Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Pfingstmontag Abend: Blackout der Braunkohle-Kraftwerke

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Pfingstmontag Abend: Blackout der Braunkohle-Kraftwerke

10.06.14  13:30 | Artikel: 961600 | News-Artikel (Red)

Pfingstmontag Abend: Blackout der Braunkohle-KraftwerkePfingstmontag Abend: Blackout der Braunkohle-Kraftwerke
Pfingstmontag, Blackout, Braunkohle, Kraftwerke, Regelenergie-Reserve


Pfingsten 2014 wird für Verfechter der fossilen Stromerzeugung in schlechter Erinnerung bleiben. Über das verlängerte Wochenende wurden neue Rekorde aufgestellt. blog.stromhaltig berichtete von einem Phänomen bei TransnetBW und über Vollabdeckung durch Erneuerbare Energie.

Pfingstmontag Abend: Im Zuge des Monitorings (s.h. auch news.stromhaltig) kommen in nicht einmal 60 Minuten immer mehr Ausfallmeldungen herein. Nach Informationen der Transparenz-Plattform der EEX fehlen plötzlich 2,17 GW an Braunkohlestrom. Geplatzt der Traum von einer Zukunft zur Absicherung der Erneuerbaren. 8 Kraftwerksblöcke im RWE Kraftwerk Niederaußem Bergheim speisen keinen Strom mehr in das Netz ein. Bis voraussichtlich 02:00 Uhr des Dienstag wird der ungeplante Ausfall dauern.

Im Zuge einer Transparenz-Offensive macht RWE die Ausfälle von Kraftwerken im Internet einsehbar. In dieser Liste werden auch Ausfälle von Kraftwerken ab 50 MW Kapazität angezeigt. Es werden somit wesentlich mehr Kraftwerke gelistet, als auf der Plattform der EEX.

Bereits eine Stunde vor dem Ausfall in Niederaußem wurde auch ein Ausfall in Neurath (Grevenbroich) gemeldet, hierbei gingen 1 GW ungeplant vom Netz und sollen ab 01:00 Uhr am Dienstag wieder verfügbar sein.

Zwischen 22:00 Uhr des 09.06.2014 und 01:00 Uhr des Folgetages fehlen somit mehr als 3 GW “gesicherte” Kapazität im Stromnetz, beide Kraftwerke stehen nicht einmal 15 Kilometer voneinander entfernt. Ein tiefes Tal, welches nun durch andere Erzeuger ausgeglichen werden muss. Das in beiden Fällen die RWE Power AG Betreiber ist, dürfte ein zufälliger Zusammenhang sein.

Das BoA Braunkohle-Kraftwerk in Grevenbroich war in den letzten Wochen wiederholt in den Schlagzeilen. Der Betreiber investierte 130 Millionen Euro für den Bau einer Bahnverbindung zum Transport der Kohle aus Garzweiler und der Hambacher Grube, die Ende Mai freigegeben wurde. Des weiteren wurde bekannt, dass immer mehr Ortschaften dem Abbau weichen müssen (s.h. TLZ).

Ursachen für den (fast) zeitgleichen Ausfall der beiden Braunkohlekraftwerke und mögliche Auswirkungen sind bislang nicht bekannt.

Auch wenn bei 3 GW Ausfall die Grenze der Regelenergie-Reserven im Europäischen Verbundnetz erreicht sind, dürfte der leichte zeitliche Versatz ausgereicht haben, eine kritische Netzsituation abzuwenden.

Rein spekulativ kann allerdings davon ausgegangen werden, dass der Ausfall in Niederaußem um 21:35 zu einer Art Kettenreaktion führte, was die unterschiedlichen Angaben beim Fehlergrund erklären würde. Es wurde bei der Pressestelle von RWE angefragt.

Datum BeginnGeplant EndeEinschränkung (MW)KraftwerkGrund
09.06.2014, 20:4410.06.2014, 01:001,050.0GrevenbroichFailure
08.06.2014, 22:0009.06.2014, 21:00135.0NiederaußemFailure
09.06.2014, 21:3511.06.2014, 20:00135.0NiederaußemFailure
09.06.2014, 22:0010.06.2014, 02:00294.0NiederaußemOther
09.06.2014, 22:0010.06.2014, 02:00305.0NiederaußemOther
09.06.2014, 22:0510.06.2014, 02:00161.0NiederaußemOther
09.06.2014, 22:0210.06.2014, 02:0070.0NiederaußemOther
09.06.2014, 22:0510.06.2014, 02:00162.0NiederaußemOther




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



3 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Markus Sonntag, 29. Juni 2014 um 22:02

Was fuer ein Artikel ist das denn hier bitte ? Ziemlich peinlich oder ?

Warum wird denn die Antwort der Pressestelle nicht veröffentlicht ? Hat es keine gegeben ?

Hätte man mit ein wenig Recherche auch selbst drauf kommen können, dass an diesem Abend Unwetter im Rhein Erft Kreis waren, welche Bahnlinien zur Kohleversorgung lahmgelegt haben und Blitze in Freileitungen haben einschlagen lassen. Oder ?

Markus Sonntag, 29. Juni 2014 um 22:18

Der Standort Niederaussem hat übrigens nur noch 7 aktive Blöcke und nicht 8.

Und die Aussage, dass sie keinen Strom mehr einspeisen ist schlichtweg falsch. Die genannten Angaben Ihrer abgedruckten Tabelle sind Minderleistungen. Die Differenz zur Nennleistung wurde während dieser Zeit sehr wohl eingespeist. Wenn die Blöcke wie behauptet einen Black Out gehabt hätten, waere hier die Blocknennleistung zu lesen gewesen.

Leider offenbar eher ideologisch geprägte statt objektive Berichterstattung.

Thorsten Zoerner Montag, 30. Juni 2014 um 14:49

@Markus

Quelle der Tabelle ist folgende Webseite der RWE (zum damaligen Zeitpunkt):
https://www.rwe.com/web/cms/de/59766/transparenz-offensive/deutschland/kraftwerksausfaelle/

Wobei die Akronyme aufgelöst wurden.

Die Rückantwort der Pressestelle der RWE findet sich unter folgender URL:
http://blog.stromhaltig.de/2014/06/pfingstmontag-abend-blackout-der-braunkohl-kraftwerke/#comment-913



Themenbereiche:

erneuerbare Energien | EEG | Kraftwerke

Schlagworte:

Pfingstmontag | Blackout (16) | Braunkohle (52) | Kraftwerke (69) | Regelenergie-Reserve




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961600







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.