheitskonzept bringt keine neuen Lösungen

Die Bundesregierung nutzt in ihrem neuen Bundessicherheitskonzept «Konzeption zur Zivilen Verteidigung (KZV)» nicht die Chance neuer Technologien, um gravierende Probleme bei großen gesellschaftlichen Ereignissen zu vermeiden.