Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Hackergruppe CyberBerkut legt Regierungswebsites lahm

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Hackergruppe CyberBerkut legt Regierungswebsites lahm

08.01.15  08:15 | Artikel: 962248 | News-Artikel (Red)

Hackergruppe CyberBerkut legt Regierungswebsites lahmGestern gab es einen Hackerangriff auf die Internetseiten des Deutschen Bundestags und die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Domains www.bundestag.de und www.bundeskanzlerin.de waren bis in die Abendstunden nicht erreichbar.

Zu dem Angriff bekannt hat sich die Hackergruppe CyberBerkut. Sie rechtfertigt den Angriff mit dem gestrigen Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk in Berlin.

Die Hackergruppe schreibt auf auf ihrer Website:

Die Webseiten der Bundeskanzlerin und des Bundestages wurde von CyberBerkut blockiert.

Die ukrainische Regierung wird am 15. Februar 2015 den nationalen Haushalt überarbeiten. Der Premierminister Arseniy Yatsenyuk hofft, Milliardenkredite von der EU und des IWF zu erlangen. Es sei schließlich offensichtlich, wie das Geld verschwendet würde. Yatsenyuk benötigt Geld um den Krieg voranzutreiben und nicht um die kollabierte Infrastruktur im eigenen Land wieder aufzubauen. Dieser Krieg hat bereits Tausende von Leben gekostet und Yatsenyuk wird für euer Geld noch mehr töten.

Aus diesem Grund appellieren wir an alle Menschen und die Regierung Deutschlands die finanzielle und politische Hilfen des verbrecherischen Regimes in Kiew einzustellen, welches einen blutigen Bürgerkrieg entfesselt hat.

Wir sind CyberBerkut! Wir werden nicht vergessen! Wir werden nicht vergeben!

Quelle

Laut Medienberichten bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert gegenüber der dpa den Angriff auf die Webseiten. Das Rechenzentrum des Dienstleisters stehe "unter einem schweren Angriff”, offenbar um das System durch massenhafte externe Anfragen gezielt zu überlasten. "Es sind Gegenmaßnahmen eingeleitet”, erklärte Seibert, der noch keine Einzelheiten mitteilen konnte.

Quo vadis Angela?

Da Seibert das Rechenzentrum des Dienstleisters erwähnt hat, liegt es nahe, diesen erst einmal herauszufinden. Über eine einfache Abfrage bei der DENIC erfährt man, dass die Düsseldorfer Babiel GmbH wohl der Hoster unserer Bundesregierung ist. Wie der Zufall will, war auch die Seite des Anbieters kurzfristig mal offline, obwohl der Anbieter mit dem Slogan Sicher ist sicher - Immer für Sie da. Ihre Daten, Ihre Systeme unser Hosting-Service wirbt. 100 Prozent Sicherheit gibt es ja nicht.

Interessant allerdings ist, dass die Bundesregierung wohl den US-amerikanischen Cloud-Dienst CloudFlare nutzt. Vor dem Hintergrund der NSA-Affäre die Websites bei einem amerikanischen Anbieter zu betreiben bzw. verfügbar zu machen, ist schon befremdlich.

Zumal Profi-Paranoiker Hans-Peter Friedrich sich schon 2011 für die Deutsche Cloud stark gemacht hatte.

In den nächsten Tagen werden wir möglicherweise erfahren, was das Problem war. CloudFlare sollte eigentlich genau solche DDoS-Attacken vermeiden können.

[Update]
Gestern Abend gegen 21:30 Uhr war die Seite des Bundestages wieder erreichbar.


In Verbindung stehende Artikel:

30.12.14: Deutsche Unternehmer verzichten auf Cloud-Dienste
16.09.11: T-Systems will die Deutsche Cloud einführen
19.12.11: Innenminister Friedrich will die Bundes-Cloud



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Politik | Hacking | Websites

Schlagworte:

CyberBerkut | Hackergruppe (2) | Regierungswebsites | Bundeskanzlerin (13)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@962248







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
2.12.16 | Artikel: 970096
EAID wendet sich gegen die Aufweichung des Europäischen Datenschutzes durch deutsche Gesetze

Die Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID) befürchtet eine deutliche Verschlechterung des Datenschutzes …

9.8.16 | Artikel: 970073
Peter Schaar: Soziale Netzwerke sind keine Hilfsorgane der Sicherheitsbehörden

Innenpolitiker verschiedener Parteien, Vertreter des Bundesinnenministeriums und der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz fordern dieser Tage einen verbesserten Zugriff auf Daten aus sozialen Netzwerken.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
28.12.16 | Artikel: 970103
Unglaublich leichtsinnig: Wenn der elektronische Datenschutz unterschätzt wird

Bei dem Begriff Compliance denken die meisten Menschen an Korruptionsaffären, unlautere Geschäfte und Verwicklungen von Politik und Wirtschaft, die hierzulande eigentlich verpönt sind.

25.12.16 | Artikel: 970100
Alle Jahre wieder: «Ich mag Schnee» - eine lustige Geschichte

Das Jahr ist fast vorbei und die Feiertage geben die Gelegenheit mal ein wenig auszuspannen. Grund genug nicht nur Artikel über Tagesgeschehen und Fachtehmen zu veröffentlichen.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
30.9.16 | Artikel: 970087
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung kommt!

Ab dem 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Betroffene müssen dann in einfacher Sprache bei der Erhebung von personenbezogenen Informationen transparent darüber aufgeklärt werden …

2.8.16 | Artikel: 970067
Routergesetz: freie Wahl des Endgerätes

Am 1. August 2016 trat das «Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten»" und die damit einhergehenden Änderungen des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) und des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft. Die Praxis einiger Anbieter, die Zugangskennungen zum Anschluss eigener Endeinrichtungen zu verweigern, war Anlass für die Gesetzesnovelle.…

3.3.17 | Artikel: 980005
Frühjahrsputz für das Smartphone

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Checkliste für mehr Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones veröffentlicht.

16.11.16 | Artikel: 970094
Datenschutz in der betrieblichen Praxis

Achtung: Verstöße gegen den Datenschutz sind keine Kavaliersdelikte mehr. Was bisher selbstverständliche Praxis war, kann heute für Handwerker zur Stolperfalle werden.