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Sigrun Portela (e2m) zur Direktvermarktung von Solarstrom

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Sigrun Portela (e2m) zur Direktvermarktung von Solarstrom

02.10.14  09:17 | Artikel: 961954 | News-Artikel (e)

Sigrun Portela (e2m) zur Direktvermarktung von SolarstromEnergiemengen direkt am Strommarkt anbieten und verkaufen

Das Thema Direktvermarktung von Solarstrom stand in den vergangenen Monaten im Zuge der EEG 2014 im Fokus von Foren, Blogs und Fachgesprächen von Angehörigen der Photovoltaikbranche. Sigrun Portela ist bei dem Direktvermarkter Energy2market (e2m) tätig und Expertin auf dem Gebiet der Direktvermarktung von Solarstrom. Im Gespräch erläutert Sigrun Portela die Hintergründe und Voraussetzungen für die Direktvermarktung detailliert.

Was ist genau Direktvermarktung?

Mit Direktvermarktung von Solarstrom bezeichnet man den Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen an Großabnehmer oder an der Strombörse. Als Alternative zur klassischen EEG-Einspeisevergütung ermöglichte das EEG 2012 Anlagenbetreibern erstmals, ihre Energiemengen direkt am Strommarkt anbieten und verkaufen - mit allen damit verbundenen Marktrisiken. Der Betreiber kann aber auch einen professionellen Dienstleister - den Direktvermarkter - damit beauftragen.

Der Regelfall ist die geförderte Direktvermarktung im Marktprämienmodell. Die finanziellen Unterschiede zwischen dem an der Börse erzielten Strompreis und der festen EEG-Vergütung gleicht die Marktprämie aus. Deshalb spricht man auch von gleitender Marktprämie. Die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Marktpreises an der Strombörse zuzüglich der Marktprämie entspricht dabei exakt der Höhe der EEG-Vergütung der Anlage vor dem Wechsel in die Direktvermarktung.

Damit Betreiber von Bestandsanlagen freiwillig in die Direktvermarktung wechseln, werden sie über eine Prämie angereizt, d.h. sie erhalten über ihre EEG-Vergütung hinaus einen Zuschlag, der mindestens die Kosten der Vermarktung abdecken soll. Im EEG 2014 wird dieses bereits etablierte Modell der Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien fortgeführt und ausgebaut.

Energieblogger: Energiewende ist ZukunftDer Ausnahmefall ist die Sonstige Direktvermarktung, in der überhaupt keine EEG-Förderung gezahlt wird, jedoch die Grünstromeigenschaft des Stroms vermarktbar ist. Diese Vermarktungsform ist jedoch nur für wenige Anlagen eine wirtschaftliche Option. Das Grünstromprivileg als weitere Form der Direktvermarktung im EEG wurde mit dem EEG 2014 wieder abgeschafft.

Für wen ist Direktvermarktung verpflichtend?

Nach dem neuen EEG ist sie verpflichtend für alle Neuanlagen ab 500 kW, die ab dem 1. August 2014 in Betrieb genommen werden und nach dem 22.1.2014 bundesrechtlich genehmigt wurden. Ab dem 1.1.2016 wird die Direktvermarktung für alle neuen Anlagen ab 100 kW verpflichtend. Bestandsanlagen können weiterhin optional direkt vermarkten, solange sie über die Voraussetzungen dafür verfügen.

Welche Voraussetzungen muss eine Photovoltaikanlage erfüllen, um für Direktvermarktung von Solarstrom nutzbar zu sein?

Es muss sich um eine leistungsgemessene Anlage handeln, üblicherweise ist das ab einer Anlagengröße von 100 kW der Fall. Ferner muss die Anlage einen EEG-Vergütungsanspruch haben und der von ihr erzeugte Strom muss in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Eine weitere sachliche Voraussetzung ist die Fernsteuerbarkeit der Anlagen. Die Anlage muss also nicht nur Signale des Netzbetreibers umsetzen können, sondern auch durch den Direktvermarkter ansteuerbar sein, der außerdem die IST-Leistung kontinuierlich abruft. Zusätzlich zur im Regelfall schon vorhandenen Schnittstelle des Netzbetreibers - Funkrundsteuerempfänger oder moderne Fernwirktechnik, ist also das Nachrüsten einer weiteren Schnittstelle zum Direktvermarkter erforderlich.

Bestandsanlagen müssen bis Ende März 2015 fernsteuerbar sein, um in Direktvermarktung bleiben zu können. Andernfalls müssen sie zum 1.4.2015 in die feste Einspeisevergütung zurück gemeldet werden. Neuanlagen ab 500 kW müssen spätestens im 2. Monat nach Inbetriebnahme die Fernsteuerbarkeit hergestellt haben, da dies eine Grundvoraussetzung im neuen EEG ist.


Sigrun Portela E2MZur Person:

Sigrun Portela studierte Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Münster und der Universidad Austral de Chile und arbeitet seit 2005 in der Erneuerbaren Energiebranche, seit 2012 bei der Energy2market GmbH in Leipzig.

Im Bereich Geschäftsentwicklung verantwortet sie den Produktbereich für die Direktvermarktung von Wind und Solar. Zuvor war die gebürtige Berlinerin als kaufmännische Projektleiterin für Finanzierung und Vertrieb von Windparks im In- und Ausland für die ABO Wind AG tätig.




(Quelle: Energy2market GmbH)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Direktvermarktung

Schlagworte:

Sigrun Portela | Energiemengen (2) | Strommarkt (81) | Direktvermarktung (17) | Solarstrom (62) | Marktprämienmodell (2) | Strompreis (146)




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