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EU-Studie unterstreicht Kostengünstigkeit der Erneuerbaren

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EU-Studie unterstreicht Kostengünstigkeit der Erneuerbaren

16.10.14  09:10 | Artikel: 961994 | News-Artikel (e)

EU-Studie unterstreicht Kostengünstigkeit der Erneuerbaren
Dr. Hermann Falk,
BEE Geschäftsführer
Bild: Marc Darchinger,
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Die von der EU-Kommission veröffentlichte Studie zu Kosten und Subventionen der verschiedenen Energieträger zeigt eindrucksvoll, wie günstig Erneuerbare Energien geworden sind. «Strom aus Windkraft an Land ist finanziell auf Augenhöhe mit Kohlestrom, und Solarstrom ist so günstig geworden, dass sein Preis nur noch minimal über dem von Gas und Atomkraft liegt», sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

Das Beratungsunternehmen Ecofys hatte im Auftrag von EU-Kommissar Günther Oettinger die Kosten der Energieerzeugung ohne staatliche Eingriffe errechnet. Danach liegt Strom aus Steinkohle bei 75 Euro je Megawattstunde (MWh), Wind onshore unwesentlich höher, Atomenergie und Strom aus Gaskraftwerken liegen bei 100 Euro je MWh und Solarstrom bei 100 bis 115 Euro je MWh (je nach Anlagengröße). Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Ecofys-Zahlen von 2012 stammen. Seitdem sind die Erneuerbaren Energien noch kostengünstiger geworden.

Noch klarer werden die Vorteile der sauberen Energien, wenn man die sogenannten externen Kosten wie Umwelt- und Gesundheitsschäden mit einrechnet. Diese Kosten beziffert Ecofys für alle EU-Staaten auf 150 bis 310 Milliarden Euro im Jahr 2012. Deutschland führt die Negativrangliste mit 42 Mrd. Euro an. Hauptgrund ist der immer noch viel zu hohe Anteil der Kohle an der Energieerzeugung.

Darauf entfallen 45 Prozent der Schäden. Die Kohle hat Folgekosten von bis zu 140 Euro je MWh, Erdgas kommt auf 60 Euro. Atomkraft und Sonnenenergie liegen bei 20 Euro je MWh, Biomasse schlägt mit 25 Euro zu Buche. Windkraft hat laut Ecofys faktisch keine Folgekosten.

Bei der Berechnung der externen Kosten der Atomkraft hat Ecofys extrem niedrige Kosten für einen nuklearen Unfall angesetzt: umgerechnet 0,5 bis 4 Euro je MWh. Die deutsche Versicherungswirtschaft war in einer Studie für den BEE auf 140 Euro je MWh gekommen.

Auch berücksichtigt Ecofys nicht den Wert der verschenkten Verschmutzungszertifikate im EU-Emissionshandel und den staatlichen Verzicht auf eine angemessene Versicherung der Atomreaktoren – beide Faktoren hätten die Gesamtrechnung noch deutlich zulasten der Kohle- und Atomwirtschaft ausgeprägt, was derzeit in der EU wohl nicht gewollt ist.

"Wer sich all diese Zahlen vor Augen hält, sollte klar sehen, dass sich Erneuerbare Energien ökologisch und ökonomisch rechnen", so BEE-Geschäftsführer Falk abschließend.




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Studie

Schlagworte:

Kostengünstigkeit | EU-Studie | EU-Kommission (18) | Kosten (126) | Subventionen (20) | Energieträger (18)




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