Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Marktplätze der Zukunft - Hart aber Fair? (Video)

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Marktplätze der Zukunft - Hart aber Fair? (Video)

27.11.14  08:30 | Artikel: 962110 | News-Artikel (Red)

Marktplätze der Zukunft - Hart aber Fair? (Video)
Bild: DuncanNelson
Das ausgehende 2014 steht unter dem Zeichen des Markt-Designs. Mit dem Grünbuch hat das Bundes-Wirtschaftsministerium die Interessierten Akteure aufgerufen ihre Vorschläge einzureichen. Die Ansätze, die aktuell zur Debatte stehen, können unterschiedlicher nicht sein. Da steht das Grünstrom-Markt-Modell auf der gleichen Bühne wie der Hybridstrommarkt.

Gleich eine ganze Sammlung von unterschiedlichen Modellen lassen sich unter dem Begriff Kapazitätsmärkte zusammenfassen. Im Oktober hatte Kai bei Dialog-Energie-Zukunft angefangen einen Überblick zu erstellen. Mittlerweile sind zwei sehr anschauliche Infografiken für den Dezentralen Leistungsmarkt und die strategische Reserve entstanden.



blog.stromhaltig vertritt ganz klar ein Modell. Das Thema Markt-Design schafft es nicht in die Massenmedien, vielleicht können die Kollegen von Dialog-Energie-Zukunft allerdings einen Schlagabtausch organisieren. Hart – aber fair?

Montag Abend, 21:00 Uhr – Erstes Deutsches Fernsehen. Der Moderator erscheint im Bild und stellt die Gäste des heutigen Abends vor. Dann – ein Einspieler und das Thema der Sendung: “Warum werden die Stromkunden vom Markt-Design ausgeschlossen?”

(Durch eine Schwankung im Stromnetz ist leider ein Teil der Aufzeichnung verloren gegangen – Lediglich die Kommentierung von Zoerner und die Fragen des Moderators sind erhalten geblieben)

Zoerner (unterbricht Boris Schucht): “Von Markt würde ich nicht sprechen, denn ein Markt sollte aus Angebot und Nachfrage bestehen. Gerade in Ihrem Zuständigkeitsbereich auf dem Gebiet der 50 Hertz Transmission GmbH sieht man sehr genau, wie Überkapazitäten in einem Landesteil zu Reserven in einem anderen Landesteil führen.”

Moderator: Das müssen Sie jetzt aber etwas deutlicher beschreiben.

Zoerner: “Sehr günstiger Strom kommt zur Zeit aus thermischen Kraftwerken in Brandenburg/Sachsen. Dieser Strom verdrängt teurere Kraftwerke im Westen, die dann unter den Schutzschirm der Reservekraftwerksverordnung fallen. Es ist kein Instrument, welches uns Zeit verschafft, sondern Kosten verallgemeinert, die der Markt nicht leisten kann. Überbrücken einer Zeit mit strategischen Reserven, ist das Heulen von morgen, wenn man nicht mehr alternativlos am Markt ist.”

Moderator: Jetzt lassen sie auch mal die anderen zu Wort kommen…

Zoerner räuspert sich und schweigt.



Zoerner (fällt ins Wort): “Also Herr Dr. Pfeiffer, es will ja keiner bestreiten, dass der Strommarkt kaputt ist und einen grundlegenden Neuaufbau braucht. Aber was haben die Erneuerbaren bitte mit fehlender Konkurrenz zu tun? Der Strom aus der genannten Einspeisevergütung wird an der Strombörse von Unternehmen wie das von Herrn Schucht vermarktet. Die Geldzahlungen an die Betreiber haben mit der Konkurrenz auf einem Markt erst einmal nichts zu tun”

Moderator (leicht zornig): Jetzt lassen sie ihn doch ein mal ausreden!

(Einige Sekunden später)

Zoerner aus dem Off: Ein Markt – ich bin bei Ihnen!



(Einspieler Hybridstrommarkt – Gerne auch Info-Grafik vom DEZ-Blog)

Moderator: Herr Zoerner, was sehen Sie als wichtig an, beim zukünftigen Stromhandel?

Zoerner: Im Hybridstrommarkt wird dem Stromkunde eine Eigenverantwortung gegeben. Reserven und Kapazitäten sind Diskussionen, die von einem geschätzten Bedarf ausgehen – einem geschätzten Risiko. Der Bürger kann nicht entscheiden, wie viel Strom er braucht. Beim Hybridstrommarkt wählt der Kunde aus, an welchen Kapazitäten er sich in welcher Menge beteiligen will. Braunkohle, PV, Windkraft – 1% von der Erzeugung hier, 1 Promille von der Erzeugung dort. Reichen die Kapazitäten nicht aus, so bekommt er Ausgleichenergie (wie Grundversorgung) geliefert. Zeitgleich und Mengengleich. Geben wir doch zu, das Stromnetz und all die Systemdienste können nur schwer über Mengenmodelle abgerechnet werden, das beißt der Wunsch zum Energiesparen in den Schwanz der Rentabilität.

——– ES FEHLT EIN ZWISCHENRUF

Zoerner: Ach Quatsch! Der Stromkunde ist sehr gut darüber informiert und kümmert sich auch darum. Nicht nur in Schwaben haben die Kinder Mathe im Unterricht und können damit mündige Entscheidungen im kaufmännischen Bereich treffen. Anlagenbetreiber freut es, denn Kapazitäten zu vermieten - anstelle Strommengen zu verkaufen, bedeutet Planungssicherheit über die gesamte Laufzeit.

(einige Minuten später)

Moderator: 2017 – auch ein Ziel für das Hybridstrommarkt Modell?

Zoerner: Natürlich, es lässt sich fließend einführen – ab heute. Die Anpassungen in den entsprechenden Gesetzen sind überschaubar. Schätzungen ergeben, dass wir auch nicht erst 1 Milliarde Euro in die Hand nehmen müssen.



Zoerner: Bitte überprüfen Sie dies im Fakten-Check. Transparenz muss auch bei den Zahlen zum Hybridstrommarkt gegeben sein.

//ENDE//




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Kapazitätsmärkte | EEG

Schlagworte:





Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962110







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

11.8.16 | Artikel: 970078
Kommentar zu den Aktivitäten der Deutschen Umwelthilfe

Endlich hat ein Verein mal genügend Arsch in der Hose und geht so einige Missstände in unserem Land an. Die Rede ist von der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

6.7.16 | Artikel: 970059
Smart-Meter: Energieversorger tasten sich langsam ran

Im Rahmen der vom SmartGridsBW e.V. initiierten Bloggertour nutzen die Teilnehmer die Möglichkeit, etwas über verschiedene Themen im Rahmen der Energiewende zu erfahren.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
20.10.16 | Artikel: 970090
Wie Tesla die Autobranche das Fürchten lehrt

Während sich die großen Automobilkonzerne weiterhin schwer tun, den großen Wurf im Bereich der E-Mobilität zu landen, feiert Tesla mit seinen reinen Elektrofahrzeugen weltweit Erfolge.

15.7.16 | Artikel: 970062
Fell: Deutsche Bank steigt aus der Kohle aus

Seit einiger Zeit findet ein starkes Divestment großer Banken aus der Kohle statt. Getrieben von Verlusten und dem Druck von Umweltorganisationen verlassen immer mehr Unternehmen das umweltschädliche Geschäft.