Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Neue Dokumente belegen Überwachung: CCC erweitert Strafanzeige gegen Geheimdienste und Bundesregierung

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Neue Dokumente belegen Überwachung: CCC erweitert Strafanzeige gegen Geheimdienste und Bundesregierung

17.07.14  10:00 | Artikel: 961741 | News-Artikel (e)

Neue Dokumente belegen Überwachung: CCC erweitert Strafanzeige gegen Geheimdienste und BundesregierungNachdem durch neue Veröffentlichungen bekannt wurde, daß Daten von und zu mindestens einem der Tor-Server, der vom Chaos Computer Club (CCC) in Deutschland betrieben wird, offenbar direkt in den Überwachungssystemen der NSA landen, sind Ermittlungen des Generalbundesanwalts Harald Range nun dringend geboten.

Der CCC erweitert daher seine Strafanzeige vom Februar gegen die Verantwortlichen bei den Geheimdiensten und in der Bundesregierung um die neuen Fakten und fordert, die verbotene geheimdienstliche Agententätigkeit gegen den CCC und alle betroffenen Nutzer des Anonymisierungsnetzwerks Tor zu ahnden.

Durch die Veröffentlichung von Teilen des Suchmuster-Programmcodes des NSA-Systems XKeyScore [1], [3] wurde beweisbar, daß der Datenverkehr zu einem vom CCC betriebenen Server des Anonymisierungsnetzes Tor gezielt erfaßt und gespeichert wird. Aus anderen Dokumenten aus dem Snowden-Fundus ist zwar klar geworden, daß auch die NSA derzeit nicht in der Lage ist, Tor großflächig zu deanonymisieren. Die Tatsache der nunmehr dokumentierten Überwachung des CCC-Servers beseitigt jedoch jegliche letzte Zweifel darüber, ob die NSA auch gegen Ziele in Deutschland aggressiv vorgeht.

Die gemeinsam mit der Internationalen Liga für Menschenrechte e. V. und Digitalcourage e. V. erstellte Strafanzeige, [2] der sich 1.800 Menschen angeschlossen haben, ist bisher vom Generalbundesanwalt nicht für Ermittlungen genutzt worden. Bis heute liegt den bevollmächtigten Rechtsanwälten über die Entscheidung, keine Ermittlungen wegen der Totalüberwachung einzuleiten, weder eine Information noch eine Begründung vor. Warum Harald Range zwar wegen des Abhören des Mobiltelefons einer prominenten Einzelperson tätig wird, jedoch nicht bei der massenhaften Überwachung großer Teile der gesamten Bevölkerung, ist nicht nachvollziehbar.

Daher fordern wir den Generalbundesanwalt auf, seine Arbeit aufzunehmen und endlich tätig zu werden, um sich nicht vollends lächerlich zu machen. Das unverantwortliche Hinauszögern der Ermittlungen über die Verbrechen und Vergehen in dem Geheimdienst-Skandal verstärkt den Verdacht, daß der Generalbundesanwalt den Kotau gegenüber in- und ausländischen Diensten auch noch in der Justiz fortsetzt.

Durch die aktuelle Diskussion um einzelne Spione im Bundestag und in den Ministerien droht der eigentliche Skandal unterzugehen: die massenhafte Überwachung und die Kriminalisierung derjenigen, die sich vor der Geheimdienst-Kontrolle im Internet schützen wollen. Der Verantwortliche für die US-Geheimdienst-Aktivitäten in Deutschland, den die Bundesregierung nun gebeten hat, das Land zu verlassen, sollte vom Generalbundesanwalt zunächst befragt, gegebenenfalls angeklagt und vor ein Gericht gestellt werden.

[0] Schriftsatz: http://ccc.de/system/uploads/153/original/NSA-GBA.pdf
[1] Beweis für NSA-Spionage in Deutschland: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Quellcode-entschluesselt-Beweis-fuer-NSA-Spionage-in-Deutschland,nsa224.html
[2] Chaos Computer Club erstattet Strafanzeige gegen die Bundesregierung: http://ccc.de/de/updates/2014/complaint
[3] http://daserste.ndr.de/panorama/xkeyscorerules100.txt




(Quelle: Chaos Computer Club (CCC))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Datenschutz | Überwachung

Schlagworte:

Strafanzeige (5) | Geheimdienste (27) | Bundesregierung (104) | Tor-Server | Chaos Computer Club (CCC) | Agententätigkeit | Snowden (8)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961741







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
20.12.16 | Artikel: 970097
Presseausweise auch für Blogger und nebenberufliche Journalisten ausstellen!

Die Innenminister und der Presserat haben vereinbart, dass künftig ein bundeseinheitlicher Presseausweis eingeführt und ausschließlich an volljährige, hauptberufliche Journalisten ausgegeben werden soll .

12.6.17 | Artikel: 980013
Studie: Daten auf dem Handy oder Sex - wo ist den Deutschen Schutz wichtiger?

E-Mails, Kontakte, private Fotos, Passwörter - viele dieser hochsensiblen Daten finden sich auf dem Smartphone. Dennoch ist den Deutschen die Sicherheit ihrer Daten auf dem Handy nicht wichtig, wie eine Umfrage zeigt.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
22.12.16 | Artikel: 970102
Vorratsdatenspeicherung als grundgesetzwidrig erklärt - EuGH Urteil stärkt BITMi Position

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Vorratsdatenspeicherung, in dem dieser die anlasslose Vorratsdatenspeicherung als grundgesetzwidrig erklärt.

31.12.16 | Artikel: 970101
Editorial: Frohes neues Jahr - Schlusswort der Redaktion

Noch ein paar Stunden und wir haben das Jahr 2016 auch hinter uns gebracht. Zeit, um kurz innezuhalten, um auf das alte Jahr zurückzublicken und ein paar Worte darüber zu verlieren.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
3.3.17 | Artikel: 980005
Frühjahrsputz für das Smartphone

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Checkliste für mehr Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones veröffentlicht.

16.5.17 | Artikel: 980011
Update: Weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware

Die Gefährdungslage durch die aktuellen Cyber-Angriffe mit der Ransomware «WannaCry» ist unverändert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet die Lage weiterhin intensiv und unterstützt Betroffene in Deutschland bei der Bewältigung der Vorfälle. …

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
3.3.17 | Artikel: 980005
Frühjahrsputz für das Smartphone

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Checkliste für mehr Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones veröffentlicht.

29.11.16 | Artikel: 970095
Cyber-Angriffe auf Telekom: BSI fordert Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen

Am 27. und 28. November 2016 sind über 900.000 Kundenanschlüsse der Deutschen Telekom von Internet- und Telefonieausfällen betroffen gewesen.