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E.ON-Geschäftsführer Rolf Fouchier: «Wer auf Solar setzt, hat 2014 kräftig profitiert»

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E.ON-Geschäftsführer Rolf Fouchier: «Wer auf Solar setzt, hat 2014 kräftig profitiert»

20.06.14  08:30 | Artikel: 961626 | News-Artikel (e)

E.ON-Geschäftsführer Rolf Fouchier: «Wer auf Solar setzt, hat 2014 kräftig profitiert»
E.ON-Geschäftsführer
Rolf Fouchier
Bild: E.ON
Interview mit E.ON-Geschäftsführer Rolf Fouchier über das Sonnenjahr 2014 und dezentrale Energieerzeugung

Blauer Himmel und Sonne satt: Nach dem milden Winter zeigt sich auch der Frühsommer von seiner besten Seite. Die rund 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sind ausgelastet wie nie. Was das bedeutet, erklärt Rolf Fouchier, Geschäftsführer bei E.ON Energie Deutschland.

Herr Fouchier, die Sonne hat in diesem Jahr so oft wie selten geschienen. Deutschlandweit gab es bis Ende Mai bereits 667 Sonnenscheinstunden. Welche Auswirkungen hat das auf das Photovoltaik-Land Deutschland?

Rolf Fouchier: Wir hatten bisher in der Tat tolles Wetter. Die Sonne schien rund 15 Prozent öfter als üblich. Vor allem im März gab es viele wolkenlose Tage. Klar hat das auch Auswirkungen auf die Sonnenstrom-Erzeugung. Nehmen wir eine E.ON-Solaranlage mit einer Leistung von 5 Kilowatt Peak - das ist die Größenordnung einer typischen Anlage, wie sie auf vielen Einfamilienhäusern installiert ist. Im letzten Jahr erzeugte sie in den ersten fünf Monaten rund 1.500 Kilowattstunden Strom. In diesem Jahr waren es 2.100 Kilowattstunden. Wer auf Solar setzt, hat also 2014 kräftig profitiert.

Was heißt das konkret?

Fouchier: 2.100 Kilowattstunden Strom: Das deckt bereits mehr als den durchschnittlichen Energieverbrauch ab, den eine dreiköpfige Familie in einem halben Jahr benötigt. Wenn Sie es noch plastischer wollen: Damit lässt sich auch sechs Jahre ein Kühlschrank betreiben. Und da ganz Deutschland gerade im Fußballfieber ist: Für einen Flachbildfernseher mit 40-Zoll reicht die Energie für rund 25 Jahre. Diese und kommende Weltmeisterschaften vor dem heimischen Gerät sind also gesichert.

Das klingt beeindruckend. Aber macht der Solar-Boom nicht ihr klassisches Strom-Geschäft kaputt?

Fouchier: Wir verstehen uns schon lange als Energiedienstleister. Deshalb bieten wir auch den Kunden, die ihren Strom selbst dezentral erzeugen möchten, attraktive Lösungen. Photovoltaik ist dabei eine wichtige Stütze, vor allem, wenn es um die Produktion von CO2-freiem Strom geht. Zentrale und dezentrale Energielösungen schließen sich nicht aus. Vielmehr arbeiten wir an intelligenten Energielösungen, die den Fokus auf erneuerbare Energien und hier vor allem auf Solarenergie rücken.

Mittags an sonnigen Tagen gibt es das Problem, dass das Netz mit Sonnenstrom regelrecht geflutet wird. Haben Sie dafür eine Lösung?

Fouchier: Die haben wir, denn unsere Solaranlagen sind auf den Eigenverbrauch ausgerichtet. Damit belastet der erzeugte Strom nicht den "EEG-Fördertopf", stärkt aber gleichzeitig die Entwicklung hin zu sauberer Energieerzeugung. Wir richten die Anlage daher so aus, dass unsere Kunden möglichst viel erzeugten Strom auch gleichzeitig selbst verbraucht können. Klar ist aber: Dies ist - vor allem in der Mittagszeit - nicht immer möglich. Was also tun? Hier bieten wir an, die PV-Anlage mit einem Stromspeicher zu koppeln. Damit kann die Energie so lange gespeichert werden, bis sie wieder zuhause benötigt wird. Ein Solar-Akku also, aber nicht für die Hosentasche, sondern für das komplette Haus.


Zusatzinformation (Red):
Screenshot der E.ON-Website mit Informationen zum StromMix des Unternehmens. (Quelle)

E.ON StromMix




(Quelle: E.ON Energie Deutschland GmbH )


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

E.ON (25) | Rolf Fouchier | Sonnenjahr | Photovoltaik (210) | Ertrag (4)




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