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Grünbuch Strommarkt: TenneT-Vorschlag für Ausgestaltung von Kapazitätsreserve

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Grünbuch Strommarkt: TenneT-Vorschlag für Ausgestaltung von Kapazitätsreserve

15.01.15  09:07 | Artikel: 962270 | News-Artikel (e)

Grünbuch Strommarkt: TenneT-Vorschlag für Ausgestaltung von Kapazitätsreserve

  • Studie beschreibt erstmals konkrete Ausgestaltung einer Kapazitätsreserve (‚Fangnetz‘) als letzte Absicherung bei möglichen Versorgungsengpässen
  • Strommarktdesign: TenneT spricht sich für marktorientierte Lösung statt Kapazitätsmechanismen aus

Mit Blick auf die Diskussion um das zukünftige Strommarktdesign bekräftigte der Übertragungsnetzbetreiber TenneT gestern seine Überzeugung, dass marktorientierte Lösungen Kapazitätsmechanismen vorzuziehen seien.

TenneT begrüßte, dass sich dies im Grünbuch Strommarkt des Bundeswirtschaftsministeriums wiederfinde. "Ein zusätzlicher Eckpfeiler eines solchen nachhaltigen Strommarktdesigns ist eine temporäre Erzeugungskapazitätsreserve, die wie ein Fangnetz funktioniert. Sie gewährleistet die Versorgungssicherheit in der laufenden Umbruchphase der Energiewende und unterstützt gleichzeitig einen wettbewerbsorientierten Strommarkt. Damit ist sie letztlich deutlich effizienter und wirtschaftlicher als ein Kapazitätsmarkt", sagte Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH.

Eine von TenneT beauftragte Studie des internationalen Beratungsunternehmen E-Bridge zeigt nun erstmals auf, wie ein solches ‚Fangnetz‘ an Kapazitätsreserve sinnvoll ausgestaltet sein kann. "Damit wollen wir einen Beitrag zum laufenden Grünbuch-Prozess leisten, der sich mit dem zukünftigen Strommarkt-Design beschäftigt. Als Übertragungsnetzbetreiber ist es für uns wichtig, dass die Versorgung mit Strom auch in Zukunft zu jeder Minute und in ausreichendem Maße sichergestellt werden kann und die Systemstabilität gewährleistet ist. Das ‚Fangnetz‘ kann hierzu beitragen", so Keussen.

Laut der Studie soll das ‚Fangnetz‘ keine dauerhafte Einrichtung sein, sondern nur für die Übergangszeit zur Verfügung stehen, bis der Strommarkt sich eingependelt hat. Anders als die Netzreserve, die bereits heute genutzt wird, um Netzengpässen aufgrund hoher Einspeisung zu begegnen, sollen die ‚Fangnetz‘-Reserven vor allem Erzeugungsdefizite aufgrund von fehlender Einspeisung von erneuerbaren Energien abfangen und so die Versorgung sichern.

Sie kommen erst zum Einsatz, wenn alle anderen Maßnahmen wie etwa am Markt vorhandene Flexibilität und die verfügbare Regelleistung zur Stabilisierung des Netzes nicht ausreichen, um Kapazitätsengpässen entgegenzuwirken. Dann sichert das ‚Fangnetz‘ die Systemstabilität ab und verhindert die kontrollierte Abschaltung von Verbrauchern in einzelnen Gebieten.

Es greift damit lediglich absichernd in die Funktionsweise des Strommarkts ein und überlässt es den Marktparteien, die effektivsten Maßnahmen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit zu ergreifen. Damit für die Marktteilnehmer ein Anreiz entsteht, das ‚Fangnetz‘ möglichst nicht zu verwenden und die Möglichkeiten des Strommarkts optimal auszunutzen, sollen diejenigen Marktteilnehmer, die die ‚Fangnetz‘-Reserve in Anspruch nehmen, grundsätzlich die Kosten hierfür tragen. Die Studie ist als PDF herunterladbar.

Bereits Anfang 2014 hatte TenneT eine Studie zu einem nachhaltigen Strommarktdesign vorgelegt, die das Beratungsunternehmen E-Bridge im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers erarbeitet hatte. Einige der darin enthaltenen Vorschläge wurden mittlerweile politisch aufgegriffen und sind ebenfalls im Grünbuch des Bundeswirtschaftsministeriums zum Strommarktdesign enthalten.



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(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Grünbuch Strommarkt (6) | Ausgestaltung (5) | Kapazitätsreserve (10) | Fangnetz (3) | Versorgungsengpässe (8) | Strommarktdesign (14)




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