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Der Content-Wahn: Sprechen Sie schon SEO?

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Der Content-Wahn: Sprechen Sie schon SEO?

12.01.15  10:20 | Artikel: 962258 | News-Artikel (Red)

Der Content-Wahn: Sprechen Sie schon SEO?Kennen Sie das: Auf einigen Webseiten lesen sich die Texte irgendwie komisch. Die Grammatik stimmt, aber durch viele Füllwörter wirkt der Satzbau eigenartig. Der Text ist wie aufgebläht. Ein Beispiel:

Es gibt in den Weiten des Internets mittlerweile so viele Artikel über die Wichtigkeit von Online Kontakt-Netzwerken, dass darüber eigentlich keine Zweifel mehr bestehen sollten.


Ok, nochmal lesen und verstehen. Was will dieser Satz sagen!? "Man ist sich im Internet einig, dass Social Media wichtig ist." Das ist etwa der gleiche Inhalt, nur verständlicher und weniger als die der Hälfte der Wörter. Doch warum sollte man einen Satz oder Text so aufblähen und ihn leserunfreundlich gestalten? Es gibt zwei Ursachen für diesen “SEO-Sprech” und die haben beide mit dem Wunsch nach viel Content zu tun.

Der Content-Wahn
Viele Webseitenbetreiber sind sich mittlerweile im Klaren, dass man Besucher nur mit Inhalten auf die Webseiten locken kann. Dafür benötigt man viel Text, der von Suchmaschinen aus verschiedenen Gründen bestmöglich platziert wird. Die Suchmaschinen-Gurus predigen daher: Für eine gute Platzierung im Suchergebnis braucht ihr Content, viel Content.

Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Man kann selbst im Unternehmen und mit der eigenen PR-Agentur viele Themen selbst in Worte fassen. Doch häufig sind sogenannte Contentagenturen oder Textbroker das Mittel der Wahl. Sie sollen maßgeschneiderte Texte für jedes Thema liefern. Damit lassen sich Webseiten und Blog schneller mit vermeintlich guten Texten befüllen.

Das ist die erste Ursache für viele schlechte Texte: Oftmals werden Autoren nach Wörtern oder Zeichen bezahlt. Sie erhalten mehr Geld für längere Texte. Kein Wunder, wenn Inhalte aufgebläht werden, um mehr Geld zu verdienen. Dabei wird oft sogar auf Bindestriche in zusammengesetzten Substantiven verzichtet. Jedes Wort zählt, die Texter rechnen ja nach Quantität ab, nicht nach Qualität. Also weniger gute Texte, aber viel Inhalt. Viele Agenturen winken diese Texte durch und veröffentlichen sie. Meist in der Hoffnung auf eine bessere Platzierung im Suchergebnis von Google.

Optimierter Text für Mensch oder Maschine?
Natürlich entscheidet erstmal eine Maschine nach einem Algorithmus, welche Webseite auf welchem Rang im Suchergebnis angezeigt wird. Dafür glaubt man an Kennzahlen: mindestens 300 Wörter pro Seite sollten es sein und der Suchbegriff sollte in semantischer Abwandlung mehrfach vorkommen.

Das ist dann Ursache Nummer zwei: So werden Texte oftmals, um eine Mindestanzahl an Worten zu erreichen, mit Füllwörtern erweitert. Oder es werden auf Biegen und Brechen verschiedene Synonyme in den Text eingearbeitet, die z.B. ein WDF/IDF-Algorithmus vorgeschlagen hat. Die Lesbarkeit solcher Texte nimmt durch SEO-Maßnahmen aber selten zu.

Der Dumme ist dann natürlich der Leser. Er quält sich durch Texte, die nicht leserfreundlich sind. Dabei werden Texte am Bildschirm praktisch vom Leser nur “gescannt”. Hier sind kürzere und prägnante Texte von Vorteil, ansonsten geben die Leser schnell entnervt auf.

