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Die Lüge als Grundlage von Politik und Wirtschaft

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Die Lüge als Grundlage von Politik und Wirtschaft

07.07.14  09:35 | Artikel: 961703 | News-Artikel (Red)

Die Lüge als Grundlage von Politik und Wirtschaft
Deutscher Bundestag
Bild: DBT/Kohlmeier
Wir werden belogen. Ich hoffe, das ist für den einigermaßen informierten Leser nichts neues. Aber das Ausmaß und die Dreistigkeit finde ich erschreckend. (Hinweis in eigener Sache: Wer gerne und oft Sätze wie «Du siehst das viel zu eng» oder «Das bildest du dir alles nur ein» oder gar «Die Politiker wollen doch nur unser Bestes» benutzt, der sollte jetzt mit dem Lesen aufhören)

Von der Werbung will ich mal gar nicht anfangen, die ja nie lügt, aber durchaus trickreich die Lüge als Halbwahrheit tarnt, und wirklich relevante Informationen einfach unter den Tisch fallen lässt. Da wird die Süssigkeit zum Fitness Snack mit der extra Portion Milch, da soll man Nahrungsergänzungsmittel kaufen in einem Land, dem es an vielem mangelt aber sicher nicht an vielfältiger, vitaminreicher und gesunder Nahrung, die man dann am ehesten findet, wenn man der Werbung nicht glaubt.

Auch die Politik hat die Lüge zum Grundprinzip gemacht. zu Guttenberg hat uns das letztlich mit seiner Aneinanderreihung von Lügen über seine Doktorarbeit nur sehr stümperhaft vor Augen geführt. Auch die Lüge der Energiewende mit der angeblich notwendigen Verteuerung vertuscht vor allem, dass Unternehmen von vielem befreit werden, was der Bürger, der eigentlich Arbeitgeber der Politik tragen muss. Wirtschaft über alles, dafür ist jede politische Lüge recht.

Und auch der Abhörskandal der NSA zeigt, wie sehr man die Lüge bereits politisch verinnerlicht hat. Der Bürger soll sich nicht so haben, das in den Medien sei doch alles aufgebauscht und Snowden ein Lügner. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Big Mama Merkel abgehört wird. Plötzlich ist alles ein Skandal, aber man kann Snowden dennoch kein Asyl gewähren, weil man es sich ja mit Amerika nicht verscherzen dürfe. GELOGEN. Man will einfach nicht ehrlich genug sein, das ganze Ausmaß des Skandals in die Öffentlichkeit zu tragen, und die Lügen der letzten Jahre, vermutlich Jahrzehnte offenlegen.

Und da lügen uns die Golfplatzbewohner und Monsterdreckschleuderfahrer an, man könne einfach keine Tariferhöhungen jenseits der 5 Prozent bieten, da die Wirtschaft daran zu Grunde ginge und überhaupt hätte man ja so viele Sozialschmarotzer. Das sagen die, die sich Millionengehälter in den Rachen schieben und damit vermutlich die größten Sozialschmarotzer sind.

Ganz trickreich aber ist die Duldung einer Lüge, weil sie nutzt, weil sie ablenkt. Die Montagsdemos der Verschwörungstheoretiker mit ihren idiotischen Chemtrail Drohszenarien und dem dumpf/dummen rechten Gedankengut spielen Wirtschaft und Politik förmlich in die Hände. Denn im Zweifel lässt sich mit diesem Hintergrund jede Kritik an den Lügengebäuden von Wirtschaft und Politik entwerten, in dem man sie in die Nähe der Verschwörungstheorien drängt. Da wird uns Wasser, das mit etwas Glück den Schatten eines Wirkstoffs gestreift hat als teure und wirkungsvolle homöopathische Medizin verkauft, und wenn man dann berechtigte Zweifel aus wissenschaftlicher Sicht anbringt, sieht man sich einem durch Wirtschaftsinteressen angeheizten Mob gegenüber, der einen beschimpft und bedroht. (Wobei, selbst in der echten pharmazeutischen Industrie gibt es solche Mobs bling gläubiger Menschen. Ich sage nur die Droge Ritalin).

