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Überrascht vom Offshore Wind

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Überrascht vom Offshore Wind

25.06.14  09:11 | Artikel: 961649 | News-Artikel (Red)

Überrascht vom Offshore WindEin Beitrag in der Wirtschafts Woche zeigt, wofür die Stromkunden in Deutschland aktuell etwa 1 Mrd. Euro im Jahr ausgeben. Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO wurde offensichtlich überrascht, dass es doch klappen könnte, mit dem Strom aus Wind auf dem Meer.

"Der für die Nordsee als Monopolist zuständige Stromnetzbetreiber verzögert sehenden Auges die Netzanbindung bereits genehmigter Offhore-Parks", sagt Justus Jansen, Rechtsanwalt der Hamburger Kanzlei Brödermann & Jahn

Passend auch der Titel des Beitrages in der WiWo“Am längeren Kabel”.

Von der Nordseeküste bis in die Alpen durchzieht sich das Netzgebiet, für das die Tennet TSO in Deutschland zuständig ist. Das holländische Unternehmen hatte im Zuge der Entflechtung im Deutschen Stromnetz im Jahre 2009 das Gebiet der E.ON übernommen. Für die Versorgungssicherheit in Deutschland stellt das Unternehmen damit quasi das Rückgrad des Stromnetzes.

Mit Beginn des Jahres 2013 trat in Deutschland die Offshore-Haftung in Kraft. Seither zahlen alle Stromkunden in Deutschland in das Taschengeldkonto ein. Fast eine Milliarde Euro kommen hier pro Jahr zusammen, die eine Entschädigung für den verspäteten Netzanschluss darstellen soll.

Wie die Wirtschafts Woche feststellt, wurde das holländische Unternehmen von den entstehenden Offshore-Windparks nicht überrascht. Von den 29 geplanten, waren im Jahre 2009 bereits 23 genehmigt.

Auch das Jammern der 4 großen Stromkonzerne über den verspäteten Anschluss ist nichts neues, zu gerne gilt dies als Ausrede für Mischkalkulationen. So war 2013 bei blog.stromhaltig zu lesen:

Der Anschluß von Anlagen auf hoher See verzögert sich weiter. Gerade die Konzerne E.ON und RWE nehmen dies zum Anlass, den aktuellen Sparkurs zu rechtfertigen.

Gerade das fehlen der finanziellen Ressourcen bei Tennet lässt Zweifel an den Grundzügen der Entflechtung aufkommen, in deren Folge das Unternehmen zu seiner Macht kam. Das MM schreibt:

Deshalb dränge Tennet, so Jansens Vorwurf, seit Jahreswechsel 2012 darauf, der Gesetzgeber solle das geltende Recht zu ihren Gunsten ändern.

Das Fehlen von Geld, Material und Personal. Fehlen diese 3 Komponenten in einem klassischen Projekt ist es gescheitert, bevor es eigentlich begonnen hat.

Was ist, wenn Tennet TSO in Deutschland Insolvenz anmelden würde? Wie schaut in solch einem Fall der politische Plan aus? Die Büros der GmbH in Bayreuth dürften dann noch erreichbar sein, aber bis nach Arnhem in den Niederlanden, dem Sitz des Mutterkonzerns, wird man kaum kommen.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | OffShore | Windkraft

Schlagworte:

Offshore Wind | Tennet TSO (3) | Übertragungsnetzbetreiber (58) | Stromnetzbetreiber (5) | Versorgungssicherheit (50) | Stromkonzerne (13)




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