Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Netzdienliches Design des Strommarktes

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Netzdienliches Design des Strommarktes

14.11.14  08:30 | Artikel: 962071 | News-Artikel (Red)

Netzdienliches Design des StrommarktesDer Handel mit elektrischer Energie ist der Versuch dem physikalischen Vorbild ein ökonomisches Abbild zu schaffen. Dies gelingt heute nur bedingt, da der Stromhandel als solcher nicht nur anderen Gesetzten folgt, sondern auch Auswirkungen auf die Physik hat. Die Netzfrequenz zeigt die Handelsfenster (vergl. Auswirkung des Handels auf die Netze) und per Re-Dispatch werden Standortnachteile von Billigerzeugern zur Kostenfalle der Letztverbraucher.

Das Strommarkt Design muss nicht nur die Akteure glücklich machen, es muss als erstes einmal eine stabile Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden.

Am Beispiel des Designvorschlages Hybridmarktmodell soll gezeigt werden, welche Elemente die Physik unterstützen können. Es wird von einem netzdienlichen Design gesprochen, da bestimmte Eigenschaften des Modells dafür sorgen, dass Konflikte zwischen Ökonomie und Physik nicht entstehen.

Bei den Kosten der Energieversorgung kann man zwischen den Investitionskosten und den Betriebskosten unterscheiden. Die Infrastruktur eines Netzes verursacht immer die gleichen Kosten – unabhängig von der Strommenge, die damit transportiert werden muss. Das Sparen von Strom sorgt daher unweigerlich zu steigenden Netzkosten.

Die Abrechnung von Strom erfolgt allerdings in Deutschland aktuell nach Leistungen. Damit lassen sich zum Beispiel sehr gut die Brennstoffkosten von Kraftwerken umlegen auf den Endkunde. Investitionskosten und Betriebskosten müssen in irgend einer Form umgerechnet werden.

Beim Hybridstrommarkt erhalten die Stromkunden die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob ein Teil des Strombezuges nicht per Leistung, sondern über ein Mietmodell abgerechnet wird. In kleinen Stückelungen (5€) kann man sich Ressourcen für einen Zeitraum Mieten. Dazu gehört sowohl der Anteil an der Erzeugungsanlage – zum Beispiel Windpark – als auch die Übertragung zur Entnahmestelle.

Der Vorteil für beide Netz und Anlagenbetreiber ist, dass er eine Sicherung der Einnahmen hat – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Der Vorteil für den Stromkunden liegt darin, dass er seinen Verbrauch auf die Verfügbarkeit abstimmen kann.

Netzdienlich wird das Hybridstrommarkt-Modell dadurch, dass der Letztverbraucher versucht ist einen möglichst großen Nutzen aus der angemieteten Kapazität zu erzielen. Die Unzulänglichkeit des Händlers den Verbrauch und die Erzeugung in Einklang zu bringen, wird durch den Homo Ökonomikus an der Letztverbrauchsstelle ausgeglichen.





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Strompreis | Stromhandel

Schlagworte:

Strommarkt (118) | Design (4) | Netzdienlichkeit | Standortnachteile | Energieversorgung (72)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962071







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

4.11.16 | Artikel: 970091
Stromanbieter sind nur die Monetarisierung des Marketing-Mix

Wirtschaftsunterricht, 11. Klasse, auf dem Lehrplan seht das Geheimnis, wie aus Marketingstrategien konkrete Aktionen abgeleitet werden können. Die Schüler lernen, dass man scheinbar überhaupt nichts produzieren muss, um am Markt erfolgreich zu sein.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.