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Kommentar: Versorgungssicherheit funktioniert im Energy Only Markt

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Kommentar: Versorgungssicherheit funktioniert im Energy Only Markt

12.12.14  08:00 | Artikel: 962179 | News-Artikel (Red)

Kommentar: Versorgungssicherheit funktioniert im Energy Only MarktAlle Marktakteure scheinen sich einig, dass so wie im Moment der Strommarkt der Zukunft nicht funktionieren kann. Doch warum eigentlich?

Aus den Reihen der Kohlekraftwerke ist die Forderung zu hören, dass man einen Kapazitätsmarkt braucht, um die Gefahr einen Blackouts in den Griff zu bekommen.

Doch ist dies nicht in Wirklichkeit ein Trick eine Rechtfertigung in der Hand zu haben, wenn man trotz schlechter CO2 Bilanz die Laufzeit über 2025 hinweg sicherstellen will?

Es ist eine Tatsache, dass sich ein Kohlekraftwerk erst nach einer relativ langen Laufzeit tatsächlich für den Betreiber rechnet. Gehen die Börsenpreise in den Keller, so verlängert sich diese Zeit.

Mit Neid schaut man da auf eine PV-Anlage, die sich bereits nach wenigen Jahren – anstelle Jahrzehnten – ausgezahlt hat. Als Kohlekraftwerker ist man doch mehr wert? Einen wichtigen Bestandteil leistet man zur Versorgungssicherheit… Wirklich?

Wird über Kapazitäten gesprochen, dann sind das zunächst einmal nicht nur Kraftwerke in Deutschland. Es sind ebenso die Netzkupplungen zu unseren europäischen Nachbarn, die Abschaltbaren Lasten und die verschiebbaren Lasten. Energieeffizienz gilt noch immer als eine der wichtigsten Kapazitäten in Deutschland.

Es ist absolut richtig, dass zu jedem Zeitpunkt genau soviel Strom ins Netz eingespeist werden muss, wie zum gleichen Zeitpunkt entnommen wird.

Verrechnet wird dies aktuell über einen Energy-Only-Markt , was soviel bedeutet, wer eine Strommenge einspeist, der erhält im Gegenzug dafür einen Geldbetrag.

Im Umkehrschluss gehen die Lichter aus, wenn nicht genügend Kraftwerke zu einem bestimmten Zeitpunkt einspeisen. In diesem Falle haben allerdings im Vorfeld die Stromhändler und Netzbetreiber bereits einen großen Fehler gemacht. Die sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen haben die Pflicht, soviel Strom einzukaufen, wie in ihrem Bilanzkreis gerade verbraucht wird.

Wer einen Kapazitätsmarkt zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit wünscht, der sagt im Umkehrschluss, dass die Bilanzkreisverantwortlichen nicht in der Lage sind mit einem knappen Gut zu handeln. Nicht in der Lage sind ihre Aufgabe zu erfüllen. Unfähigkeit? Oder Unwilligkeit?

Wenn der Strom knapp werden würde, dann steigen die Preise am sogenannten Spot-Markt schlagartig in die Höhe. Bislang ist davon nichts zu sehen. Klar, dass auch in diesem Falle noch die Bilanzkreisverantwortlichen kaufen dürfen – nur wird es teurer.

Teure Preise für eine kurze Zeit sind allerdings für Investitionsentscheidungen wichtig. Kraftwerke, wie zum Beispiel die Micro-KWK Anlagen im Pool, rechnen sich gerade in solch einer Marktbedingung sehr gut. Gaskraftwerke ebenso.

Am Markt – Spotmarktpreis – kann man gut 2-3 Jahre im Vorfeld erkennen, wenn es Zeichen für eine Verknappung gibt. Davon sind wir allerdings heute noch sehr weit entfernt.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Versorgungssicherheit (63) | Energy Only Markt | Strommarkt (81) | Kohlekraftwerke (28) | Blackout (16) | Börsenpreise (5)




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