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Ökodesignrichtlinie: 2015 wird ErP-Label für Heizgeräte verpflichtend

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Ökodesignrichtlinie: 2015 wird ErP-Label für Heizgeräte verpflichtend

30.09.14  08:30 | Artikel: 961946 | News-Artikel (Red)

Ökodesignrichtlinie: 2015 wird ErP-Label für Heizgeräte verpflichtend Der kürzlich in New York abgehaltene Sondergipfel zum Klimaschutz macht es noch einmal deutlich: Um das von der UN gesetzte Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung dauerhaft auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen vor allem die Industrienationen ihr Engagement erhöhen. Während Präsident Obama wenig Neues zu präsentieren hatte und China vor allem die finanziellen Mittel für den Klimaschutz aufstocken möchte, sind in der EU bereits konkrete Schritte beschlossen worden.

Die 2009 in Kraft getretene ErP-Richtlinie regelt den maximalen Energieverbrauch von immer mehr Elektrogeräten. Ab 2015 betrifft die Ökodesignrichtlinie noch weitere Geräte. Was ändert sich dadurch für Hersteller und Verbraucher?

Sparsame Staubsauger überzeugen mit hoher Saugkraft

"ErP" zeigt erst in der ausgeschriebenen Form, worum es eigentlich geht: "Energy-related Products", also Produkte mit Relevanz für den Energieverbrauch. In einem modernen Haushalt betrifft das so ziemlich jedes Gerät. Von der Durchschlagskraft konnten sich die Verbraucher bereits überzeugen: Die klassische Glühlampe ist aus den Händlerregalen verschwunden; das Energielabel auf Kühlschränken ist keinesfalls dem Willen der Hersteller geschuldet. Für den Verbraucher bedeutet die Umsetzung der Richtlinie, dass der Verbrauch der Geräte entweder begrenzt, oder zumindest transparent gemacht wird. In einigen Fällen kommt aber auch das Gefühl der Bevormundung auf:

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Seit September 2014 dürfen Staubsauger maximal 1.600 Watt Leistungsaufnahme besitzen, ab 2017 fällt dieser Wert gar auf 900 Watt. Zum Vergleich: ohne die Beschränkung nehmen die meisten Geräte mehr als 2000 Watt auf. Wer im Haushalt für die Sauberkeit verantwortlich ist, sieht schwere Zeiten auf sich zukommen. Erste Tests zeigen allerdings: Maßgeblich für die Saugleistung ist nicht die Power des Elektromotors, sondern das Design der Düsen. Hohe Wattleistungen, so geben die Hersteller indirekt zu, dienen mehr dem Marketing - beim Vergleich der Geräte im Geschäft lassen viele Kunden eben die Zahlen für sich sprechen.

Zukünftig sparsam: EU plant Ausweitung der Ökodesignrichtlinie

In Brüssel befinden sich derzeit noch weitere Regularien in Planung: Smartphones, Rasenmäher, Wasserkocher und gar Aquarium Zubehör sind bei den zuständigen Bürokraten offenbar in Ungnade gefallen. Konkrete Begrenzungen für diese Gerätschaften liegen allerdings noch nicht vor. Die Auswirkungen für die Nutzer sind dabei im konkreten Einzelfall noch nicht abzusehen. Grundsätzlich soll die Effizienz sich bis zum Jahre 2020 um 20 Prozent erhöhen - was zunächst begrüßenswert wäre. Insbesondere bei einfachen Elektrogeräten wie Wasserkochern bleibt aber fraglich, ob das Teekochen nicht künftig mehr Zeit in Anspruch nimmt, weil die Leistung reduziert werden muss.

2015 endet Übergangsfrist für Heizgeräte

WaermepumpeAb 2015 treten vor allem Neuerungen in der Heiztechnik in Kraft: Raumheizgeräte, Kombiheizgeräte, Verbundanlagen aus Raumheizgeräten, Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern mit einer Leistung bis zu 70 kW müssen künftig ein ErP-Label tragen, welches Auskunft über die Effizienz gibt. Die Einstufung von A++ bis G ist den Verbrauchern schon seit einiger Zeit von Kühlgeräten oder Autoreifen bekannt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass die EU hierfür in drei verschiedene Klimazonen eingeteilt wird, wobei Deutschland hier in der Mittleren liegt. Relevant ist diese Tatsache vor allem, wann online Re-Importe von Heizgeräten gekauft werden - deren Einstufung ist unter Umständen nicht vergleichbar.

Wärmepumpen heizen effizient

Auch Wärmepumpen fallen unter diese Regelungen. Ob sich ein solcher Einbau lohnt, ist zum Teil ohnehin eine Frage der Effizienz: Grundsätzlich steht das Heizen mit Strom in der Kritik, im Falle der Wärmepumpe können aber mit einer Kilowattstunde Strom etwa vier Kilowattstunden Heizenergie generiert werden. Zudem sind weder die Lagerung von Heizöl noch ein Gasanschluss notwendig. Außerdem kann von staatlicher Seite mit Förderungen gerechnet werden: Bereits kleinere Luft-/Wasserwärmepumpen mit einer Leistung von weniger als 20 kW werden pauschal mit 1.300 Euro bezuschusst. Da mein Sohnemann gerade in der anfänglichen Bauplanung ist, muss ich mich wohl mit der Materie Heizung / Wärmepumpe und Co beschäftigen. Weitere 1000 Euro gibt es gerade vom Hersteller Stiebel-Eltron noch dazu, wenn man eine neuen Wärmepumpe kauft. Aber das ganze muss natürlich ins Gesamtkonzept passen.


Einige Fragen bleiben offen

Bisher galt: Je mehr Leistung, desto besser die Saugleistung. Es wird sicherlich eine Herausforderung für die Hersteller, die Geräte effektiver zu machen, so dass die Ergebnisse immer noch optimal sind. Aber auch der Nutzer wird sich umstellen müssen, da bei Kauf der neuen Geräte jetzt nicht mehr nur die Leistungswerte zählen. Hat schon jemand Erfahrung mit den neuen Geräten?
BTW: Ich benutze schon seit Jahren ein "beutelloses" Gerät ... vermeidet Müll.


Diverse Textteile © Stiebel Eltron

13.08.14: Umfrage: 68 Prozent der Deutschen wollen Energie selber erzeugen
21.02.14: Umfrage: Deutsche zweifeln an sinkenden Energiepreisen
10.01.14: Umfrage: 84 Prozent der Bundesbürger schätzen Strompreise falsch ein



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Unternehmen | Studie

Schlagworte:

Ökodesignrichtlinie | Staubsauger | Elektrogeräte (3) | Wärmepumpen (10)




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