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Über die Macht der Worte ... und entsprechende Entgleisungen

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Über die Macht der Worte ... und entsprechende Entgleisungen

11.12.14  09:55 | Artikel: 962154 | Proteus Statement

Über die Macht der Worte ... und entsprechende EntgleisungenWir Energieblogger sind ein Zusammenschluss von rund 50 Bloggern, Redakteuren und Menschen, die über die Energiewende in Deutschland schreiben.

Damit sind wir Journalisten, mit dem selbst erklärten Auftrag, die Öffentlichkeit über Sachverhalte oder Vorgänge, die von allgemeiner, politischer oder wirtschaftlicher Bedeutung sind zu informieren.

Wir denken, dass wir damit zum Prozess der politischen Meinungs- und Willensbildung beitragen und eine wichtige gesellschaftliche und öffentliche Aufgabe erfüllen. Trotz teilweise polarisierender oder einseitiger Darstellung in unseren Artikeln halten wir uns an die journalistische Sorgfaltspflicht und versuchen, wo immer es geht, Belege für unsere Aussagen anzugeben.

Oft genug sind die Darstellungen in den Leitmedien geprägt durch die Marktmacht von Konzernen oder Lobbyvereinigungen, obwohl dies von vielen kommerziellen Redaktionen bis heute dementiert wird. Als Leser kann man das im Einzelfall daran festmachen, dass für viele Behauptungen die entsprechenden Belege nicht angegeben werden. So können Leitmedien schreiben, dass 2 plus 2 gleich 5 sind ... und der Leser wird es kaum kontrollieren, weil er annimmt, dass diese Aussage wohl schon passen wird.

Diese Art der Berichterstattung ist mit einer der Gründe, warum wir selbst über Vorgänge und Hintergründe im Zusammenhang mit der Energiewende schreiben.

Doch es gibt einen Aspekt, den haben wir mit den Leitmedien gemeinsam: kommentierende Leser.

Jedes Leserfeedback ist für uns eine Bestätigung. Immerhin hat jemand einen Beitrag gelesen und sich mit den Inhalten beschäftigt. Ein Dank an alle, die dies schon seit Jahren tun. Viele Kommentare sind für uns ein Grund weiter zu machen oder auch eine Sache weiter auf den Grund zu gehen.

Doch es gibt auch Leute, die sich über Themen aufregen. Einfach gegen die Darstellung in einem Artikel sind, ganz einfach, weil sie eine andere Meinung haben.

Und so manches Mal resultiert dies dann in einem Kommentar, der mehr als harsche Kritik beinhaltet. Wohlgemerkt: Kritik empfinden wir als positiv und konstruktiv, auch wenn uns jemand im Einzelfall argumentativ widerlegt.

Polizist von hintenDoch wenn die Kritik dann in Richtung Unsachlichkeit abdriftet oder sogar massiv beleidigend wird, dann ist Schluss mit Lustig und der Kommentar wird deaktiviert.

In den letzten Wochen sind zunehmend solche Kommentare bei einigen von uns eingegangen, die von Sätzen wie «Du Depp hast ja keine Ahnung» bis hin zu nicht zitierbaren Fäkalausdrücken reichten. Einige wenige Kommentare enthielten sogar Drohungen oder riefen zu Straftaten auf.

Hier ist für uns dann Feierabend. Und es sei gesagt, dass grundsätzlich beim Abschicken der Kommentare die IP-Adresse des Schreibenden erfasst und gespeichert wird. Bei massiven Beleidigungen oder schlimmeren Aussagen kann das im Einzelfall auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Dies stellt dann das Letzte Mittel dar, denn ein konstruktives Gespräch ist mit diesen Leuten kaum möglich. Viele Menschen mögen immer noch glauben, dass sie im Netz anonym unterwegs sind; bei solchen Begebenheiten jedoch, ist die Anonymität schnell dahin.

Wer also eine völlig andere Meinung vertritt, wie der jeweilige Autor eines Beitrages, der setze sich bitte hin, überlege, wie er seine Meinung in angemessener Art und Weise formulieren kann und stelle dann einen Kommentar ein. Das ist die richtige Vorgehensweise, die auch respektiert wird.
Immerhin leben wir (noch) in einem Land, in dem wir als Bürger unsere Meinung schreiben dürfen. In vielen anderen Ländern ist dies keine Selbstverständlichkeit.


Titelbild: Hebi65, unteres Bild: cocoparisienne

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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Internet | Medien

Schlagworte:

Klarnamen (2) | Netzpolitik (31) | Anonymität (4) | Kommentar (56) | Pressefreiheit (29)




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