Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Agora: Entgeltsystem für Stromnetze reformieren

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Agora: Entgeltsystem für Stromnetze reformieren

08.12.14  16:03 | Artikel: 962156 | News-Artikel (e)

Agora: Entgeltsystem für Stromnetze reformierenMehr als 17 Milliarden Euro werden jährlich für Netzentgelte ausgegeben. Die Bisherige Netzentgelt-Systematik passt nicht zur Energiewende. Die Verteilung der Netzentgelte sollte daher besser und gerechter erfolgen

Die Finanzierung der Stromnetze droht in eine Schieflage zu geraten: Während in ländlichen Regionen durch den Zubau an Erneuerbare-Energien-Anlagen die Netzentgelte steigen und die dortigen Verbraucher belasten, stagnieren die Entgelte in städtischen Regionen. Das ist ein Ergebnis einer neuen Studie im Auftrag von Agora Energiewende. Während in Berlin eine Familie mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im kommenden Jahr 236 Euro für die Stromnetze zahlt, werden es in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns 411 Euro sein. Das geht aus den jüngsten Mitteilungen der Netzbetreiber hervor.

"Schon heute belaufen sich die Netzentgelte bundesweit auf mehr als 17 Milliarden Euro, das ist fast so viel wie die Ökostrom-Förderung", sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Durch den Zubau von Erneuerbaren Energien wird es erhebliche zusätzliche Investitionen in Netze geben. Das Ungleichgewicht droht damit größer zu werden." Als Gegenmaßnahme empfiehlt die Studie "Netzentgelte in Deutschland", die Kosten für die Stromnetze deutschlandweit zu vereinheitlichen.

Ebenso diskutiert die Studie die Frage, wie die Netzentgelte den Erfordernissen der Energiewende angepasst werden können. So stellen sich aktuell vor allem zwei Herausforderungen.
  • Zum einen wird es im Zuge der Energiewende immer mehr dezentrale Eigenerzeugung geben, bei der Strom am gleichen Ort produziert wie verbraucht wird. Dies hat im derzeitigen Netzentgelt-System zur Folge, dass Eigenerzeuger auch weniger für das Stromnetz zahlen – obwohl sie zur Absicherung der Versorgungssicherheit immer noch auf das Netz angewiesen sind. Viele Netzbetreiber reagieren darauf, in dem sie zum 1. Januar 2015 die Grundgebühren für die Netznutzung deutlich erhöhen.

    So bezahlen sparsame Haushalte mit einem Verbrauch von 1.500 Kilowattstunden in Teilen Schleswig-Holsteins dann 23,4 Prozent mehr für die Netznutzung als noch 2014, während Haushalte mit einem Stromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden nur 17,9 Prozent mehr zahlen müssen. Sinnvoller wäre es stattdessen, einen speziellen Eigenerzeuger-Netztarif einzuführen, da sonst die Haushalte mit dem geringsten Verbrauch die größten Zusatzkosten tragen würden, so die Studie.

  • Zum anderen zahlen Industriebetriebe derzeit Netznutzungsentgelte pauschal entsprechend ihres maximalen Strombedarfs. Dies ist in Zeiten der Energiewende kontraproduktiv, denn es ist durchaus gewünscht, dass Unternehmen ihren Stromverbrauch stark variieren – je nachdem, ob gerade viel Wind- und Solarstrom oder wenig zur Verfügung steht. Die Studie empfiehlt daher, das System der Netzentgelte so zu reformieren, dass zu Zeiten von Stromknappheit höhere und in Zeiten von hohem Stromangebot geringere Entgelte erhoben werden.

"Die Energiewende ist mehr als nur der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wir müssen auch viele andere Teile der Stromversorgung zukunftsfest machen. Gerade das System der Netzentgelte, das bisher kaum diskutiert wurde, gehört jetzt mit auf den Prüfstand", sagt Dr. Patrick Graichen. "Mit unserer Studie wollen wir dazu eine Debatte anstoßen."

Die Studie wurde von Strommarktexperten des Regulatory Assistance Projects im Auftrag von Agora Energiewende verfasst.

Netzentgelte in Deutschland




(Quelle: Agora Energiewende)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Netze | Studie

Schlagworte:

Entgeltsystem (2) | Stromnetze (23) | Netzentgelte (19) | Finanzierung (16) | Netzbetreiber (34) | Strombedarf (5)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962156







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.