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Entschlossene Stilllegung fossiler Kraftwerke zur Rettung existierender Speicher

21.08.14  11:12 | Artikel: 961847 | News-Artikel (Red)

Entschlossene Stilllegung fossiler Kraftwerke zur Rettung existierender Speicher
Fallrohre am Walchensee-Kraftwerk
Richtig rentabel waren Pumpspeicherkraftwerke zu einem Zeitpunkt, als man in der Nacht den billigen Atomstrom verramschen musste. Zu gering war die Nachfrage nach elektrischer Energie durch die Industrie und private Stromkunden, als dass ein Abnehmer bereit war einen Preis zu zahlen.

Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie bleibt den Betreibern lediglich die Braunkohlemeiler als billig Lieferanten, die durch schlechte Regelbarkeit auch dann Strom liefern, wenn keiner ihn braucht.

Braunkohle und Pumpspeicher, eine Ehe, die erst geschieden werden muss, bevor eine Liaison mit der Energiewende möglich ist.

Pumpspeicherkraftwerke sollten die “grüne Batterie" der Energiewende werden und Österreich der Stromspeicher Europas. Doch jetzt machen ausgerechnet Wind- und Sonnenstrom die erhofften Gelddruckmaschinen der E-Wirtschaft unrentabel.
(Quelle: Format.at)

Kritiker der Energiewende stellen gerne die Frage nach der “Flaute Nacht”. Wer liefert dann Strom? Ein kleiner Teil der Antwort sind die Pumpspeicher, denn – für die Netze wesentlich wichtiger – sie haben die Möglichkeit Strom aus dem Netz zu nehmen, wenn die Nachfrage zu gering ist. An Pfingsten 2014 hatte D. Wetzel in Die Welt bereits den Kollaps durch zu viel elektrische Energie bei zuwenig Nachfrage kommen sehen (vergl. Beitrag: “Sonderurlaub für Papa“) – es kam nicht dazu, dennoch sind Pumpspeicher eine Möglichkeit die Börsenstrompreise in einem vernünftigen positiven Rahmen zu halten.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kommt Andreas Mihm nun zu einem interessanten Kausalschluss:

Grund für die schwindende Wirtschaftlichkeit der Pumpspeicherkraftwerke ist die Energiewende. Denn mit Hunderttausenden Kleinstkraftwerken, die Wind- und Sonnenergie nutzen, ist ein Überangebot an Elektrizität entstanden, das andere Erzeuger aus dem Markt drängt. Nachfragespitzen in der Mittagszeit werden weitgehend durch die Photovoltaik abgedeckt.

Nicht abgedeckt wird die Flautenacht …

Damit wird deren Geschäftsmodell zerstört, Strom zu erzeugen, wenn er besonders knapp und teuer ist, und ihn zu nutzen, um Wasser in Reservoirs zu pumpen, wenn der Strom – etwa nachts – besonders billig ist.

Wahrscheinlich muss man Wirtschaftskorrespondent sein, um zu verstehen, warum nicht der jetzt am Tag billige Strom verwendet wird um die Speicher zu füllen und in der Flautenacht verkauft wird.

Scheinbar existiert in Deutschland noch immer ein zu hohes Angebot an Grundlastkraftweken - ein anders Wort für Kraftwerke, die nur sehr schwer geregelt werden können, und daher im Grunde immer Strom erzeugen – als dass ein Mangel dazu führen würde die Preise in einen Bereich zu bewegen, bei denen sich Pumpspeicher rechnen.

Jetzt gibt es wieder ein unveröffentlichtes Gutachten, in dass die Steuerzahler investiert haben, welches isoliert eine Facette und eine Momentaufnahme betrachtet. Es fehlt an echter Transparenz. Mit welchem Strommix werden die Pumpspeicher heute geladen? Wo fällt die EEG-Umlage an? – Zahlen, Daten, Fakten.

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach’ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt .
(Pipi Langstrumpf Song)







Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Netze | Kraftwerke

Schlagworte:

Stilllegung (14) | fossile Kraftwerke (3) | Rettung (2) | Speicher (84) | Regelbarkeit | Pumpspeicher (8)




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