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BWE veröffentlicht Studie zu negativen Strompreisen

12.12.14  15:00 | Artikel: 962189 | News-Artikel (e)

BWE veröffentlicht Studie zu negativen Strompreisen
Basisbild: geralt
Das EEG 2014 sieht in § 24 ab dem 01.01.2016 eine Reduzierung der Förderung von Strom aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen auf null vor, wenn dieser in einem Zeitraum produziert wurde, in dem die Spotmarktpreise sechs oder mehr Stunden in Folge negative Werte aufweisen.

Eine im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie von Energy Brainpool nun vorgelegte Kurzstudie zeigt, dass ohne eine Anpassung des Marktdesigns an die neue Energiewelt es immer häufiger zu Abschaltungen und damit zum Verlust CO2-freier Energiemengen kommen wird.

"Mit dem aktuellen Marktdesign drohen an den Spotmärkten ab 2020 immer öfter sechs oder mehr Stunden in Folge mit negativen Preisen. Diese würden dann zu einem Ausbleiben von Erlösen führen und können sich in der Folge bereits heute auf die Finanzierung von Windkraftprojekten auswirken. Ab 2016 würden bei einem unveränderten Marktdesign Risikoaufschläge in der Projektfinanzierung drohen.

Damit wird deutlich, dass das gegenwärtige Marktdesgin den Herausforderungen der Energiewende nicht gerecht wird. Zusätzlich reduziert die zunehmende Abschaltung von Windkraftanlagen aufgrund negativer Preise den Anreiz, die vorhandenen Flexibilitätsoptionen auszunutzen und neue zu entwickeln", machte Tobias Kurth, Senior Manager bei Energy Brainpool, deutlich.

"Die Kurzstudie unterstreicht die unbedingte Reformbedürftigkeit des deutschen Strommarktes. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass das Bundeswirtschaftsministerium mit der Vorlage des Grünbuches hier einen ersten wichtigen Schritt unternommen hat, um das Strommarktdesign den Erfordernissen der neuen Energiewirtschaft - bei denen Sonne und Wind im Zentrum stehen - anzupassen.

Die Kurzstudie liefert zusätzliche Argumente, schnell zu handeln. Die Gefahr ist groß, dass die ansonsten ab 2016 zu erwartenden Risikoaufschläge in der Finanzierung zu Problemen bei der Umsetzung von Projekten führen und sich infolgedessen der vom Bundesgesetzgeber vorgegebene Ausbaupfad nicht mehr erreichen lässt", machte Henning Dettmer, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie deutlich.

Er verwies zugleich darauf hin, dass die Studie auch herausgearbeitet habe, dass die Umsetzung der im EEG enthaltenen Verordnungsermächtigung zur Vermarktung von Grünstrom ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten kann, um negative Strompreise am Spotmarkt zu vermeiden. Sie sollte daher schnell umgesetzt werden.

Download der Studie Zukünftige Auswirkungen der Sechs-Stunden-Regelung gemäß § 24 EEG 2014"




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

negative Strompreise (2) | Studie (123) | Energy Brainpool (3) | Marktdesign (15)




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