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eMail-Kommunikation: von Antworten, Anstand und Absurditäten

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eMail-Kommunikation: von Antworten, Anstand und Absurditäten

04.02.15  11:00 | Artikel: 962355 | News-Artikel (Red)

eMail-Kommunikation: von Antworten, Anstand und AbsurditätenGut 80% der heutigen Kommunikation im Büro werden via Mail abgehandelt. Im allgemeinen funktioniert das auch relativ stressfrei. Doch mittlerweile stelle ich fest, dass gewisse Formen von Anstand und Höflichkeit dabei auf der Strecke bleiben. Liegt das an der Datenflut oder der Anonymität?

Sicherlich ist vielen der Posteingang ein Horror, vor allem dann, wenn das Ganze in Arbeit ausartet. Doch in den letzten Monaten gewinne ich zunehmend den Eindruck, dass die Kommunikation per Mail ein wenig leidet.

Wir sind ja verwöhnt, was Mails angeht. Schreibt man heute im beruflichen Kontext, so erwartet man auch eine zügige, zeitnahe Antwort. Aber es gibt zahlreiche Unternehmen, Institute, Redaktionen oder auch Privatpersonen, die es noch nicht mal als notwendig erachten, auf Mails zu antworten.

Natürlich kommt es auf den Inhalt an. Versendete Pressemeldungen bedürfen keiner Antwort, ebenso, wie ein Hinweis auf einen Link oder Produktwerbung für irgendwas oder dergleichen. Aber konkret gestellte Fragen mit der Bitte um Beantwortung? Ja, auch diese werden zunehmend ignoriert.

Ich halte das für schlechtes Benehmen. Selbst wenn eine Beantwortung nicht gewollt oder nicht möglich ist, sollte mindestens eine kurze Rückmeldung erfolgen. Klar, freut sich der Absender dann natürlich nicht über diese Ablehnung. Doch er kann einen Haken an den Vorgang machen und ist sicher, dass von dieser Seite nichts mehr zu erwarten ist.

Schlimmer noch ist, wenn dann vom gleichen Unternehmen sofort ein Newsletter im Posteingang landet. Ungefragt. Anfragen werden nicht beantwortet, aber für das Eintragen in den News-Verteiler reicht es wohl.

Unternehmen oder auch alle anderen Empfänger sollten mal darüber nachdenken, ob diese Strategie der Ignoranz so gut ist. Irgendwann kommt vielleicht der Tag, da möchten sie mal was vom ehemaligen Fragesteller. Wie soll man dann reagieren?




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Gesellschaft | Medien

Schlagworte:

eMail-Kommunikation (2) | Antworten (5) | Anstand (2) | Kommunikation (47) | Posteingang (3)




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