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7 Gründe warum Imagefilme nicht auf Youtube funktionieren

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7 Gründe warum Imagefilme nicht auf Youtube funktionieren

08.09.14  13:30 | Artikel: 961899 | News-Artikel (Red)

7 Gründe warum Imagefilme nicht auf Youtube funktionierenBayer hat weltweit mehr als 110.000 Mitarbeiter und mehr als 150 Jahre Unternehmensgeschichte.

Dieses Jubiläum wurde mit einer eigenen Kampagne, Tour, Film und einem Fest mit 30.000 Mitarbeitern gefeiert. Unternehmenskommunikation par excellence!

Bis auf youtube – da bringt es der Kampagnenfilm ein Jahr nach dem Upload nur auf knapp 1.300 Views.

Auch weitere Filme des Chemiekonzerns kommen nur auf 200-2.500 Ansichten.



Warum scheitert Bayer auf dem wichtigsten Videoportal des Internets? Oder: warum haben Unternehmensfilme kaum Youtube-Zuschauer?

Experten bezeichnen youtube oft als digitalen Friedhof für das Bewegtbildarchiv der Unternehmen. Denn entweder werden nach altem Schema Imagefilme auch für Youtube produziert oder bereits produzierte Inhalte werden nach dem Motto “es kostet ja nichts” hochgeladen. Erfolgreich und klickstark sind beide Wege selten. Zu allererst: Youtube funktioniert nicht wie Fernsehen. Die Ansprüche sind an das Medium sind andere. Darum habe ich hier 7 Gründe zusammengetragen, warum Unternehmensfilme auf youtube kaum angesehen werden:

  1. Schwacher Start: Innerhalb von 3 Sekunden weggeklickt

    Filme brauchen eine gewisse Dynamik und Dramatik. Doch auf youtube muss das Interesse schnell geweckt werden, sonst klickt der Zuschauer auf einen weiteren Film. Filme die 10 Sekunden lang Titel einblenden, beliebig wirken, einen unspektakulären Start haben oder mit öden Animationen nerven, werden einfach weggeklickt. Die im Fernsehen üblichen Trailer von 20-30 Sekunden funktionieren online einfach nicht.

  2. langweilig: nicht unterhaltsam oder kein Mehrwert

    Bei youtube schaut man sich Filme aus zwei Gründen an: Sie sind unterhaltsam oder sie haben einen Mehrwert. Der überwiegende Teil wird als Unterhaltung oder Zeitvertreib konsumiert. Musikvideos, Celebrities, Funnies laufen auf youtube extrem gut. Doch was bedeutet “Mehrwert” für den Zuschauer? Nachrichten, zeitgeschichtliches Interesse oder akute Hilfe bei einem Problem. Zugegeben: Unternehmensfilme tun sich mit beiden Kategorien schwer. Wenn man ein großes Unternehmen in wenigen Minuten darstellen will, ist das selten unterhaltsam zu realisieren. Bleiben eigentlich Stories rund um Problemlösungen. Bayer versucht sich daran und bleibt leider etwas langweilig, im Gegensatz zum Unternehmensfilm von Dräger, der mit einer spannenden Hollywood-Optik startet.

  3. Nicht auf den Punkt gekommen: Zu lang

    Filmlänge ist kein Maß für Qualität. 30 minütige Fernsehdokumentationen, wie die über amazon, erreichen online zehntausende Klicks pro Jahr. 10 minütige Imagefilme hingegen nicht. Woran liegt das? Viele Firmenentscheider wollen möglichst viele Informationen über ihr Unternehmen in den Film packen. Je mehr, desto besser. Ein Fehler, denn Youtube ist eine Suchmaschine und die meisten Zuschauer suchen hier gezielt nach Informationen. Ein guter Youtube-Unternehmensfilm kommt schnell auf den Punkt, und arbeitet sich zügig am Thema ab – entweder unterhaltsam, in einer Geschichte oder mit Mehrwert! Ein neunminütiger Film über 150 Jahre Bayer-Geschichte hätte als seriös wirkende Dokumentation mit alten Aufnahmen und zeitgeschichtlicher Einordnung sicher einen größeren Zuschauerkreis erreicht, als die Marketing-optimierte Zeitreise mit dramatisch orchestrierter Musik und langen Zwischenanimationen.

