Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Unternehmererklärung zum EEG: Wir können ohne Energiepreis-Subventionen

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Unternehmererklärung zum EEG: Wir können ohne Energiepreis-Subventionen

26.06.14  09:40 | Artikel: 961661 | News-Artikel (e)

Unternehmererklärung zum EEG: Wir können ohne Energiepreis-Subventionen Der Bundestag soll am Freitag die Ökostrom-Reform verabschieden. 60 Unternehmer_innen (PDF) fordern die Bundesregierung auf, Ausnahmen bei der EEG-Umlage einzuschränken.

Es sei nicht die Aufgabe kleiner und mittelständischer Unternehmen, üppige Vergünstigungen der stromintensiven Industrie zu bezahlen.

Innovativ, effizient und selbstbewusst – 60 Unternehmer_innen erklären, dass sie die finanziellen Belastungen durch die Energiewende auch ohne staatliche Subventionen meistern können. "Die Energiewende ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Projekt für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Auch die Wirtschaft muss und kann hieran ihren Anteil tragen”, kommentiert Gottfried Härle, Inhaber der mittelständischen Privatbrauerei Clemens Härle.

"Heute konzentriert sich technologischer Fortschritt noch allzu oft darauf, Arbeitsplätze überflüssig zu machen, statt effizienter mit Energie und natürlichen Ressourcen umzugehen", erklärt Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS). Wenn Umweltgüter keinen Preis haben, würden nur diejenigen Unternehmen belohnt, die die Umwelt ausbeuten.

Der Ökonom rechnet vor, dass Energiekosten selbst im produzierenden Gewerbe gerade einmal zwei bis drei Prozent der Produktionskosten ausmachen. Die EEG-Umlage, die den Ausbau erneuerbarer Energien fördert, beträgt davon wiederum nur einen Bruchteil. "Wir fordern keine Subventionen für uns. Im Sinne der Wettbewerbsgerechtigkeit haben wir jedoch ein Problem, wenn die Konkurrenz Subventionen erhält. Erst recht, wenn wir diese finanzieren", erklärt der Unternehmer Härle.

"Jeder kleine und mittlere Betrieb, der nicht von den großzügigen Ausnahmeregelungen profitiert, wird derzeit mit 6,28 Cent pro Kilowattstunde Strom zur Kasse gebeten. Allein 1,38 Cent gehen davon auf das Konto der Industrieausnahmen".

Zu welchen Nachteilen diese Problematik führt, veranschaulicht auch Hermann Gütler, Inhaber der Stelzenmühle in Bad Wurzach: "Ich zahle für die Produktion einer Tonne Mehl zwischen sieben und zehn Euro an EEG-Umlage. Eine industriell arbeitende Mühle, die wegen des höheren Energieverbrauchs weitestgehend von der EEG-Umlage befreit ist, zahlt bis zu 20-mal weniger. Die Produkte bieten wir aber auf dem gleichen Markt und den gleichen Kunden an", so Gütler.

Das FÖS hat die Initiative "Wir können ohne Energiepreis-Subventionen” gestartet und ruft gemeinsam mit UnternehmensGrün e.V. und dem Netzwerk klimaengagierter Unternehmen "Wirtschaft pro Klima” zur Unterzeichnung auf.

Die Initiatoren und die unterzeichnenden Unternehmen fordern die Bundesregierung auf, die ungerechte Kostenverteilung der Energiewende zu verändern. Vielmehr solle ein richtiger ordnungspolitischer Rahmen für umweltschonendes, zukunftsfähiges Wirtschaften gesetzt werden.

Kleinen und mittelständischen Unternehmen dürfe kein Nachteil daraus entstehen, wenn sie effizient und innovativ produzieren. Neben klassischen Verteter_innen der "grünen” Wirtschaft haben die Erklärung auch Unternehmer aus den Bereichen Druck, Elektro- und Kunststofftechnik sowie Maschinenbau gezeichnet.




(Quelle: UnternehmensGrün e.V.)


1 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Andreas Donnerstag, 26. Juni 2014 um 11:39

Sehr gute und sehr wichtige Initiative.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | EEG | Unternehmen

Schlagworte:

Unternehmererklärung | Energiepreis (11) | Subventionen (20) | Ökostrom-Reform | Ausnahmen (3) | stromintensive Industrie (4)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961661







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.