Da aber die Verweildauer auf einer Webseite für Google ein wichtiges Kriterium ist, erreicht man mit schnell flüchtenden Lesern genau das Gegenteil eines guten Rankings. Das Ziel muss also sein, die Besucher mit spannenden Inhalten möglichst lange auf der Webseite zu halten. Mit halbautomatisch erstellten oder am wie Fließband geschriebenen Texten wird das auf Dauer nicht gelingen.

Der “SEO-Sprech” – Woran erkenne ich schlecht gemachte Texte?

  • häufige Wiederholungen eines Worts oder Wortgruppe
  • semantische Fehler wie ”Kopfschmerz Stirn” statt “Kopfschmerzen in der Stirn”
  • fehlende Bindestriche in Substantivkomposita wie “Luxus Uhr” statt “Luxusuhr”
  • ungewöhnliche viele Links im Fließtext
  • häufige Synonyme und komplizierte Umschreibungen
  • ungewöhnlich lange Nebensätze

Meine Meinung: Besucher mit guten Inhalten auf die eigenen Seiten zu locken, ist oft das Ziel von Content Marketing. Aber viel und schnell erzeugter Inhalt liefert dazu keinen Beitrag! Weniger ist mehr – lieber Qualität als Quantität. Es muss nicht jeden Tag ein neuer Beitrag im Unternehmensblog sein. Dafür aber Texte, die Spaß am Lesen machen. Die dem Leser das geben, was er sucht.

Legen Sie weniger Wert auf Kennzahlen, sondern auf den Mehrwert und Lesefluss. Und wenn man Contentlieferanten beauftragt, dann lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und bitte: Finger vom Text-Spinning vorhandener Texte!


In Verbindung stehender Artikel:

26.08.11: Glaubensfrage: PageRank und gute Websites



Autor: Jost Broichmann

www.cmblogger.de

Jost Broichmann hat viele Jahre als Pressesprecher, Kommunikationsmanager und selbständiger PR-Berater gearbeitet. In den 1990 Jahren beteiligte er sich an der Gründung regionaler Fernsehsender und produzierte verschiedene TV-Formate und Imagefilme für Kino und Internet. Seine Erfahrung reicht vom kleinen Gastronomiebetrieb bis zum Pharmakonzern. Seit 2009 ist er Sprecher eines Öko-Energieversorgers und Mitglied im Lenkungskreis Kommunikation des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. Er hält regelmäßig Vorträge zu Themen in den Fachgebieten Marketing, Public Relations und Social Media und veröffentlicht Fachartikel auf dem persönlichen Blog cmblogger.de



1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Cornelia Daniel Samstag, 17. Januar 2015 um 19:43

Ja, ist leider traurig, aber gut für jene, die wirklich guten Content schreiben.
Google ist trotzdem schlauer als die Maschinen.

Ich hab mich nie um SEO gekümmert und trotzdem einige Artikel auf Platz 1 im Suchverlauf.
Sie haben alle eines gemeinsam: Sie beantworten tatsächlich eine Frage der Leser, die sie anderswo so nicht finden würden. Echter, unverkennbarer Unique Content. Sowas schafft man natürlich nicht bei jedem einzelnen Artikel. Darüber muss man sich auch im Klaren sein.

Ich hab jetzt wohl 300 Artikel geschrieben und 20-30 davon sind absolute Evergreens die laufenden Traffic bringen. Diese 20 hätte ich aber ohne die anderen 280 nicht geschafft, weil das Wissen nicht so gewachsen wäre. Würde mich interessieren ob diese Ratio "normal" ist.


Hi Cornelia,
Da kann ich dir nur zustimmen.
Ich selbst schreibe nach dem Motto «Vergiss SEO, Keyword-Density und den ganzen Müll».
Ich halte mich nur an die Google-Regeln und das funktioniert auch so, weil interessante Inhalte einfach besser sind als schnödes PR-Gebabbel.
Die Quote ist wohl gut, kommt stark auf die Gesamtseite an und kann sich aber auch jederzeit ändern. Ab und zu poppen bei mir Artikel hoch, die monatelang tot waren ...
Gruß Björn


Themenbereiche:

Internet | SEO

Schlagworte:

Content-Wahn | SEO (16) | Satzbau | Texte | Contentagenturen




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