Ach ja, und dann glauben tatsächlich noch viele, was in der Zeitung steht. Vor allem in dem Drecksblatt mit den vier Buchstaben. Dabei sind viele Medien nicht viel mehr als Geldverdienmaschinen, denen die Nachricht nur dann wichtig ist wenn sie Auflage und damit Geld bringt. Oder glaubt wirklich irgendwer, wir hier im Westen wären auch nur annähernd über die Geschehnisse in der Ukraine informiert worden? Oder im Irak, oder im Fall Snowden? Die Politik der Spiele und des Brotes ist mittlerweile mithilfe der Lüge schon zur hohen Kunst geworden. Wie genial ist es zum Beispiel, während der Fussball WM (Spiele) alle möglichen unverschämten Gesetze zum Wohle der Wirtschaft durchzuwinken und sie hinterher als wichtig für den Bürger zu verkaufen?

Und es gibt noch viele solcher Lügen: Die Behauptung, man wolle Bildung, wo man nur Ausbildung will, die Behauptung, Hartz IV seie nötig, um Menschen zur Arbeit zu "bringen”, wo man eigentlich nur Geld für die eigenen unverschämten Gehälter haben will und dem Volk Vollbeschäftigung vorgaukelt in einer sich immer weiter automatisierenden Zeit in der eigentlich Arbeit immer mehr verschwindet und man längst über ganz andere gesellschaftliche Themen nachdenken sollte.

Und manche Lüge vergessen wir selbst offensichtlich, kaum haben wir sie einmal durchschaut. War da nicht diese Bankenkrise, ausgelöst durch riesige Lügengebäude von Investmentbanken und ihren angeblichen Speerspitzen der Finanzwelt. Da wurden Lügen in Derivate verpackt und uns vorgegaukelt, eine Bank habe Interesse an unserem Wohl und der Mehrung unseres Vermögens, wo es doch IMMER um die Mehrung des Vermögens von Bank und Shareholdern (ein anderes Wort für Schmarotzer) geht.

Und wer kennt nicht die herrlichen Baulügen in Stuttgart, Hamburg und Berlin, die Jahr um Jahr mehr Geld verschlingen werden, angeblich zum Wohle von uns allen sind aber in Wirklichkeit doch nur ein paar wenigen Wirtschaftsunternehmen viel Geld einbringen werden und danach Kosten für den Staat und damit uns alle verursachen. (Moment, sorry, fast hätte ich gelogen, das tun sie ja jetzt schon dank solcher Topmanager und Experten wie Herrn Mehdorn und Konsorten)

Ein offener Brief von Nick Hanauer, einem Milliardär an seine wohlhabende Freunde zeigt jetzt schon, wo das alles hinführen kann (wer es lieber original hat, hier die Quelle). Dabei ist für mich garnicht wichtig zu prüfen, wie echt der Brief an sich ist, mag er sogar gelogen sein. Er beinhaltet mehr Wahrheiten als alles, was die Politik so absondert. Denn er blickt zurück auf frühere gesellschaftliche Ungleichgewichte, entstanden durch die Lüge, das Reiche immer reicher werden dürfen, ohne dass sie sich um den Rest der Gesellshaft sorgen.

Irgendwann werden die Mistgabeln auftauchen und der große abgehängte Rest wird aufstehen und zumindest für eine kurze Zeit mit zwar unschönen Mitteln aber dennoch wieder ein annäherendes Gleichgewicht herstellen. Wollen wir das? Oder wäre es nicht an der Zeit, etwas intelligenter zu agieren in einer Zeit, in der wir alle Möglichkeiten und Mittel an der Hand haben. Aber vermutlich nicht. Denn es gibt genug, die daran und an der Lüge vom zwingenden Status Quo sehr gut verdienen.

Also dann, lassen wir uns weiter belügen. Bis wieder die ersten Villen brennen. Denn eins ist gewiss. Je mehr uns Politik und Wirtschaft verunsichern, umso egaler ist uns irgendwann was noch wahr und was gelogen ist. Wenn es genügend Menschen schlecht genug geht, wird der Aufstand unabwendbar sein. Das konnten und können wir in anderen Ländern mit schlechterer wirtschaftlicher Situation beobachten. Nur vergessen offensichtlich zu viele Geldadlige, dass die Geschichte zeigt, dass oft der Adel zuerst dran war, wenn es ans Umverteilen ging.




Autor: Uwe Hauck: Living the Future

www.livingthefuture.de

Uwe Hauck arbeitet als Senior Software Engineer bei einem großen Finanzdienstleister und berät nebenberuflich KMUs zu Arbeitsplatz der Zukunft, Mobile Computing und Social Media und verbloggt seine Erkenntnisse unter www.livingthefuture.de



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Kommentar | Gesellschaft | Politik

Schlagworte:

Lüge (15) | Politik (54) | Wirtschaft (86) | Werbung (15) | Millionengehälter | Sozialschmarotzer




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