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Der Smarte Häuslebauer schreit AUA

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Der Smarte Häuslebauer schreit AUA

20.01.15  12:45 | Artikel: 962297 | News-Artikel (Red)

Der Smarte Häuslebauer schreit AUAElektriker sind auch nur Menschen, wenn man bei dem VDE zugelassenen Volk auch manchmal das Gefühl hat, dass sie zu oft an die Phase gekommen sind.

Als Häuslebauer hatte ich für mich persönlich bereits vor 1,5 Jahren das Fazit gezogen:Smart-Home der Zug ist durch!.

Vor rund 6 Monaten wurde dann auch am Amtsgericht ein Vergleich geschlossen, dass meine Empfindung nicht ganz falsch lag: Elektriker können Strippen ziehen, aber nicht unbedingt smart.

Noch heute überfordern intelligente Stromkunden die Versorger. Ein Freund und Blogger Kollege faste das Fazit sehr schön zusammen:

Die Technik ist da, um Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen. Leider ist es verboten, wenn man weniger als 100.000 kWh pro Jahr Strom verbraucht.

Die Mogelpackung des reaktiven Stromkunden wollen wir einmal ganz vergessen, denn die Werbebeschallung nach Smart-Home dient nur dem Stromkonsumenten noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Das der Grünstrom-Index bald in das Vorschulalter kommt, braucht nicht extra gesagt zu werden. Kilian fragt in seinem aktuellen Beitrag zurecht: Sag mal EVU: Sind Smart Homes smart?

Björn von Proteus-Solutions analysiert weiter:

Fast jeder der großen Energieversorger bietet heute eine eigene Smart-Home-Lösung an, doch egal ob blau, rot oder welche Farbe auch immer … wenn sich das «Smart» bislang nur auf ein paar Schaltvorgänge für Licht, Heizung und Rolläden bezieht, dann bezahlt der Kunde nur für ein wenig Bequemlichkeit.

Mehr als eine Komfortsteigerung ist nicht wirklich geblieben. Dies hält sich auch noch in Grenzen, wenn man die realen (bedauerlichen) Einzelfälle von Smart-Homes ansieht.

xComfort nennt sich ein Funkbussystem, welches vom Hersteller EATON angeboten wird. Ein CJAU ist ein Jalousie-Aktor, darauf vorhanden ein Abbild, wie man diesen verbauen sollte. Als talentierter Handwerker kann man zum Beispiel das Signal für Hoch und Runter verdrehen…. Aktor bekommt das Signal “runter” – Der Rolladen bewegt sich “hoch”. Kein Problem! Kann man ja in der Software umprogrammieren.

Bei einem anderen Aktor (AU) handelt es sich um einen “Allpoligen” Aktor. D.h. beide Drähte werden geschaltet. Was passiert bei einer Reihenschaltung mehrerer dieser Aktoren? Wer die Antwort weiß, kann sich eine Anerkennung als Experte für “Smart Home” besorgen.

Achja, Funkbussysteme … d.h. ein Gerät, welches geschaltet werden soll bekommt das Signal über die Luft. Quizfrage: Muss ich dann eine Leitung vom Licht zum Türrahmen legen? Welcher Ort ist der günstigste (und einfachste) für die Verbauung des Aktors in einer Hohlwand?

Bis sich die erhoffte Bequemlichkeit beim Kunden einstellt, sind sehr viele Kosten angefallen, denn die Fehler des ersten Experten müssen von einem anderen behoben werden. Über Gutachterkosten und zusätzliche Kosten für Fahrtstrecken soll hier nicht gesprochen werden.

Mit Sicherheit gibt es bei den Unternehmen, die beim Kunden ein “SmartHome” installieren auch Glanzlichter. Solange es dem VDE allerdings nicht gelingt das Niveau deutlich anzuheben, rate ich einem Freund nur dann zum Blick auf “SmartHome”, wenn er selbst in der Lage ist die Installation durchzuführen.

In den 99€ Einstiegspaketen – oder 399€ Profipaketen am Markt sind die Kosten für Gutachter nicht enthalten. Diese werden aber benötigt, wenn ein ausgebildeter Grenz-Debiler die Installation vornimmt. In den 30.000€ für ein vollständiges “Smart-Home” waren die Kosten für Rechtshilfe auch nicht inkludiert.

Smart-Home beginnt im Kopf mit einem bewusstem Stromverbrauch. Ganz klassisch, ohne zusätzliche Technik, ist dem Kunden bekannt, welche Geräte welchen Stromverbrauch haben. Der Stromkunde weiß, dass er allein 20% für alles ohne Stecker berücksichtigen muss. Der smarte Stromkunde kennt die Intelligenten Geräte, die eigentlich Stromfresser sind.

Mit diesem Wissen ausgestattet (und 0-Investition), ist er gewappnet für die zweite Stufe: Dynamische Strompreise

Es gibt mittlerweile dynamische Strompreise. Ein Anbieter hat einen Tarif, der im Monatstakt nach dem EEX-Mischpreis sich verändert. Reagieren auf Verknappung tut er damit allerdings nicht. Gerade der private Stromkunde hat heute keine Art auf besonders hohes Angebot von Wind+Sonnenstrom zu reagieren. Vorträge und Workshops beginne ich in den letzten Monaten immer mit der gleichen Frage zum Nachdenken: Was würden Sie mit einer Stunde Strom geschenkt machen? Es ist ein schönes Positiv-Beispiel, welches sofort zu kreativen Höhenflüge bei den Teilnehmern führt.

Dynamische-Stromtarife-AppellDoch auch hier scheitert es an den Basics, weshalb blog.stromhaltig sich gerne dem Aufruf anschließt, beim eigenen Stromanbieter einmal anzurufen. Hier das Angebot: Die kreativsten Antworten, warum ein dynamischer Stromtarif nicht gehen soll, werden veröffentlicht :)

Die Paragraphen zum Argumentieren gibt es im Beitrag von Kilian. Schnell gelesen ist auch der Beitrag auf Wikipedia zu Zeitvariablen Tarifen.









Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

Schlagworte:

Smart-Home (7) | Werbung (15) | Leistungsmerkmale (5) | dynamische Strompreise (3) | Bequemlichkeit (3) | Produkte (13)




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