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Agora: Erneuerbare Energien erstmals wichtigste Stromquelle

02.10.14  10:12 | Artikel: 961955 | News-Artikel (e)

Agora: Erneuerbare Energien erstmals wichtigste StromquelleWind, Sonne, Wasser und Bioenergie toppen Braunkohle. Das zeigt das neue Agorameter - unser Online-Tool mit Live-Grafiken zu aktuellen Stromdaten.

Erneuerbare Energien waren in den ersten neun Monaten des Jahres die wichtigste Stromquelle. Insgesamt lieferten sie einen Anteil von 27,7 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms. Sie haben damit erstmals Strom aus Braunkohle überholt, dessen Anteil bei 26,3 Prozent lag. Im vergangenen Jahr waren Erneuerbare Energien noch die zweitwichtigste Quelle für Strom. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung von Daten zur Stromerzeugung und zum Stromverbrauch durch Agora Energiewende.

Den größten Beitrag lieferten Windstrom mit 9,5 Prozent und Biomasse mit 8,1 Prozent. An dritter Stelle steht Solarstrom mit 6,8 Prozent. An einzelnen Stunden lieferte die Sonne mehr als ein Drittel der in Deutschland verbrauchten elektrischen Energie. So darf der 6. Juni 2014 bereits jetzt als Tag mit der höchsten Solarleistung des Jahres gelten. Um 13 Uhr wurden 24,2 Gigawatt Solarstrom in die Netze eingespeist. Das entspricht der Leistung von 20 Kernkraftwerken. Diese Daten gehen aus dem von Agora Energiewende runderneuerte Agorameter hervor – eine Sammlung von Live-Grafiken zum Stromsystem. Das bisher als "Aktuelle Stromdaten" bekannte Tool steht kostenfrei auf unserer Internetseite unter www.agora-energiewende.de/agorameter zur Verfügung.

Agorameter

"Das Agorameter ist mit Abstand der beliebteste Bereich auf unserer Homepage. Dem tragen wir mit der Runderneuerung Rechnung", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Es ist jetzt noch interaktiver als bisher und stellt erstmals auch die Erzeugungsdaten der einzelnen konventionellen Energieträger dar."

Tagesaktuell werden zudem auch Exporte und Importe in alle Nachbarländer sowie die Spotmarkt-Preise für Strom an der Strombörse Epex dargestellt. Damit wird auch erfahrbar, wie es zu negativen Strompreisen kommt. Zum Beispiel lieferten am Nachmittag des 11. Mai 2014 Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse 44 Gigawatt Strom und damit rund 75 Prozent des Stromverbrauchs, der bei 57 Gigawatt lag.

Zur gleichen Zeit speisten aber nach wie vor konventionelle Kraftwerke mit einer Leistung von 24 Gigawatt ins deutsche Netz ein.

Der Überschuss von rund 11 Gigawatt wurde komplett exportiert – bei einem Strompreis von minus 5,9 Cent pro Kilowattstunde. "Man sieht an den Daten vom 11. Mai, dass bei hoher Leistung Erneuerbarer Energien die Gas- und die Steinkohlekraftwerke ihre Stromerzeugung auf ein Minimum reduziert haben. Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke waren jedoch offenbar nicht in der Lage, ihre Leistung stärker zu drosseln.

Das führte zu einem Überschuss an Strom und damit zu negativen Strompreisen. Um solche Situationen künftig zu vermeiden, muss das Stromsystem deutlich flexibler werden", sagt Graichen.





(Quelle: Agora Energiewende)


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Energiedaten

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