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Autarkie vom Stromnetz mit Solarspeicher und Mikrowindkraft

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Autarkie vom Stromnetz mit Solarspeicher und Mikrowindkraft

14.08.14  09:30 | Artikel: 961820 | News-Artikel (e)

Autarkie vom Stromnetz mit Solarspeicher und MikrowindkraftKfW geförderte Photovoltaikspeicher mit Windkraft optimal nutzen

Steigende Strompreise lassen die Energiewende im Kleinen weiter voranschreiten. Vor allem die Besitzer privater Immobilien und kleiner Betriebe setzen zunehmend auf Speicherlösungen wie die «Sonnenbatterie». Solche Systeme speichern einen Teil der erzeugten Energie in Akkus um Ihn dann zu den Hauptlastzeiten bereitstellen zu können. Staatliche Förderungen lassen diese Art der Netzentlastung aktuell schnell Marktanteile gewinnen.

Doch hat die Technologie noch erhebliches Ausbaupotential, denn längere Zeiträume ohne die benötigte Sonne auf den Solarpanelen erschöpfen die Akkus schnell. Im Winter oder bei Schlechtwetter können gerade kleinere Speicher Ihren Nutzern daher kaum noch Strom liefern.

Die Lösung dieses Problems ist vieler Orts bereits verwirklicht - Windkraft. Der Wind weht fast immer genau dann wenn Solaranlagen schwächeln. Im großen Maßstab übernehmen dann ganze Windparks die Aufgaben der vielen tausend deutschen Solaranlagen. Doch was im Großen funktioniert war im Kleinen bisher unmöglich - kleine Windkraftanlagen bekamen kaum Genehmigungen und kosteten im Schnitt 5.000€ pro Kilowatt.



Das entspricht mehr als den doppelten Kosten die eine Solaranlage heute verursacht. Hinzu kam, dass viele Anlagen kaum deutschen Qualitätsstandards entsprachen und die Wahl des richtigen Gerätes selbst für Profis eine Herausforderung darstellte.

Für den optimalen Einsatz einer Solaranlage mit Speichersystem wird eine Windkraftanlage benötigt die schnell und sicher auf dem Dach installiert und an das vorhandene System angeschlossen werden kann. Teure Masten und aufwändige Genehmigungen sind dabei ebenso ein Ausschlusskriterium wie unkalkulierbare Lebensdauer und hohe Kosten.

Mit diesen Gegebenheiten im Hinterkopf startete Anfang 2014 das innovative Start-Up Unternehmen 'FuSystems SkyWind' in der Hauptstadt des Windkraftlandes Niedersachsen. Ziel war es eine Windturbine zu entwickeln die die Kosten halbiert, die Leistung absichert und die Installation vereinfacht. Das Ergebnis ist der SkyWind NG, eine sogenannte 'Mikrowindturbine'.

Mit seiner Größe von nur 1,5m kann der SkyWind ohne Kran mit Standardhalterungen auf nahezu jedem Dach montiert werden. Seine Kosten von nur 2.249€/kW sorgen für eine wirtschaftliche Integration in das Gesamtkonzept, während seine patentierte Bauart aus Metall eine lange Lebensdauer sichert. Aktuell wird der SkyWind auf dem einzigen deutschen Windtestfeld für Binnenlandkraftwerke unabhängig vermessen und seine Leistung nach den Standards der großen Windkraftanlagen zertifiziert.

Mit nur zwei dieser Anlagen könnte so in Zukunft jeder Besitzer von Speichersystemen die Verfügbarkeit seines Speicherstroms verdoppeln. Denn auch in Schwachwindgebieten steht Windkraft bei Schlechtwetter und im Winter für die Nutzung im eigenen Haushalt zur Verfügung.

Auch wenn erste Projekte bereits umgesetzt sind sieht sich das Team hinter dem SkyWind weiter vor großen Aufgaben. Ihr erklärtes Ziel ist es Windkraft zu den Verbrauchern, nicht nur in den windstarken Regionen, sondern auch in Länder wie Bayern und Baden-Württemberg zu bringen.

Denn hier ist der Gewinn an Autarkie aufgrund der mitunter langen Zeiten in denen die Solaranlagen verschneit sind besonders groß. Wenn durch diese 'Windkraft zum Anfassen', dann auch die Akzeptanz der erneuerbaren Energien allgemein steigen würde sei das ein Gewinn für alle, so das Team.




(Quelle: FuSystems SkyWind UG )


1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Patrick Donnerstag, 14. August 2014 um 17:22

Was in diesem Artikel verschwiegen wird: Die Windbedingungen direkt über einem Dach sind oft viel zu schlecht, als dass dort ein Mikrowindrad betrieben werden könnte. Das gilt vor allem für Häuser mitten im Wohngebiet. In den Schwachwindgebieten in Bayern und Baden-Württemberg gilt das erst recht, aber genau dort soll das Windrad vertrieben werden.
Vollkommen irrelevant sind die Angaben von 2.249€/kW. Wenn ein Windrad im Windschatten steht, wird es so gut wie kein Strom produzieren.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Windenergie

Schlagworte:

Autarkie (3) | Stromnetz (103) | Solarspeicher (2) | Mikrowindkraft | FuSystems SkyWind




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