  4. Das nervt: schlechter Ton oder langweilige Musik

    Youtube ist der klickstärkste Abspielkanal von Musikvideos. Aber bei Unternehmensvideos wird der Ton oftmals unterschätzt. Dabei sind Musik, Toneffekte und das gesprochene Wort wichtige Bestandteile von Filmen, nicht nur das bewegte Bild. Gerade die richtige Kombination von Musik und Schnitt bringt erst die richtige Dramatik, damit der Zuschauer dran bleibt. Klar kostet gute Musik Geld. Die Alternative ist ein Klangteppich, der zum Einschlafen anregt. Da nützen auch die besten Bilder wenig, die Zuschauer sind mit einem Klick weg. Noch schlimmer als schlechter Ton ist gar kein Ton, dann suchen die Zuschauer nach der Ursache für den Tonausfall und schauen nicht den Film an.

  5. Beliebig: schon tausend mal gesehen oder gehört

    Ein paar Mitarbeiter, die lustvoll auf ihren PC-Tastaturen herumtippen. Eine nette Mitarbeiterin am Telefon. Ein schneller Schwenk über die Technik oder eine Powerpoint Folie. Der Chef sagt ein paar bedeutungsschwangere Worte über Schnelligkeit und Flexibilität oder wahlweise Innovation und Wettbewerb. Schon ist der IT-Werbefilm fertig. Oder der Film für Telefonfirmen, Arbeitsvermittler oder Unternehmensberater. Die Bilder sind austauschbar, die Inhalte auch. Das macht solche Filme sehr schnell uninteressant, besonders wenn noch mit einfallslosem Stockfootage gearbeitet wird. (Übrigens: eine tolle Persiflage auf alle diese Filme ist Didi’s Obststandl)

  6. fremde Werbung im oder vor dem Imagefilm

    Wenn man einen Unternehmensfilm auf youtube einstellt, möchte man sich von seinen Mitbewerbern abheben und zeigen worin man besser ist. Komischerweise starten vor vielen der Filme Werbeclips oder die Videos werden mit Google-Werbung überlagert. Im besten Fall lenkt das nur etwas ab. Trotzdem geht ein Teil der Wirkung einfach verloren. Das ist ja wie Werbung vor der Werbung! Aufgrund identischer Keywords werden aber gerne direkte Wettbewerber vor den eigenen Film geschaltet. Blöd, wenn auch noch der Film der Konkurrenz besser ist. Dann ist der Kunde schnell weg. Die Lösung? Den Youtube Kanal richtig konfigurieren und Werbung deaktivieren.

  7. Ich will gar nicht: steife Protagonisten

    Authentizität ist auf youtube eine Währung. Die erfolgreichsten Clips stammen von Menschen mit Ecken und Kanten, solche die vor der Kamera Spaß haben. Menschen, die etwas zu sagen haben. Das gilt für reale Personen so, wie für Kunstfiguren. Wer allerdings steif vor der Kamera sitzt und einen abgelesenen Text unsicher vorträgt, tut sich und seinem Film keinen Gefallen.


Viele dieser Gründe würden überall dazu führen, dass der jeweilige Film keine Zuschauer bekommt. Aber bei youtube verschärft sich das Problem insoweit, dass Google natürlich die klickstarken und mit vielen guten Wertungen versehenen Filme eher vorne in den Suchergebnissen anzeigt. Geht der Daumen zu oft nach unten oder bleiben die Klickzahlen immer Keller, tauchen weniger gute Filme einfach seltener in den Suchergebnissen auf.

Youtube ist Suchmaschine, soziales Netzwerk und Unterhaltungsplattform in einem. Darum muss auch beim eigentlichen Einstellen eines Clips beachtet werden: Fehlen Keywords oder ein aussagekräftiger Titel, wird es schwer den Film zu finden. Werden die Zuschauer animiert den Film bei gefallen positiv zu bewerten, steigert dies die Interaktionsrate und letztlich über die Bewertung auch das Ranking. Das Wichtigste bleibt aber der Inhalt, der sollte nicht nach Schema F gemacht werden, wie man Unternehmensfilme vor 10 Jahren machte!




Autor: Jost Broichmann

www.cmblogger.de

Jost Broichmann hat viele Jahre als Pressesprecher, Kommunikationsmanager und selbständiger PR-Berater gearbeitet. In den 1990 Jahren beteiligte er sich an der Gründung regionaler Fernsehsender und produzierte verschiedene TV-Formate und Imagefilme für Kino und Internet. Seine Erfahrung reicht vom kleinen Gastronomiebetrieb bis zum Pharmakonzern. Seit 2009 ist er Sprecher eines Öko-Energieversorgers und Mitglied im Lenkungskreis Kommunikation des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Er hält regelmäßig Vorträge zu Themen in den Fachgebieten Marketing, Public Relations und Social Media und veröffentlicht Fachartikel auf dem persönlichen Blog cmblogger.de



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Internet | Journalismus | Medien

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Internet (210) | Absurditäten (2) | Imagefilm (2) | Obststandl Didi (2) | Imagefilme | Bayer (45)




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