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Fachkongress «Social Media»: Kuschelrunde für Kommunikationsprofis und Energieversorger

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Fachkongress «Social Media»: Kuschelrunde für Kommunikationsprofis und Energieversorger

08.01.15  08:50 | Artikel: 962247 | News-Artikel (Red)

Fachkongress «Social Media»: Kuschelrunde für Kommunikationsprofis und EnergieversorgerAm 3. und 4. Februar findet der 4. Fachkongress «Social Media» in Leipzig statt. Hier trifft sich die Energiewirtschaft mit Dienstleistern der einschlägigen Kommunikationsbranche. Ziel der Veranstaltung ist der Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche sowie das Kennenlernen neuer Strategien und technischer Möglichkeiten in den sozialen Netzwerken.

Die Veranstaltung klingt interessant, so dass ich mich als Energieblogger beim Veranstalter akkreditieren wollte ... doch dazu später.

Die ING-Parade: Monitoring, Branding und Marketing

Schaut man sich die Agenda an, so stellt man relativ schnell fest, dass ein paar Energieunternehmen etwas über ihre Strategie oder die eigenen Erfolge erzählen. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von typischen Vorträgen, die in dieser Runde natürlich nicht fehlen dürfen: Vorstellung von diversen Monitoring-Tools, «Vertrieb mit Social Media» oder auch «Digital Branding – EVU-Markenpflege durch Social Media».

An der Stelle merkt man schon, wohin die Reise geht. Neue Marketingkanäle erschließen, Erfolgsmessung durch Tools und Markenaufbau. Doch in wie vielen Vorträgen geht es um den Kunden? Wird das Kundeninteresse überhaupt ernst genommen? Oder wird - wie üblich - durch die Geschäftsleitung oder den Dienstleister festgelegt, was den Kunden zu interessieren hat?

Klar, dass sich darüber kaum jemand Gedanken macht, denn der Beratungsmarkt ist Millionen wert. Und üblicherweise reagiert ein Energieversorger, wenn er denn in den sozialen Medien aktiv werden will, erstmal mit Beratungsbedarf; und dann sehr oft mit dem Outsourcing dieser Aktivitäten.

Authentische Kommunikation schafft Kundenzufriedenheit

Dabei wird dann auf eine große Gruppe von Agenturen zurückgegriffen, die dann als Social-Media-Abteilung fungieren. Diese Agenturen arbeiten dann für die Lebensmittelindustrie, verschiedene Mode-Label und dann eben auch noch für diverse Energieversorger.

Vorher wird zumeist detailliert ausgearbeitet, was denn alles an Themen vorkommen kann im Netz, so dass alle Antworten stets parat gehalten werden können. Doch Agenturmitarbeiter sind eben keine eigenen Mitarbeiter und haben oft nicht mal im Ansatz eine Ahnung vom Unternehmen, von der Kultur oder der Geschichte.

Damit kommen Standardantworten in Dialogen oder PR-Texte in firmeneigene Blogs. Blöd dabei, dass viele Kunden das durchaus merken.

Wie bereits bei der letztjährigen UTEC-Konferenz festgestellt wurde, muss die Energiewirtschaft glaubwürdiger werden und möglichst authentisch sein. Für viele kleine Stadtwerke ist das leicht zu realisieren, wenn sie denn von der externen Lösung absehen und eigene Mitarbeiter dafür einsetzen.

Sicherlich funktionieren die professionellen Strategien der Energiewirtschaft sehr gut - immerhin werden dafür auch gute Budgets verballert. Doch wie auch mit wenig finanziellem Einsatz - zum Mehrwert des Kunden - agiert werden kann, verrät natürlich niemand, denn das bringt keinen Umsatz.

Akkreditierung nur für nützliche Medien

Ebenso sieht es mit der Ausrichtung auf die Zielgruppe bei der Berichterstattung aus. Der Veranstalter teilte in einem Gespräch mit, dass eine Berichterstattung außerhalb des engen Kreises der Energiewirtschaft keinen Mehrwert biete. Deshalb seien nur (professionelle, hauptberufliche) Medienvertreter zugelassen, die diesen Anforderungen entsprechen würden.

Man macht sich wohl von dieser Seite her keine Gedanken über die positiven Nebeneffekte, die die Energieversorger davon haben könnten. In entsprechenden Branchenmedien wird über die Veranstaltung nur als solche berichtet. Blogger und Nutzer von sozialen Medien würden sich mit den Meinungen auseinandersetzen und darüber diskutieren.

Dafür bekommen wir Energieblogger im Schnitt zehn Anfragen pro Monat von den Agenturen (und teilweise EVUs), ob wir nicht was für die Energieversorger tun könnten. Immerhin sind wir bei den EVUs hinreichend bekannt.

Na dann, ein herzliches «Glück Auf!» an die großen der Energiewirtschaft.


