Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Strom 2013: Deutschland Europameister bei den Übertragungsverlusten

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Strom 2013: Deutschland Europameister bei den Übertragungsverlusten

17.09.14  10:30 | Artikel: 961921 | News-Artikel (Red)

Strom 2013: Deutschland Europameister bei den ÜbertragungsverlustenFür das Europäische Verbundnetz (ENTSOe) sind die Daten der Übertragungsverluste für Strom im Jahre 2013 veröffentlicht worden.

Im Stromnetz der Bundesrepublik Deutschland sind demnach im vergangenen Jahr 18,7% (= 516 GWh) aller Übertragungsverluste (2766 GWh) in Europa entstanden.

Deutschland nimmt damit den Spitzenplatz nach Menge und Anteil in Europa ein.

Durch die geografische Lage von Deutschland in der Mitte von Europa und die relativ große Nord/Süd-Ausdehnung sind die Verlustmengen an elektrischer Energie traditionell höher als zum Beispiel in den skandinavischen Ländern.



Jedoch zeigen die nun von der ENTSOe vorgelegten Zahlen auch, dass man sich vom Bild der Kupferplatte beim Stromhandel zumindest in Deutschland verabschieden müsste.

Aber die Voraussetzung für ein solches Stromsystem ist der nahezu verlustfreie und uneingeschränkte Stromtransport von A nach B. Dazu müsste das deutsche Stromnetz eine gigantische Kupferplatte sein, idealerweise sogar das gesamte europäische Stromnetz. Diese Kupferplatte gibt es heute nicht. Trotzdem baut das Marktdesign im Stromsektor auf dieser Illusion einer Kupferplatte auf. (Hendrik Sämisch im Blog von Next-Kraftwerke)



Strom, der zwar erzeugt, in das Netz eingespeist, dann aber niemals bei einem (zahlenden) Kunden abgenommen wird, ist eine Verallgemeinerung der Transaktionskosten für den Handel an die Letztverbraucher. Zwar werden Netzengpässe in Mechanismen wie der Preiskopplung (vergl. Beiträge zu PCR) eingepreist – nicht eingepreist werden hingegen die Verlustmengen, die durch einen Transport über weite Strecke entstehen.

Künstlich herbeigeführte Netzengpässe, die letztendlich im Rahmen des Engpassmanagements per Re-Dispatch gelöst werden, bilden einen weiteren Kostenfaktor, der letztendlich durch steigende Netzentgelte oder Infrastrukturumlagen von den Stromkunden zu zahlen ist.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Netze | Kraftwerke | Infrastruktur

Schlagworte:

Deutschland (98) | Übertragungsverluste | Spitzenplatz | ENTSOe (7) | Europäisches Verbundnetz (2)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@961921







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
28.9.16 | Artikel: 970085
Vollständige Erdverkabelung in Baden-Württemberg

«Energiepolitisch vernünftig und nachvollziehbar», nannte Umweltminister Franz Untersteller die heute bekannt gewordenen Netzausbaupläne des baden-württembergischen Netzbetreibers TransnetBW.

29.9.16 | Artikel: 970086
GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung.

25.7.16 | Artikel: 970065
Wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt ...

Auf den Tag genau vor zwei Monaten war blog.stromhaltig auf einer Veranstaltung zum Thema Strommarkt und dessen Digitalisierung. Einer der Diskussionspunkte, die ein Besucher aufbrachte, war «Was ist eigentlich, wenn der Toaster seinen Strom selbst bestellt?».

15.7.16 | Artikel: 970062
Fell: Deutsche Bank steigt aus der Kohle aus

Seit einiger Zeit findet ein starkes Divestment großer Banken aus der Kohle statt. Getrieben von Verlusten und dem Druck von Umweltorganisationen verlassen immer mehr Unternehmen das umweltschädliche Geschäft.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
18.7.16 | Artikel: 970063
Wer will ein Wasserwerk fernsteuern? Jeder kann!

Zwei Sicherheitsleute der Webseite Internetwache.org untersuchten Milliarden Internet-Adressen und haben dabei allein 80 ungeschützte Anlagen des gleichen Herstellers ausfindig gemacht.

11.8.16 | Artikel: 970075
Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

Die Verwerfungen der Energiewende treffen Eon mit voller Wucht. Der Energiekonzern wähnte den Kapitalmarkt gut vorbereitet auf den Milliardenschock in der Bilanz.