Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Europaweit erstes kommerzielles Batteriekraftwerk eröffnet

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Europaweit erstes kommerzielles Batteriekraftwerk eröffnet

17.09.14  08:45 | Artikel: 961920 | News-Artikel (e)

Europaweit erstes kommerzielles Batteriekraftwerk eröffnetGroßspeicher stabilisiert Netzfrequenz effizienter als konventionelle Kraftwerke

Europas erstes kommerzielles Batteriekraftwerk ging heute im Beisein von Vizekanzler und Energieminister Sigmar Gabriel sowie Ministerpräsident Erwin Sellering erfolgreich ans Netz. Der 5 Megawatt Lithium-Ionen Speicher wurde vom Berliner Netz- und Speicherspezialisten Younicos konzipiert und kommt beim Schweriner Ökostromversorger WEMAG nun zum kommerziellen Einsatz:

Mit der vollautomatischen Anlage stabilisiert erstmals in Europa eine eigenständige Batterie kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz mit Regelleistung. So sorgt sie dafür, dass Wind- und Sonnenstrom sicher in das bestehende Netz integriert werden können.

"Der erste wirtschaftlich operierende Batteriespeicher in dieser Größenordnung ist ein wichtiger Schritt zum Gelingen der Energiewende. Gerade im Bereich der Regelleistung zur Stabilisierung der Netzfrequenz können Batterien ihre Stärke ausspielen. Im Zusammenspiel mit Wind und Sonne kann so auch zukünftig die Stabilität des Stromsystems gewährleistet werden. Das Batteriekraftwerk der WEMAG ist deshalb ein gutes Beispiel für das Engagement kommunaler Energieversorger für die Energiewende, welches auch andernorts in Deutschland Schule machen kann", so Bundesminister Sigmar Gabriel auf der feierlichen Eröffnung.


Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG AG, Sigmar Gabriel, Bundesminister für Energie und Wirtschaft sowie Clemens Triebel, Technischer Vorstand der Younicos AG (v.li.) legen den Hebel für mehr erneuerbare Energien im Stromnetz um. | Bild: WEMAG/Rudolph-Kramer

Clemens Triebel, Technischer Vorstand von Younicos, führte dazu aus: "Bislang wird unser Stromnetz größtenteils von inflexiblen Kohlekraftwerken stabilisiert, die dafür aber ein Vielfaches der tatsächlich benötigten Ausgleichsleistung produzieren müssen und die Netze demzufolge mit Strom aus fossilen Energieträgern blockieren. Dadurch wird ungewollt Energie aus Wind und Sonne abgeregelt. Diesen volkswirtschaftlichen Schaden vermeidet unser Batteriepark, weil er sich deutlich schneller und genauer steuern lässt als ein thermisches Kraftwerk."

Younicos hat den Speicher innerhalb von zwölf Monaten schlüsselfertig errichtet. Im Inneren des etwa turnhallengroßen Gebäudes speichern 25.600 Lithium-Manganoxid-Zellen Strom in Millisekunden. Zelllieferant Samsung SDI garantiert die Leistung des Batteriekraftwerks für mindestens 20 Jahre.

Fünf, jeweils vier Tonnen schwere Mittelspannungs-Transformatoren verbinden das Kraftwerk sowohl mit dem regionalen Verteilnetz als auch mit dem nahegelegenen 380-kV-Höchstspannungsnetz.

Younicos Batteriespeicher aussen
Younicos Batteriespeicher Außenansicht | Bild: WEMAG

"Unsere 5 Megawatt-Batterie in Schwerin ersetzt das Regelpotenzial einer konventionellen 50 Megawatt-Turbine", erklärte Younicos-Mitgründer Triebel weiter. Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG AG, ergänzte: "Im Netzgebiet der WEMAG werden bereits mehr als 80 Prozent der verbrauchten Strommengen aus Wind und Sonne produziert – damit sind wir Vorreiter bei den Erneuerbaren. Aus dieser Position heraus begreifen wir es als unsere gesellschaftliche Aufgabe, innovative und effiziente Lösungen für die Energiewende an den Markt zu bringen. Unser Batteriespeicher ist hier doppelt wegweisend:
Er ist die technisch beste Lösung, um die naturbedingten Schwankungen aus regenerativer Einspeisung auszugleichen und ist zudem wirtschaftlich sehr attraktiv."

Nach der Anschubfinanzierung durch das Innovationsprogramm des Bundesumweltministeriums in Höhe von 1,3 Mio. Euro rentiert sich der Großspeicher laut Hochrechnungen der WEMAG AG bereits von Beginn an am Primärregelleistungsmarkt. "Zukünftig soll die Batterie darüber hinaus andere Systemdienstleistungen wie Schwarzstartfähigkeit oder Blindleistung bereitstellen. Sie bietet also weitere lukrative wirtschaftliche Perspektiven", so Pätzold.

Ewald Woste, Aufsichtsratsvorsitzender der WEMAG AG und Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft, fasste zusammen: "Die WEMAG zeigt, dass sich intelligente Kurzzeitspeicher schon heute aus betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht lohnen. Wir sind stolz darauf, die Entwicklung der Speichertechnologien zentral mitzugestalten."

Michael Sterner, Professor für Energiespeicher an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg ergänzt: "Aus Sicht der Wissenschaft ist klar, dass Batteriekraftwerke technisch besonders gut zur Systemstabilität beitragen können. Bei den derzeit stark fallenden Batteriepreisen wirkt ihr Einsatz kostensenkend und ist damit gesamtwirtschaftlich sinnvoll. In der von mir geleiteten Speicherstudie für die "Agora Energiewende", die gestern veröffentlicht wurde, haben wir empfohlen, bestehende Märkte und neue Märkte für Flexibilität technologieoffen zu gestalten und damit den Speichern durch Abbau von Hemmnissen eine faire Chance zu geben."

Hintergrund Regelleistung ist eine Systemdienstleistung, bei der durch kurzfristige Anpassung der Produktion Angebot und Nachfrage von Strom ins Gleichgewicht gebracht werden. Bisher wird dies hauptsächlich durch konventionelle Kraftwerke geleistet, die sich aber nur sehr ungenau und schwerfällig regeln lassen. So entstehen "Must-run"-Kapazitäten, die laut dem Energieforschungszentrum Niedersachsen schon ab 2017 einen volkswirtschaftlichen Schaden von über 5 Milliarden Euro verursachen.

Marktfähige Großbatterien vermeiden dies und machen unsere Energiewirtschaft effizienter. Auch die jüngste Speicherstudie der Denkfabrik "Agora Energiewende" belegt: Batteriespeicher können heute schon Systemdienstleitungen kosteneffizient bereitstellen. Besonders attraktiv sind sie am Markt für Regelleistung.

In Verbindung stehende Meldungen:

04.08.14: Gemeinschaftswindpark der WEMAG geht ans Netz
12.12.13: WEMAG: Richtfest für Schweriner Batteriepark
04.09.13: Schneller Speicher für Strom aus Sonne und Wind
30.04.13: Younicos und WEMAG bauen größten europäischen Batteriespeicher



(Quelle: WEMAG AG)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Unternehmen | Speicher

Schlagworte:

Batteriespeicher (25) | Younicos (8) | WEMAG (10) | Lithium-Ionen-Batteriepark (7) | Netzstabilität (19) | 5 MW (7) | Leistungsgarantie (7) | West-Mecklenburg (7)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961920







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.