BTW: Auf der Website der Veranstaltung gibt es - neben horrenden Schreibfehlern - noch nicht mal ein Hashtag für dieses Event. - Selbst teilnehmen wäre angebracht.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



4 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Andreas Donnerstag, 8. Januar 2015 um 13:11

Soziale Medien ohne den Kunden ist zum Scheitern verurteilt, das wird nicht funktionieren. Kunden merken es schnell, wenn sie nicht ernst genommen werden und mit vorgefertigten Texten abgespeist werden.

Das Thema Kommunikation ist auch ein spannendes Thema für die Energieblogger!


Da kann ich dir nur beipflichten.
Nicht umsonst haben wir bis dato so einen Erfolg.

Energieforen Leipzig GmbH Freitag, 9. Januar 2015 um 10:15

Lieber Hr. Kuhn,
wir danken für Ihr Interesse an unserem Fachkongress sowie für die Auseinandersetzung mit den Themen und Zielgruppen. Die Energieforen öffnen ihre Veranstaltungen im Hinblick auf die Teilnahme trotz klarem Branchenfokus auf die Energiewirtschaft für alle Zielgruppen. Unsere EVU Hauptzielgruppe wünscht sich geringe Dienstleisterbeteiligung. Dennoch begrüßen wir auf unserer Veranstaltung Energieversorger, Dienstleistungsunternehmen und Vertreter aus der Medienwelt. Dabei beschränken wir uns keineswegs auf hauptberufliche Medienvertreter, sondern bieten ausnahmslos die Möglichkeit zur Berichterstattung.

Für Veranstaltungen haben wir ein begrenztes Kontingent an Freitickets. Bei der Vergabe der Freitickets prüfen wir jede an uns gerichtete Bitte. Sie haben sich mit eben solcher Bitte an uns gewandt. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ihre Anfrage mit der Signatur der Proteus Solutions GbR an uns gerichtet wurde, suchten wir das Gespräch. In diesem haben wir u.a. Ihre IT-Lösungen und SEO-Optimierungen als Dienstleistungsunternehmen thematisiert.

Vor unserem Fokus auf die Energiewirtschaft bitten wir Sie um Verständnis, dass wir bei der Vergabe von Freikontingenten Medien mit direktem Energiebezug stärker berücksichtigen.

Da Sie auch als Energie-Blogger tätig sind, haben wir Ihnen proaktiv angeboten: uns eine Mehrwert-Situation für eine kostenfreie Teilnahme aufzuzeigen oder eine rabattierte Teilnahme wahrzunehmen. Schade, dass Sie dies nicht angenommen haben.


Danke für Ihren Kommentar.

Da die Energieblogger bis dato nur ein loser Zusammenschluss ohne Rechtspersönlichkeit sind, habe ich natürlich meine Standard-Mailadresse verwendet. (Der Hinweis "Gründungsmitglied Energieblogger.net" war übrigens enthalten)

Außerdem hatte ich darauf hingewiesen, dass die Energieblogger ehrenamtlich tätig sind. Selbst eine rabattierter Teilnahme verursacht intern nur Kosten, die durch nichts gedeckt sind, wie bei den Hauptberuflichen; dies Problem triff ja heute auf den Großteil der Blogger zu.

Insofern für eine solche Veranstaltung Geld ausgeben zzgl. Anfahrt und Übernachtung? Eher nicht.

Einige Veranstalter nehmen unsere Fachkompetenz und Unabhängigkeit ernster und übernehmen sogar die Fahrtkosten.

Aber wenn man nur den kurzfristigen Mehrwert sieht ...

siehe auch: Journalismus für die Energiewende: brotlose Kunst

Energieforen Leipzig GmbH Freitag, 9. Januar 2015 um 10:16

BTW: Mit unserem aktuellen Web-Relaunch haben wir aus unserer Sicht einen Schritt in die richtige Richtung getan. Wir freuen uns, unseren Besuchern ein neues Layout sowie schnellere Zugriffsmöglichkeiten anzubieten. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass es sich bei einer Webseitenumstellung um einen mehrstufigen Prozess handelt und dass eine Webseite nach erfolgtem Relaunch noch Fehler aufweisen kann. Gerne können Sie uns auf direktem Wege Verbesserungsvorschläge zukommen lassen.

z.B.:
Energieforen-Leipzig-Google-Suche

... und ein (fehlendes) Hashtag für die Veranstaltung hat nichts mit einer neuen Website zu tun.

Energieforen Leipzig GmbH Freitag, 9. Januar 2015 um 14:13

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir sind darum bemüht, unsere Google-Suchergebnisse zu optimieren und bestehende Fehler zu beheben.


Themenbereiche:

Energiepolitik | soziale Netzwerke | Veranstaltung

Schlagworte:

Fachkongress «Social Media» | Energieforen Leipzig GmbH | Energiewirtschaft (43) | Dienstleister (5) | Monitoring (21) | Branding | Marketing (34) | Akkreditierung




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